Mit der Macht des Wortes gegen Kritik am BKA!

Nicht zum ersten Male in der Zensursula- Debatte wird leider der großartige Präsident unseres BKA als tumber und technisch wenig versierter Tor dargestellt. Dies geht zu weit, wie erneut die harsche Anti- Ziercke- Debatte um die Löschung von IP- Adressen zeigt. Der Mann meint es aber doch nur gut und liebt uns doch!

Aus diesem Grunde will tauss-gezwitscher destruktiven Kritikern sachkundig entgegentreten und die wahren Fachleute zu Wort kommen lassen. Deshalb wurde nunmehr das Amt selbst um Schützenhilfe und Klarstellung gebeten.

Hier die Anfrage an das Bundeskriminalamt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

laut Pressemeldungen hat Herr Präsident Ziercke  über die „Sperrung von IP- Adressen“ im Internet erneut wichtige und wegweisende technische Dinge gesagt.

Dies führte in meinem Bekanntenkreis, dem sogar Informatiker angehören, zu meinem Bedauern zu sehr ironischen Anmerkungen über das BKA. Diese Polemik wird zweifelsohne Ihrer wichtigen Arbeit und dem Ernst der unglaublichen Bedrohungen, die täglich unser Land heimsuchen, nicht gerecht.

Noch schlimmer: Jetzt wurde durch den genannten Personenkreis bei diesen Gesprächen sogar die Fachkompetenz des höchsten deutschen Polizeirepräsentanten und des BKA angezweifelt. Dies geht mir nun eindeutig zu weit und es erschüttert mich geradezu. Wem soll man noch glauben, wenn man schon Ihnen nicht mehr glauben könnte?

Da ich also sicher annehme, dass dem BKA entsprechende Erkenntnisse vorliegen, bitte ich als technischer Laie um fachkundige Argumentationshilfe, wie Sie IP- Adressen löschen bzw. wie eine IP- Adresse gelöscht werden kann und wie oft Sie bei der Verfolgung krimineller Elemente IP- Adressen löschen oder gelöscht haben?

Könnten wir Bürger Sie bei Ihrer Arbeit möglicherweise sogar entlasten, indem wir künftig selbst IP- Adressen löschen, die uns verdächtig erscheinen?

Es wäre mir ein Vergnügen, diesen destruktiven BKA- Kritikern staatsbürgerlich mit Ihrer Hilfe, mit der Macht des Wortes und unter Verwendung Ihrer Hintergrundinformationen mit noch größerer Fachkunde entgegen treten zu können!

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen verbleibe ich

Jörg Tauss (MdB von 1994 – 2009)

32 Gedanken zu „Mit der Macht des Wortes gegen Kritik am BKA!

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  2. BKA_de

    „Da @bka_de seinem Präsidenten bei der IP-Adressen-Löschung nicht hilft, macht dies heute http://tauss-gezwitscher.de/?p=302 GN8 :)“

    @Tauss: Selbstverständlich stehen wir unserem Präsidenten zur Seite, eine groß angelegte IP-Adressen-Löschung wird derzeit vorbereitet! Bedauerlicherweise sind wir aber selbst einer IP-Adressen-Löschung zum Opfer gefallen.

    Wie uns mitgeteilt wurde aus folgendem Grund:

    “BKA_de, Jan 26 02:54 pm (PST):

    Hello,

    It has come to our attention that your Twitter account, @BKA_de, is in violation of the Twitter Rules, specifically the section on Trademark.”

    Deswegen sieht es bei BKA_de nämlich gerade so aus:

    „Hold up!

    Sorry, the profile you were trying to view has been suspended due to strange activity.
    Suspended account
    To visit your own account, click here.
    …or see what else is happening on Twitter.“

    Wie es scheint hat sich wohl ein billiges Plagiat auf unsere Kosten amüsiert und der Kollege der für die IP-Adressen-Löschung zuständig war, ist eine folgenschwere Verwechslung unterlaufen, mit dem Resultat das wir zurzeit zwangsweise offline sind. Wir sind in Verhandlungen mit diesem Twitterdings Support … *schnief*

    Mit freundlichen Grüßen

    BKA_de

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  4. dot tilde dot

    ip-adressen löschen ist ganz einfach. man muss das internet ausdrucken, dann hilft tipp-ex. zur not auch eine schere.

    und wenn das nicht klappt, eskaliert man das problem von der sekretärin zum büroleiter, zur not zur personalabteilung. da lässt sich bestimmt etwas machen, so in richtung arbeitsverweigerung. die öffentliche aufmerksamkeit bekommt man dann durch eine tarifdiskussion öffentliche verwaltung wieder woanders hin, und keiner fragt mehr nach.

    den rest abmahnen.

    .~.

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  6. maltejk

    ROFL, sehr geil.

    Biete hiermit regimetreust Adresse 10.53.111.50 für Versuche an, möge sich die Kompetenz dran versuchen.

    Ich hoffe die Antwort des Organs bleibt uns dann nicht vorenthalten.

  7. Dunehopper

    Das war echt witzig.
    Aber wir wissen doch alle schon, dass der Ziercke keine Ahnung von diesem Internetz hat. Wahrscheinlich weiß er das sogar selber. Aber anstatt sich an dem eine Schwachmatensatz mit den IP-Adressen hochzuziehen wäre es der Sache sicher dienlicher dem „einfachen Volk“ klarzumachen, was für einen Blödsinn er da absondert. Den BKA-Chef als den Deppen hinzustellen der er ist führt womöglich noch dazu, dass der alte Geschichten vom letzten Wahlkampf ausgräbt…

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  9. Dummbeutel

    Lieber Jörg,

    dieser Brief verdient das Prädikat ROFL.

    Leider muß ich diesen Kommentar in Wintendo verfassen, da ich 127.0.0.1 in /etc/hosts gelöscht habe;)
    Das war wirklich eine blöde Idee, aber ich wollte jetzt auch mal eine IP-Adresse löschen.

  10. Ismirworscht

    Ach deshalb gibt es IPv6 – da hat man genug IP Adressen, damit man die eine oder andere auch mal löschen kann 🙂

    Stellt euch mal vor das BKA löscht die 192.168.178.1 – tausende Fritz!Box User mit Default IP Settings hätten auf einmal keinen Internetzugang mehr. Das ist ja noch besser als Three Strikes! Vielleicht saugt es die Box gleich noch mit in ein schwarzes Loch 😉

  11. Lindworm

    Ich lach mich in die Ecke wenn darauf ne ernst gemeinte Antwort kommt. Die Ironie (gerade wenn auch auch nur ansatzweise von Herrn Tauss gehört hat) in diesem Schreiben ist göttlich.

    Wie wärs wen wir alle solche (oder ähnlich formulierte) Schreiben an das BKA schicken? Analog dDOS-Attacke sozusagen.

    Ach halt, dann steht ja unser Absender darauf und wir werden wahrscheinlich nicht mehr nur als „potenzieller Gefährder“ (ich glaub das hieß früher Bürger) sonder gleich als Terroristen eingestuft.

  12. Seriously

    Haha, herrlich!
    Dass es immer welche aus der „Internet? Kann man das essen?“-Fraktion sein müssen, die die Klappe aufreißen.

  13. Sabine Engelhardt

    @Hoshpak: Vorsicht, sonst nehmen die das noch wörtlich, also: Tür beim Provider einschlagen und den Server mit Fäusten angreifen, natürlich unter Zuhilfenahme mit Sand gefüllter Handschuhe … 😉

    Gruß, Frosch

  14. Hirsch2k

    „Ich muss weinen vor lachen, einfach zu gut. Wahrscheinlich löscht das BKA IP-Adressen mittels Fisting-Attacken. “

    Muhahahaha, großartig. Ja, die bösen Fisting Attacken.

    http://www.youtube.com/watch?v=AXdvjhLUttQ

    Ich wohn in der Nähe von Wiesbaden, wäre heute nicht so ein Schnee, würde ich hinfahren und ein Banner hochhalten
    „Bitte löscht mich. IP: 127.0.0.1“

  15. Anmibe

    @tux
    Wird wohl schon vorbereitet, denn bei IPv6 ist 127.0.0.1 nicht mehr vorhanden. Dann wird das Internet endlich sicher und man kann sich aufs Ausdrucken konzentrieren.

    @tauss
    Sehr gut, wenn es nicht so traurig wäre, würde ich mich totgelachen. ymmd

  16. Stefan

    Das trieft ja wunderbar vor Ironie.
    Aber mal ganz pragmatisch: Auf der einen Seite IP’s löschen um rechtsverstoßende Seite zu blocken, auf der anderen Seite IPv4-Adressknappheit. Hoffentlich hängt das nicht zusammen 😉

  17. skyace

    Die man page von ifconfig gibt hierzu Auskunft.
    Herr Ziercke ist schon weiter als wir.
    ifconfig del addr/prefixlen
    löscht eine IPv6 Adresse vom Interface.
    Herr Ziercke denkt also eindeutig, im Gegensatz zu den meisten Providern, schon in IPv6.

  18. Hoshpak

    Ich muss weinen vor lachen, einfach zu gut. Wahrscheinlich löscht das BKA IP-Adressen mittels Fisting-Attacken. 😀

    Auf die Antwort bin ich gespannt.

  19. tux.

    127.0.0.1 gilt als besonders gefährlich. Würde man diese Adresse löschen, wäre die Internetkriminalität erheblich eingeschränkt.

  20. Flecky

    Ob die Menschen vom BKA Sarkasmus verstehen? Ich zweifle allerdings – ebenfalls wie Sabine – an einer Antwort.

    Aber ich möchte bitte auch IP-Adressen direkt löschen können… 😀

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