Teil 2: Neuseeland 2020


Nach technischen Problemen auf der „alten“ Seite 
Bali / Neuseeland  hier die Fortsetzung als Teil 2 Neuseeland. Ich freue mich auch weiter über Interesse an meiner interessanten Reise in ein schönes Land (wäre es mit der lästigen Fliegerei nur nicht so elend weit weg)…. 

29.03..2020 Zwischenzeitlich gibt es laut Medienberichten in Neuseeland wohl 368 + Corona – Fälle. Erfreulicherweise (noch?) keine Toten. Dass das Rückführungsprogramm der Bundesregierung für deutsche Staatsbürger gestoppt ist, dürfte, wie vermutet,  übrigens tatsächlich dem Dilettantismus unserer „diplomatischen“ Stellen geschuldet sein, die wohl die neuseeländische Regierung zuvor nicht informiert hatten. Sollte ich mich irren, werde ich hier eine Entschuldigung ans Auswärtige Amt und unsere hiesige Botschaft nachschieben. Ich „fürchte“ aber, dass mir das erspart bleibt 😉

Bestärkt werde ich in meiner Auffassung dadurch, dass die Neuseeländer jetzt von der Bundesregierung berechtigt eine geordnete Abwicklung fordern, nachdem wohl gerade deutsche Zeitgenossen an den Flughäfen unangenehm auffielen. Selbst das wunderte mich nicht wirklich….    Immerhin scheinen hier rund 12.000 Deutsche festzusitzen. Es braucht sicher mehr als Tage, bis die irgendwann alle wegkommen.

Es sind auch nicht  „nur“ Rentner- Urlauber mit Zeit betroffen, wie ich, sondern natürlich auch junge Leute mit Work&Travel, Au Pairs, etc. Davon scheinen jetzt wirklich einige buchstäblich und mittellos  auf der  Straße zu sitzen. Insofern erscheint mir manche Häme, auch via Twitter, unangebracht. Ich selbst bin mit meinem Mietwagen erfreulicherweise durchaus mobil, nutze das aber entsprechend der hiesigen Vorschriften nur für Einkäufe und sonst nicht aus. Zumal eine so hübsche (Liege-)Wiese mit viel Auslauf zwar etwas langweilig, aber bei schönem Wetter auch nicht wirklich unangenehm ist. Millionen glücklicher neuseeländischer Schafe auf Wiesen können auch nicht irren… 🙂
Strand wäre zweifellos schöner. Aber davon hatte ich in den letzten Wochen reichlich und  ich will nun auch nicht unbescheiden werden… 😉 Kulinarisch gilt das ebenso. Jetzt ist eben eher „kalt“ oder Mikrowelle statt Café und Restaurant angesagt… Ansonsten ist mein Merlot – Vorrat ausreichend, um auch alkoholisch zu überleben. Wie gesagt: Ich bin, wie erwähnt, im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, die hier auch finanziell am Ende sind, eher Luxus- Gestrandeter. Die deutsche Botschaft hat allerdings nichts Besseres zu tun, als diesen Leuten zu sagen, dass finanzielle und sonstige Hilfen nicht möglich seien. Darum kümmere ich mich Morgen. Bin langsam schon zu einer gewissen Randale aufgelegt. Und auch dafür habe ich die Zeit… 😉 Schönen Sonntag- trotz alledem. Gruß vom schon abendlichen anderen Ende der Welt …

28.03.2020 In zwei Tagen wäre meine Neuseelandreise „offiziell“ zu Ende gewesen und es hätte via Dubai die Heimreise angestanden. Wie gesagt: hätte. Heute steht zumindest fest, dass sie noch nicht zu Ende sein wird. Die hiesige Regierung hat die angelaufenen Rückführungsflüge gestoppt. Über die Gründe wird viel spekuliert. Offiziell heißt es, dass mit der Masse an Touristen, die abreisen wollten oder müssten, in Auckland ein zusätzliches Corona – Risiko entstünde. Logisch erschiene mir dies nicht.

Aber was ist in diesen Tagen schon logisch? Deshalb habe ich ans Auswärtige Amt zum Thema und dessen Hintergründen eine Presseanfrage gestellt. Die sollen ja auch mal wieder sehen, dass der Tauss noch lebt 😉  Um dieses Leben sicherzustellen war ich auch wieder einkaufen.  Unverändert gibt es Schlangen vor den Geschäften. Nicht, weil es nichts gibt sondern weil eben weiterhin nur eine gewisse Anzahl von Leuten reindarf.
Trotzdem erstaunlich, wie diszipliniert und gelassen die Menschen in der Schlange sind. Bei uns ginge es mit Sicherheit aggressiver zu. Man wollte mich als Ausländer (woran sieht man das nur??? 😂) zudem netterweise sogar vorlassen, was ich natürlich im Interesse der Völkerfreundschaft strikt von mir wies. Da der Zimmerservice hier im Holiday Inn lausig und überteuert ist (Restaurant natürlich weiterhin geschlossen) gibt‘s heute Abend deshalb geräucherten Lachs auf dem Zimmer. Leider fiel mir im Laden nicht ein was Sahnemeerrettich auf Englisch heißt. Dann halt ohne…. 😉

Nach dem Room- „Service“ Frühstücksfiasko heute Morgen ziehe ich die Eigenversorgung vor. In einem 4-Sterne-Hotel erwarte ich, bei allem Verständnis für aktuelle Einschränkungen, dennoch keine sauteuren, dafür kalte, gebratene Eier und kein fetttriefendes zähes Bacon ohne Toast auf Plastik….

Dafür ist der Garten hübsch. Aber dennoch verlasse ich morgen die optisch hübsche Stätte. Ein überteuertes Hotel  ist  selbst mit  Springbrunnen  überteuert… Soweit  also  meine  heutigen Luxusprobleme. Nie wieder Holiday Inn.  Krank oder Zahnweh wäre aber schlimmer….

27.03.2020  Noch kein Flieger für die Heimreise in Sicht. Schau‘n wir mal. Heute wurde jedenfalls wie geplant das Campingleben beendet und gegen ein Hotel in Flughafennähe eingetauscht. … Ich habe meine hier gekauften Camping- Utensilien wie geplant für einen (hoffentlich) guten Zweck dagelassen. Passt nicht ins Fluggepäck. Irgendeine ärmere Familie mit Kindern hat sicher gute Verwendung. Tschüss liebes Zelt. Am Anfang hast Du mich zwar etwas geärgert. Vor allem die Zeltnägel mussten nach Tagen bereits krumm und verbogen ersetzt werden.  Aber unter dem Strich  war es dicht und hat auch zweimal einem kräftigeren Stürmchen und Prasselregen wie erhofft bestens standgehalten.
Ansonsten bleibt als erstes Fazit, dass es ungeachtet des betrüblichen Corona – Themas jetzt zu deren Ende eine phantastische und unvergessliche Reise war, die sich vor allem durch deren Dauer auszeichnet.  Ich bleibe dabei: Für drei Wochen fände ich das Land zum Durchrasen zu schade und zu weit entfernt.  Vor allem dann, wenn das Wetter nicht immer mitmacht. Mit Ausnahme der Westküste auf der Südinsel mit ihren Gebirgen und Gletschern hatte ich allerdings einen Riesendusel (auch wenn es für die Natur zweifellos zu trocken war). In vielen Gegenden  haben beide Inseln ein echtes  Wasserproblem.  

Vieles erinnerte mich landschaftlich an West- Kanada/ Yukon/ Alaska. Sogar an Dawson City am Klondike. Dieser Kneipenbesitzer sieht‘s wohl auch so ;

Und noch am Rande bemerkt : Mit Haines Junction, einem kleinen Kaff an der Kreuzung des Alaska und Haines Highway, verbinden mich nette Erinnerungen und Episoden aus meiner Kanada – Zeit. Und wen traf ich hier kürzlich auf dem Segelschiff? Eine junge Dame- ausgerechnet aus Haines Junction…. 😀 .  Das war natürlich ein riesiges Hallo…. Die Welt ist eben doch ein kleines Loch… Auch in Neuseeland.

26.03.2020 Leider muss ich Euch hier zunehmend langweilen. Denn Neuigkeiten gibt es keine. Alle öffentlichen Einrichtungen und nicht lebenswichtigen Geschäfte wurden hier für mindestens vier Wochen geschlossen und man wird aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Also bleibt nur der Pool. Aber so richtig spannend ist das auch nicht;) Aber wenigstens entspannend. Hoffen wir mal, dass der Spuk auch für die Menschen hier bald sein Ende findet. Flüge in Richtung Heimat sind noch nicht in Sicht. Insofern kann ich also auch heute letztlich nur berichten, dass es nichts zu berichten gibt. Aber dass der neuseeländische  Merlot , den ich gestern wenigstens noch kaufen konnte, auch zum Brie ausgezeichnet schmeckt. Aushalten lässt sich’s also. Euch zu Hause dann heute mal alles Gute.

25.03.2020 In Neuseeland gibt es aktuell wohl 100+ Corona – Infizierte. Das veranlasste die Regierung, weitere Maßnahmen zu ergreifen. So gilt seit heute eine Ausgangssperre. In der Praxis wirkt sich das so aus, dass zumindest der Autoverkehr hier in Orewa, eine dieser Auckland- Vorstädte, so stark wie in den letzten Tagen war oder ist. Ausgangssperre ist eben nicht Ausfahrsperre. Geschäfte und Cafés haben allerdings weitgehend geschlossen. Nur McDonalds profitiert mal wieder. Lange Autoschlangen am Schalter, obwohl laut Homepage auch der Drive Thru „suspended“ sein sollte. Ein halbwegs offenes Café habe ich angetroffen und dort auch gefrühstückt. Allerdings durfte man nur im Freien Platz nehmen. Mir, dem guten Kaffee und den Eiern war‘s egal;) ….

Vor dem Supermarkt standen wir ein paar Minuten an, weil nur immer eine bestimmte Anzahl an Personen rein darf. Dann wartet man eben, bis wieder welche rauskommen.
Auch am Medical Centre nebst Apotheke gab‘s vor der Tür auf den öffentlichen Bänken daneben Wartende. Das Wartezimmer wurde wohl, bei ohnehin bestem Wetter, ins Freie  erlegt und einzeln gingen die Leute dann nach Aufruf einer Helferin rein.

Keine Warterei gab es dem gegenüber beim  Liquor Shop. Der war zumindest heute offen. Wahrscheinlich weil Alkohol gegen Viren hilft… ?!? Ich habe mich daher gleich noch mit zwei Flaschen Merlot gegen die Krise eingedeckt. Eine davon hinterlasse ich meinen freundlichen Gastgebern, die mir hier „Asyl“ gewähren.

Ob all‘ diese regierungsamtlichen Maßnahmen Sinn machen hinterfrage ich jetzt nicht. Solidarisch mit den Neuseeländern bleibe ich eben auch „zu Hause“ am Pool.  Einen Rückflug bekam ich dem gegenüber noch nicht gemeldet. Schau‘n wir mal.

Wenn wir jetzt schon bei sinnvollen Maßnahmen sind gefällt mir diese sinnvolle Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 100 auf einem besseren Feldweg sehr. Wäre eigentlich nie auf die Idee gekommen, dort schneller als 30 zu fahren…. Aber ein Knöllchen ist dann wenigstens nicht in Sicht….  

Soweit für heute. Der mächtige Baum in der Nähe dieses Feldwegs hat mir übrigens gut gefallen…Ebenso der  Strand  daneben.  Aber  wie  gesagt:  Nur im  Vorbeifahren statt Strandwanderung.  Schade eigentlich. Aber schließlich ist Ausgangssperre;)

24.03.2020 Herzlichen Dank für die vielen Nachfragen zu meinem Befinden und die guten Wünsche…. Finde ich wirklich toll! Aber  macht Euch bitte um Eure Gesundheit zu Hause mehr Sorgen…. Ich sitze im Pool und die Geschäfte sind voller Lebensmittel….  Sogar Clopapier ist erhältlich… Insofern mache ich heute einen faulen Tag. Das EINZIGE was mir aktuell fehlt ist natürlich Eure Gesellschaft und eine verlässliche Flugverbindung Richtung Heimat….;)

In diesem originellen Café (unten) habe ich heute Morgen übrigens  gefrühstückt. Wenn es nicht gerade mobil ist wird‘s unter Dach mit Wohnzimmermöbeln außen rum eben immobil… Typisch Neuseeland, würde ich mal wieder sagen… 

Und denkt angesichts des heutigen Datums und dieses haltbaren Beach – Weihnachtsbaumes dran: In 9 Monaten ist schon wieder Weihnachten….


23.03.2020 
Tja, da Emirates und andere Gesellschaften weitgehend den Flugbetrieb eingestellt haben kann ich meine Rückreisepläne wohl zunächst canceln. Am Flughafen Auckland gibt es lange Schlangen nur  von Reisenden, die für den jeweiligen Tag am Eingang ein Ticket vorweisen können….Sonst  bekommt auch niemand Zugang.  Innen  sind  ansonsten  alle sonstigen Services eingestellt.

So ergab wenigstens erstmals auch die Gelegenheit, Auckland einen kurzen Besuch abzustatten. Im Hintergrund bei regnerischem Wetter die Skyline.
So leid mir‘s tut: Diese  Stadt und ich werden wohl keine große Liebe. Mag unfair sein und am Wetter oder den Umständen liegen. Fand im Vorbei- und Durchfahren nichts, wo ich unbedingt nochmals hin wollte. Oder ich bin schon zu sehr an die Ruhe der Natur, die kleinen sympathischen Örtchen oder die tollen Landschaften gewöhnt…. Die gibt es in der Umgebung durchaus aber auch. Berühmt sind die schwarzen Lavastrände im Westen Aucklands bei  Karekare. 

Deutsche Strassenmeistereien  hätten wohl ihr liebes Problem mit derart kreativen Lösungen, wenn quer über die Strasse ein Baum umfällt. Dann fährt man eben weiterhin unten durch. Aber genau das macht wohl auch den Charme der Neuseeländer aus…


Da Pferde und ich ein nicht ganz ungestörtes Verhältnis haben wurde mein Strandspaziergang (ohne Regen!) zu Fuß absolviert…. 

Soweit einige Impressionen und Infos zum heutigen Tag. Ach so: Diese nicht ganz jugendfreie Statue fand ich auch noch in den Wāitakere Ranges…. Bis morgen….


22.03.2020 Sonntag. 
Wer hat, lässt sein Boot zu Wasser und genießt die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen. Langsam  dürfte es dann  herbstlicher werden.  Mitte März  gilt hier „offiziell“ als Herbstbeginn… 

Das öffentliche Leben geht ansonsten ziemlich normal weiter. Dennoch ergreift die Regierung Corona – Maßnahmen. Großveranstaltungen wie die Rugby- Liga sind auch abgesagt. Schade. Auf Empfehlung von der Schwäbischen Alb hätte ich ja gerne noch ein Spiel angeguckt. Seit gestern müssen in Restaurants übrigens Blätter mit den persönlichen Daten wie Adresse etc. ausgefüllt werden…

Im Übrigen gelten die üblichen Empfehlungen wie Händewaschen etc. Richtig strikt sind allerdings die Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten riesigen Kauri – Urbäume (siehe Eintrag  vom 14.03.An den Trails in die Schutzgebiete finden sich Desinfektionsanlagen zur Schuhreinigung. Das Thema nimmt man hier richtig ernst. Man stelle sich das bei uns an Waldwegen vor…. Aber wer weiß: Wenn‘s so weitergeht ist das im öffentlichen Raum sogar die Zukunft? Apropos Zukunft: Habe heute meinen letzten Campingplatz vor Auckland bezogen. Hübsch und klein… Bisher ohne Tierwelt wie Möwen etc. Dafür  mit  kleinem  Pool. Von hier komme ich auch relativ rasch an den Flughafen, um neueste Infos zu meiner Fliegerei via Dubai zu erhalten. Schließlich habe ich keine Lust, dort drei Nächte am Flughafen zu verbringen. Euch einen schönen Sonntag.

21.03.2020  Mal etwas Zoologie heute: Zum bekanntesten Tier auf Neuseeland gehört ja das/die/der Kiwi. Diese flugunfähigen Vögel sind, wie leider viele Tier- und Pflanzenarten in Neuseeland, stark bedroht. „Eingeschleppte“ Tiere wie Hunde, Katzen, das australische Possum und natürlich hinzukommend der Straßenverkehr machen ihnen das Leben echt schwer. Zuchtstationen gibt es beispielsweise auf einigen abgeschotteten Inseln.  Unwahrscheinlich ist, dass man eines der scheuen und nur nachtaktiven Tiere zu einem Foto überreden kann. Deshalb habe ich heute in Whangarei welche in „Gefangenschaft“ besucht.

Mit großem Aufwand wird hier in einem „Nachttierhaus“ ein Pärchen gehalten. Trotz der Größe der Anlage, durch die man sich an schwachen Leuchtstreifen entlangtastet, können nicht mehr gehalten werden. Denn untereinander mögen es die gefiederten Revierplatzhirsche nicht, kommt noch jemand ins Gehege. Wegen der Dunkelheit konnte ich sie dessen ungeachtet auch in diesem Refugium nicht fotografieren. Es wäre sinnlos und Blitzlicht ist logischerweise streng verboten. Aber immerhin habe ich einen gesehen. Ausgestopft sehen Kiwis so aus (im Verhältnis zu ihrer Größe, ungefähr wie ein sehr großes Huhn, legen sie riesige Eier)….Ein lustiges Aussehen kann man ihnen auch nicht absprechen 😉 

Und noch ein interessantes Tier gab es zu besichtigen. Dieses scheue Wesen begab sich freundlicherweise zum Fototermin aus der Höhle. Nachgewiesenermaßen lebte es bereits vor 250 Millionen Jahren. Respekt! Außer Moskitos ist das Tuatara wohl die einzige Tierart, die schon zu Zeiten der Dinosaurier und nur auf Neuseeland auf der Erde weilte…. Auch diesen rund 30 cm langen  „Minidrachen“ werden von der neuseeländischen Naturschutzbehörde eigene Inseln ohne tierische Feinde zur Verfügung gestellt.

Dass das Kiwi übrigens auch sonst die Kreativität anregt beweist dieser „Kiwiboy“. Na ja. Das tierische Original erscheint mir gelungener…. Aber man sieht: Es gibt nicht nur Strand, sondern auch sonst was zu besichtigen….  Morgen geht‘s weiter… 


20.03.2020 
 Baue das Zelt ab und meine reizende Zeltmöwe plustert sich auf, meckert und piepst erbärmlich. Motto: Lass’ mich hier nicht hängen….

Tja, meine Liebe. Schluss mit morgendlichen und abendlichen  Rosmarin- und Garlic – Crackern. Ab zu den Verwandten am Strand und künftig auf artgerechte gesunde Ernährung achten! Ansonsten geht’s für mich jetzt wieder in dichter besiedelte Gebiete Richtung Whangarei , der größten Stadt im Northland, was sicher auch die Straßen- und  WLAN – Situation wieder verbessert.

Allerdings will ich da auch eine Lanze brechen: In kleinsten Käffern gibt’s dann doch Bibliotheken und Wifi. 

Und wenn das Ding gerade geschlossen hat steht das Passwort außen im Fenster. Was sind  wir für ein Entwicklungsland……

Ansonsten sind die in vielen Reiseführern erwähnten spektakulären Falls von Whangarei vor einer dunklen Basaltwand im trockenen Sommer bestenfalls “Rinnsale”. Die Ente findet’s wohl zum Davonlaufen…

Unweit davon wurden in Erinnerung an die 50 Opfer des rechten Terroranschlags von Christchurch 50 Bäume gepflanzt. Ein schöner Akt der Solidarität.

Dann für heute mal gute Nacht nach Deutschland. Passt auf Euch auf!

19.03.2020 Zweiter Strandtag. Aber langsam wird es hier eng. In unmittelbarer Nähe zu mir hat sich an „meinem“ Strand ein Angler niedergelassen. Unglaublich, dass die Leute keinen Abstand halten können… 😂  Bald  sitzt er noch auf meinem Handtuch….

Spaß beiseite: Diese Karikari Peninsula ist in ihrer Weite und Einsamkeit wirklich zum Verlieben. Aber morgen geht’s wieder weiter Richtung Auckland. Sind von hier immerhin 360 Kilometer, die ich auf ein oder zwei Stationen aufteile. Durchbrettern ist nicht nötig. Ein paar Tage stehen ja noch zur Verfügung. Und schließlich will ich von Auckland auch noch was sehen und dort vor allem den Rückflug klären.

18.03.2020 Angesichts der Nachrichten von zu Hause macht es natürlich auch hier weniger Spaß. Selbst im Dorf ist jetzt das Virus aufgetaucht. Dennoch berichte ich selbstverständlich weiter, auch wenn andere leider andere Sorgen haben….  Ich bin bisher bezüglich meiner Rückkehr nicht betroffen. Aber das kann sich angesichts des Flugchaos jeden Tag ändern. Mein Reisebüro hat schon gefragt, ob ich bei Bedarf als „Krisenhelfer“ zur Verfügung stünde. Selbstverständlich, sollte es erforderlich sein. Bis dahin „business as usual…“ Habt eine gute und gesunde Woche….

Der erste Blick aus dem Zelt heute Morgen ersetzt jeden Wetterbericht…. Auch frühe Besucher(innen) stellen sich ein…


Angesichts dieses Wetters ist Picknick am Strand angesagt (sehr viel mehr als Strand bietet die Karikari – Peninsula auch nicht). Davon aber jede Menge. Nach meinem Schrittzähler umfasst „meine“ Bucht  ca. 4 Kilometer. Außer mir sehe ich nur noch ein paar Angler…. Petri Heil…. Er war erfolgreich…. Snapper gehören wohl zu  den  Barschverwandten.

Ich begnüge mich mit Strandspaziergang… 😉 

17.03.2020 Meiner gestrigen Anregung an die Natur, nicht nur graue Wolken zu produzieren, sondern  auch mal vernünftig abzuregnen, wurde tatsächlich vollinhaltlich entsprochen. Jetzt hat‘s In der Nacht erfreulicherweise mal 12 Stunden am Stück kräftig geschüttet. Das hilft dem Grundwasser hier auch noch nicht, aber immerhin. Es war wohl ein total trockener Sommer in Neuseeland und überall gibt‘s Aufrufe, Wasser zu sparen. Mach’ ich. Fahre jetzt zu einem Natur – Campingplatz ohne Dusche. Solche Plätze sind hier unter der Regie der Naturschutzbehörde und in der Regel in Schutzgebieten an den schönsten Stellen. Wie gesagt schön, aber ohne Komfort. Da muss dem Naturburschen dann halt der Pazifik und das Bad in den Wellen genügen 😉 

Ansonsten hat die Corona – Krise jetzt auch Neuseeland erreicht. Seit gestern gibt es laut Presse Einreisebeschränkungen. Na ja. Wieder mal Dusel gehabt. Bin ja schon da. Wird nur interessant wie ich zurückkomme… Dubai, mein Drehkreuz, ist aber noch offen… 


Jetzt geht’s aber erstmal an den Strand und denke, wieder bei  Sonnenschein, über die Probleme der Welt nach…. Apropos Strand: Der und mein neuer Campground sind auf der wunderschönen Karikari – Peninsula reichlich WLAN- befreit. Sollte ich nicht fündig werden, muss ich mich etwas rar machen. Bitte um Verständnis. Aber den Strand (links wie rechts) kann man doch mal gegen etwas Internet- Präsenz eintauschen… Oder… ?….. 😉

PS: Was ne Möwe ist, die mich gerade besuchte und furchtbar bettelt,  weiß ich natürlich. Aber das Geflügel  mit dem roten Horn über dem Schnabel und den langen Beinen im Hintergrund war mir bisher nicht bekannt. Hat jemand ne Idee?

 16.03.2020 Upps… heute ist ein richtig grauer Montag in Russell. Kein Vergleich zum Wetter der letzten Tage und beim gestrigen Segelausflug…. Das Grau finde ich allerdings ziemlich sinnlos, wenn es nicht auch mal regnet. Wenn schon, denn schon, bitte…. Aber auch mit neuen Fotos ist das trotz hübscher Gegend also heute nicht so der Bringer. Zum Beweis (wer will sowas wie nachstehend schon angucken. Erinnert ja an tristen deutschen November, allerdings hier wenigstens bei 21° und in kurzen Hosen):

Natürlich kann man sich dann auch mal in interessanten geschlossenen Räumen aufhalten (bin ich ja kaum mehr gewohnt)… Sehr schön ist dieser Maori – Versammlungsort mit vielen Schnitzereien (vor Eintritt Schuhe ausziehen!!! ). Mit den (ebenfalls zugewanderten) Ureinwohnern und deren Kultur will ich mich aber zum Schluss der Tour in Auckland dann noch intensiver beschäftigen….

Also liebe Natur: Hiermit wird meinerseits zunächst Regen  (bevorzugt in der Nacht) oder ein Wetter wie sonst bestellt…. Morgen gibt‘s dann wetterunabhängig übrigens  wieder  eine  Ortsverlagerung….Ich  bleibe  allerdings  noch  etwas  im  Norden  der  Nordinsel)…. 15.03.2020 Wie ist das bei Euch? Ich zumindest fuhr noch nie auf einem größeren Segelschiff. Höchste Zeit also für einen spontanen kleinen Törn, nachdem ich den Zweimaster im Hafen liegen sah…. In der Bay of Islands bei Russell bietet sich das Segeln sogar historisch an. Denn hier landeten mit den ersten Segelschiffen auch die ersten britischen Missionare und Siedler, auf der anderen Seite (Fährverbindung) entstand in Paihia die erste und  ganz schmucke britische Residenz.

Das beschauliche Okiato, unweit von Russell, wurde 1840 erste Hauptstadt des neuen Staates, kurze Zeit später Auckland (1842),  bis heute Wellington (1862). In der Bay- Gegend knallte es auch erstmals, als Maori zum vierten Mal die britische Fahne vom Hügel holten. 1840 einigte man sich auf eine erste gemeinsame Fahne. Hier an „unserem“ Schiffsmasten zu sehen.
Ansonsten ist Segeln auch viel körperliche Arbeit. Ich verlöre zudem wohl den Überblick über die zahllosen Seile…

Ein netter Ausflug jedenfalls…Volle Fahrt voraus, heißt das wohl….

Und zum historischen Abschluss und zum Landgang nicht ganz unwichtig: In Russell entstand 1847 das erste Restaurant mit Bierausschank. …

Es existiert heute noch, gehört aber wohl in eine gehobene Preiskategorie….  Werde ich morgen prüfen. Heute Abend gibt‘s nur Käse nur Crackern, Blaubeeren und Rotwein…

14.03.2020 Bekanntlich kann ich Geheimdienste (und ähnliche Dienste) nicht wirklich leiden. Ohne Kontrolle machen sie auch Politik und verüben Terrorakte. Ein  Beispiel für Letzteres war der Anschlag des französischen Geheimdienstes (DGSE) auf die Rainbow Warrior von Greenpeace im Hafen von Auckland im Jahr 1985. Proteste gegen Atomversuche am pazifischen Muroroa- Atoll sollten so verhindert werden. Das Schiff wurde mittels zweier gezündeter Bomben versenkt. Im untergehenden Schiff verlor der Fotograf Fernando Pereiro R.I.P. sein Leben. An dieses Verbrechen erinnert heute ein Memorial auf einem steilen Hügel der Ansonsten tollen Matauri Bay (Foto unten). Vor dieser Küste fand das Wrack unter Wasser seinen letzten Liegeplatz und ist heute auch das Ziel von Tauchern.

Leider gibt es zum Memorial wenig Hinweisschilder und man muss sich im Holiday Park am Strand durchfragen, wo der anfangs steile Aufstieg dorthin beginnt…

Das Denkmal ist in Form eines Regenbogens gestaltet, an dem die Original – Schiffsschraube angebracht ist:

Ganz andere (Natur-) Denkmale kann man wenige Kilometer entfernt besuchen: Die stark bedrohten imposanten Kauri – Bäume. Der höchste „lebende“ Kauri auf Neuseeland ist bei einem stolzen Stammumfang von 13 Metern über 50 Meter hoch. Alles mögliche Viehzeug gefährdet leider die Existenz der Baumriesen und vor allem ein übler Pilz an den Wurzeln macht ihnen zu schaffen. Der ist sozusagen der Corona – Pilz der Kauris. Die Bäume sollen daher nicht berührt werden und in den Schutzgebieten werden die Schuhe der Wanderer desinfiziert.

Zum Vergleich mal zwei Menschen daneben:

Und dieses Mädchen klettert auf einer ausgestellten alten Baumscheibe herum: 

Die Maori fertigten aus den riesigen Stämmen auch deren Transport,- Zeremonien- und  Kriegskanus. Foto mit freundlicher Genehmigung des Museums „Treaty of Waitangi“ bei Pahia / Bay of Islands.  Einige der beeindruckend langen restaurierten und gut verzierten Kanus sind dort auch zu besichtigen:

Soweit also mein Samstag. Und zu Hause tobt nach allen Infos der Virus und die Hysterie. Bin eigentlich ganz froh, das nur aus der Ferne mitzubekommen… Morgen werde ich die Bay etwas näher inspizieren. Sie ist auch historisch Ursprungsplatz des heutigen Staates Neuseeland. PS: In einer mexikanischen (sic!) Kneipe feiern sie bei irischer Folklore (klasse Band;) in Kerikeri in bester Stimmung gerade den St. Patrick‘s Day. Langweilig wird mein Samstagabend also nicht. Tschüss für heute;)

13.03.2020 (Freitag) Heute fällt der Beitrag relativ kurz aus. Denn ich bin mitten am Tag etwas weintrunken …Das kam so: Meinen netten Gastgebern, immer noch verreist, habe ich eine Flasche Wein gekauft und mit netten Zeilen auf den Küchentisch gestellt. Der Nachbar kam auch wieder vorbei. Wahrscheinlich wollte er nur gucken, ob noch alles steht und schüttete sich angesichts meiner Weinspende fast aus vor Lachen. Er führte mich ins Lager meiner Gastgeber mit großen Mengen an dort gelagerten Flaschen. Die Leute betreiben selbst Weinbau…. Was für ein Schuss in den Ofen…. Also musste ich diverse Proben zu mir nehmen… Hicks…

Fahrtüchtig bin ich jedenfalls nicht mehr… Und bevor ich mit den Herren von der Highway Petrol  mit den hübschen Autos Ärger bekomme setze ich mich heute nicht mehr ans Steuer, teste hier noch ein bisschen und verabschiede mich zunächst… Auf Euer Wohl und einen guten 13…. ! ….

12.03. 2020 Vor genau einem Monat (siehe Eintrag vom 12. Februar) war ich in Bluff, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Heute also nun am anderen Ende im Norden, dem Kap Reinga. Bluff und das Kap liegen von Nord bis Süd exakt 1.452 km auseinander. Das entspricht etwa der Strecke Karlsruhe – Süditalien. Damit hätte ich Neuseeland, natürlich nicht in der „Direttissima“, von Süden nach Norden durchquert. Wie es sich gehört steht am neuseeländischen „Nordkap“, wo die Tasmansee und der südliche Pazifik „zusammenfließen“, dekorativ ein Leuchtturm mit dem obligatorischen Richtungsanzeiger…  

Für die Maori ist das Kap ein heiliger Ort, von dem aus die Seelen der Toten ihre letzte Reise ins Land der Ahnen antreten. Der helle Fleck in der Bildmitte oben ist weniger spirituell: Das sind die grandiosen Giant Sand Dunes kurz vor dem Kap, die auch ein  Treffpunkt für Sandsurfer  sind.. Davor erstreckt sich an der Westküste der wohl berühmteste Strand Neuseelands, der Ninety Mile Beach. Er ist zwar „nur“ 88 Kilometer statt Meilen lang. Das aber tut der Bekanntheit keinen Abbruch. Ich bin zwar kein Fan dieser Riesenstrände, wo Leute auch schon fahrlässig ihre Karre versenkten. Zwischen Ebbe und Flut variiert der Wasserspiegel um immerhin 2 Meter…  Aber ein paar Kilometer legte ich zurück. Natürlich zu Fuß. Alle Mietwagenunternehmen untersagen strikt die Fahrt am Strand. Ansonsten ist es nicht verboten, den Beach als Piste für diverse Fahrzeuge zu nutzen.

11.03.2020 Das Wetter kann sich heute nicht recht entscheiden. Rechts Regen. Links Schauer.

Also fahre ich geradeaus, der blauen Farbe nach, nordwärts in Richtung Kawakawa. Dort musste ich dann mal, was ja außerhalb urologischer Fachkreise nicht unbedingt ein Thema für öffentliche Erörterungen ist. Aber der schöne Ort hat eben, direkt an der Hauptstraße, eine öffentliche Toilette, was natürlich ebenfalls auch andernorts vorkommt.

Aber es ist weltweit die einzige öffentliche Toilette, die kein geringerer Mensch als Friedensreich Hundertwasser (!!) persönlich gestaltet hat. Was ihn dazu bewog, es war sein LETZTES Bauwerk, weiß ich noch nicht. Vielleicht suchte er irgendwann verzweifelt in Kawakawa (Hundertwasser lebte und verstarb auf seiner Farm in Neuseeland) nach einer Toilette. Mich bewog es zumindest, erstmals an einem sonst eher ungewöhnlichen Ort zu fotografieren.

„Sitzungen“ in diesem Ambiente laden doch zu  Kreativität….😀

Und wenn wir schon bei Ambiente sind: Wer nun in Kawakawa war kann auch gleich nach Kerikeri weiterreisen. Auf die historische Bedeutung des Orts zur Zeit der Kolonialisierung  Neuseelands komme ich noch in den nächsten Tagen in einem Gesamtzusammenhang zu sprechen.

Zufällig kam ich aber zunächst an die Adresse eines älteren Ehepaars, das mir nach kurzer Mailanfrage anbot, in seinem Garten gegen einen geringen Unkostenbeitrag beliebig lange mein Zelt aufzuschlagen. Leider seien sie gerade selbst verreist und könnten mich nicht persönlich empfangen. Aber der Nachbar könne mir die Tür zum Haus, zur Dusche und zum WC aufschließen (schon wieder WC, sorry) aufschließen. Er mähte ohnehin gleich den Rasen und dann sollte ich mir ein beliebiges Plätzchen aussuchen. Der „Garten“ entpuppte sich dann eher als Park. Und ich habe somit mein „Basislager“ für die nächsten Tage. Campingdusel würde ich sagen. Oder?

Aber mal ehrlich: Könnte man sich das bei uns gegenüber einem wildfremden Menschen vorstellen? Vergleichbares  erlebe ich  hier aber nicht zum ersten Mal. Besser kann man die freundliche und offene Art der Leute hier kaum  beschreiben….

10.03.2020 Heute ist größerer Waschtag! Sowohl von den Klamotten als auch von Jörg. Da man sich das alles, ohne viel Phantasie, sehr gut vorstellen kann, sind nähere Ausführungen und auch eine fotografische Dokumentation an dieser Stelle sicher überflüssig. Morgen geht’s dann bereits  in die letzte rund 950-km-Runde der Neuseelandtour: Von Auckland nach Norden, bis es dort eben nicht mehr weitergeht und wieder zurück.  Die Cabin für eine letzte Nacht in Auckland  ist auf dem jetzigen  Campingplatz schon bestellt.

Am 30. 3. muss ich schließlich wieder zurück beim Flieger Richtung Dubai und Heimat sein.. Mein Zelt und alles  sonst hier gekaufte Camping – Zeug bekommt dann eine ärmere Familie mit Kindern, wie ich heute klären konnte. Als Fluggepäck ist es zu aufwändig. Nach Ankündigung dieser guten Tat kann ich nach der Hausarbeit getrost noch an den Pool…. 😉 Bis dann und schönen Tag oder gute Nacht!… PS: Ich agiere hier gelegentlich auch als Vogeldompteur, ersatzweise als Friedensengel: Wenn’s die Tauben so fotogen mitmachen….

09.03.2030 Abschied von Coromandel. Zuvor ging‘s noch per Schlauchboot an der Küste entlang. Nein, ich bin nicht betrunken… Das Foto ist auch nicht schief. Aber in den pazifischen Wellen hat man so ein Gefühl von Achterbahn…. Und ein Stativ hilft da auch nicht 😉

Berühmt sind vor Ort die Caves . Zum Teil kann man sie per Boot erkunden. Oder zu Fuß. Die Cathedral Cove verbindet beispielsweise zwei Strände für Fußgänger…

Unten jetzt noch ein „gerades“ Foto von der  ist ihren Formationen schon beeindruckenden Bay. Außen Brecher, innen total friedlich zum entspannten Paddeln, Spazieren oder Baden.


08.03. 2020 Internationaler Frauentag. Ist hier nicht wirklich ein Thema und bekannt. Allerdings gilt Neuseeland als das Land, das als ERSTES zunächst das aktive  Frauenwahlrecht einführte.

Doch zurück zur Halbinsel, wo ich seit gestern bin. Außer ihrem Entdecker James Cook hat sie noch ein paar  Besonderheiten, die „entdeckt“, wer auf den kurvenreichen Straßen, teilweise nicht asphaltiert, entlang der Küste oder über die 
Coromandel Range unterwegs ist. Berühmt ist der Hotwater Beach. Der zählt nun nicht zu den einsamen Stränden, die ich bisher aufsuchte. Zumal nicht an einem Sonntag bei schönem Wetter. Wer sich eine Schaufel mitbringt gräbt an entsprechenden Stellen einfach ein Loch und legt sich ins Tiedewasser, das sich vulkanisch sofort gut aufheizt und an einigen Stellen am Hintern sogar (zu) heiss werden soll, wenn man nicht aufpasst. Spannend! Offensichtlich ein Heidenspass für junge Leute …

Im Übrigen gönne ich mir heute Abend die hiesigen und wirklich leckeren riesigen grünen Muscheln in Weissweinsauce mit Garlic – Bread….;) Auf Anregung unserer lieben Alla aus Mogilev/ Weißrussland stoße ich aus Anlass des Frauentags zum Ausklang mit einem Sauvignon Blanc aus der Gegend natürlich noch auf die Frauen an…. Insbesondere natürlich auf Irmgard zu Hause…. 

07.03.2020 Reisetag zur Coromandel – Peninsula. Mal sehen, was es Hübsches zu entdecken gibt. Aber allein der Begriff Coromandel hat mir gut gefallen. Der erste Eindruck macht schon Laune…

Auf der Fahrt dorthin ging’s an alten Goldgräberplätzen vorbei. Die Überreste liegen noch in der Gegend rum…

An der Ostküste der Halbinsel liegt Cooks Bay. Jener Ort, an dem James Cook, der Entdecker Neuseelands, mit seiner Endeavour anlegte. Gut bekommen ist das weder den Maori noch der Natur. Aber das britische Empire hatte sich wieder weiter vergrößert. Immerhin ist die Bucht von wirklicher Schönheit. Dort hätte ich auch angelegt…. 

06.03.2020 Heureka! Ich habe ihn heute bei einem Waldspaziergang am Rande des berühmten Ortes Matata an der Bay of Plenty entdeckt: Den berühmten Stairway to Heaven. Das hätte uns Led Zeppelin aber auch schon früher sagen müssen :)-

Ansonsten sind hier eher kilometerlange Strandspaziergänge angesagt….Der eine oder andere Typ nimmt auch das Auto. Es sollen bei Flut auch schon welche steckengeblieben sein, was ich fotografisch nicht ohne Schadenfreude begleitete… 😉 Dem hier ist nichts passiert. Aber Autos am Strand finde ich grundsätzlich nervig…. (Foto fehlt noch)

Die Bay ist übrigens auch Kiwi – (Anbau-)Region. Also besuchte ich heute eine Plantage. Auch wenn Neuseeland nicht mehr Hauptexporteur ist, gibt es jede Menge Anbauflächen….

Nicht nur Kiwis, auch Blaubeeren werden in der Region angepflanzt. Obgleich die Saison jetzt zu Ende ist, waren natürlich noch welche (auch in Form von sehr gutem Eis) erhältlich ….

05.03.2020  Noch immer Probleme mit der Seite, aber wenigstens geht‘s hier weiter. Unter den Augen des noch etwas verschlafenen Rudolph, der aber wohl ein Weibchen sein soll, habe ich im dampfenden Tal (siehe noch die alte Seite) und bei der ganzen Menagerie heute früh mein Zelt abgebrochen. Ich finde übrigens, Alpakas haben etwas sehr Gelassenes an sich…

Es geht  weiter Richtung Ostküste. Die Fahrt verläuft durch landschaftlich nicht sonderlich spektakuläre und eher flache Gegenden. Aber die Bay of Plenty als nächstes Ziel soll von weißen Sandstränden und mildem Klima gekennzeichnet sein. Sie gilt eher als die Feriengegend der Neuseeländer selbst. Entsprechend ruhig ist es verkehrsmässig jetzt ausserhalb der Hauptferienzeit. Im offenen Meer innerhalb der Bay  liegt übrigens  White Island, jene Vulkaninsel, auf der bei einer Dampfexplosion im Dezember 2019 mindestens 17 Touristen starben.

Weniger dramatisch ist hier an Land wohl die Hauptadresse der Kiwi – Plantagen. Also gibt es morgen sicher eher was zu berichten. Denn Kiwis als Früchte und kilometerlange Strände sind zweifellos Neuseeland- Klassiker. Heute habe ich nach der Fahrerei aber nur noch eine neue Flasche Pinot Noir gekauft und das Zelt aufgebaut. Für zwei, drei Nächte gibt es wieder viel Platz für Tauss. Auch im kleinen Pool.  👋.

04.O3.2020  Deal mit Frau Huhn, die mir stolz ihren Nachwuchs präsentiert: Sie bekommt von meinem Müsli ab und ich erhalte Eier:

Es wird wettermässig etwas trüb, vermutlich auch gleich regnen (Nachtrag: Es wurde ein richtiger Platzregen, aber das hier gekaufte billige Zelt hielt sich gut). Also bietet das Wetter eine gute Gelegenheit, ins nicht weit entfernte Taupo zu fahren, um in der dortigen hübschen Bibliothek wenigstens stabiles und kostenloses WLAN zu haben. Diese große Library hat fast was von Bürgerhaus. In einer Ecke Senioren am Computer, zwei Ecken weiter singende Kinder… Nett 😉

Zu Taupo gehört vor allem der Taupo See. Mit 600 km2 ist er der größte See Neuseelands, größer als der Bodensee. Das Besondere: Es ist nicht nur ein See, sondern der Krater von einem der drei Supervulkane dieser Welt (ähnlich Yosemite in den USA). Seine Explosion löste schon einmal eine erhebliche globale Katastrophe aus. Ein Ausbruch wird zwar nicht befürchtet, aber das Ding wird schon überwacht. Schon ein Erdbeben könnte erhebliche Tsunami – Wellen mit schlimmen Folgen für die dicht besiedelte Region auslösen. Denkt man nicht, so friedlich wie der Kratersee daliegt….

Das Bild unten war das gestrige Abschlussfoto von Orakei Korako, das dann leider verschwand. Die Farben fand ich schon irre….

03. 03.2020 Ein paar technische Probleme…. Seit gestern wurden auf der bisherigen Seite Neuseeland / Bali 2020 keine neuen Fotos mehr angezeigt. Deshalb diese neue Seite… Sorry….