Weltreise Teil 3: Costa Rica 2022

24. 1. Blockade
Heute ist wieder mal ein weiterer Reisetag. Das dürfte also ein paar Stunden im Auto auf der Straße bedeuten. Zunächst steht mir auch noch  eine gut organisierte gestaffelte Strassenblockade im Weg:

Das weiße Zentrum entschließt sich aber, nach einiger Zeit der Verhandlung, dann  doch friedlich links vorbeizuziehen. Zwar brummig, aber immerhin;)

Die Fahrt geht vorbei an typischen Siedlungen am Fluss oder entlang der Straße…

Hier nähert man  sich einer Dorfschule:  Maximale  Geschwindigkeiten dort einheitlich 25 km/h. Sinnvoll.

Allerdings sind gegenwärtig Sommerferien und entsprechend ist es ruhig. Auch der Rektor war nicht da, um obligatorisch die Stundenpläne für die Zeit danach vorzubereiten. So entfiel mit ihm auch ein vertiefendes bildungspolitisches Gespräch. Die Klassenzimmer  waren natürlich auch abgeschlossen und so blieb mir nur das Foto vom „Pausenhof“:


Ansonsten ergibt sich hier die spannende (Verkehrs-)Rechtsfrage, ob eine Handynutzung auf dem Pferd zulässig ist. Oder muss das Pferd vollkommen zum Stillstand kommen?

Solchen wichtigen Fragen widme ich mich aber erst morgen. Ich bin nämlich an meinem nächsten „botanischen Garten“ angekommen. Auch diese Wildnis inspiziere ich erst später. Leider hat mein neues Zimmer dieses Mal keine gemütliche Terrasse. Gleich ums Ecke soll es dafür aber „wenigstens“ einen Pool geben. Den werde ich also evtl. noch vor Sonnenuntergang nutzen. Schließlich habe auch ich jetzt mal „Sommerferien“. Wünsche daher eine schöne Woche. Mit oder ohne Pool;)   😀

PS: Habe den Pool gefunden. Hatte ihn sogar für mich… 😉 Klein, aber ausreichend… Und viel Vogelgezwitscher außen rum…

23.1. Sonntag- gemütlich und ganz informativ

Heute bisher zwei Besucher gehabt: Dieser bunte Geselle (fragt nicht, wie das Vögelchen heißt) war leider etwas zappelig und somit unscharf aber hübsch.

Auch Otto , der alte Bewacher der Lodge, schaute vorbei: OK: ihn habe ich, nachdem er mal kurz bellte, mit einigen Leckerlis schon neulich korrumpiert.
Dass Kokusnüsse  ein preiswertes Getränk darstellen, hatte  ich schonmal erwähnt. Ohne Fleiß kein Preis: Also bin ich Freund Christian bei der Kokusnussernte behilflich. Bewährte Arbeitsteilung: Er erntet und knackt die Nüsse, ich fotografiere und er freut sich, dass ich auch nen Neffen dieses Namens habe.

Der junge Mann stammt von hier, spricht Englisch, und so kann man ihn mal etwas zu der Gegend und anderen Themen ausquetschen, wo mein Touristenspanisch nicht wirklich hilft. Die meisten Leute arbeiten hier in der Landwirtschaft auf Plantagen und eigenen Grundstücken mit etwas Tierhaltung. In der Gegend werden vor allem Mandioca und Piña angebaut. Und tatsächlich hatte ich hier bisher kaum ein Essen, bei dem Maniok und Ananas nicht dabei waren. Andere arbeiten im Tourismus auf den Lodges oder als Guides.

Kinder gehen mindestens 6 Jahre in die Schule. 1949 wurde sogar die Armee abgeschafft, um in Bildung zu investieren. Es gibt renommierte Universitäten. Die Armut ist ein geringeres Problem als in anderen vergleichbaren Ländern. Vor allem in abgelegeneren Gegenden gibt es aber durchaus noch Probleme mit Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen etc.

Allerdings gilt die medizinische Betreuung insgesamt als vergleichbar gut. In Costa Rica ist die Kindersterblichkeit geringer und die durchschnittliche Lebenserwartung höher als in Mittelamerika oder vergleichbaren Staaten. Ich werde versuchen, mich auch zu diesen Themen in den nächsten Wochen schlauer zu machen.

Christian will mir Rote Aras zeigen. Wir starten dazu mit einem kleinen Laster in die Umgebung, wo es welche geben soll.

Langer Rede kurzer Sinn: Wir sahen zwar Aras, aber so weit entfernt, dass man dafür schon ein Teleskop gebraucht hätte. Dafür fotografierte ich eben tropische rote Blümelein am Wegesrand:


Und auch auf diese Rasta Frisur – Pflanze wurde ich warnend hingewiesen. Sie ruft Allergien hervor und wirkt stärker als Juckpulver.  Guter Tip. Mir fallen ein paar Leute als Einsatzgebiet ein… Also Tauss nach Rückkehr nicht ärgern…. hi, hi, hi… :))))) 

Schönen Restsonntag noch!

22.1. Kleine Flusstour mit Überraschung

Es ist schon wieder Samstag und seit gestern Abend bin ich, wie schon berichtet, ganz im Norden des Landes angekommen. Auch hier gibt es einiges zu Gucken. Ehrlich gesagt ist es bequemer, mit dem Boot durch die Gegend zu gondeln, als durchs Gebüsch zu latschen. Dort hat man natürlich auch nette Tierchen zwischen den Beinen. Fast wäre ich gestolpert. Gar nicht scheu…

 Hier bin ich direkt am Rio San Carlos, einem Grenzfluss zu Nicaragua. Der Käpt’n sieht am Ufer Tierleben, bevor man selbst weiß, dass sich da was am Ufer tummelt. 

So sieht man dank dessen geschulten Augen durchaus mehr an..Vögel natürlich auch, aber erstmals diese bizarr wirkenden Leguane . Die erfreuen sich bei den Einheimischen durchaus Beliebtheit, weil sie wohl Mäuse und Ratten vertilgen.

Oder hier ein anderes Exemplar derselben Gattung…

Spannend sind natürlich immer meine geschätzten Krokodile. Die Cocodrilos sind fotogen und rennen nicht weg wenn man sie ansteuert. Hier z.B. liegt eines und verdaut sein Frühstück. Ohne die herumflatternden Geier hätte zumindest ich es nicht bemerkt.

Wenn ein Krokodil frühstückt bleibt für Geier wohl genügend übrig. Die Überraschung ist gelungen. Verspeist war offensichtlich ein unvorsichtiges Kalb worden. Meine Vermutung, es hätte sich um einen Touristen gehandelt, wurde nicht bestätigt. Da es heute wohl nicht mehr spektakulärer wird (armes Kalb 🙁  ) lasse ich‘s mal dabei und wünsche von hier ein schönes Wochenende.. Buen fin de semana ! 

21.1. Der Weg ist bekanntlich das Ziel… 

Bin früh aufgestanden. Heute stand wieder eine längere Fahrt, und zwar ganz in den Norden, auf dem Plan. Will jetzt mal mehr Urwald im Landesinneren „besichtigen“… Und wie üblich hier dauerte die Fahrt wieder wesentlich länger als geplant. Die Zeit- und Entfernungsangaben in Reiseführern korrespondieren selten mit der Realität. Baustellen ohne Ende bremsen zusätzlich aus.  Ich habe mir daher eine eigene Faustregel geschaffen: 100 km „normale“ Straße gleich mindestens drei Stunden Fahrt. Wenn der Asphalt endet wird’s natürlich noch langsamer 😉 

Nach der Küste kommt man durch diverse Plantagegegenden. Was da wächst  muss ich noch rausfinden… (Upgrade: es sind Piñas, also Ananas)…. 

Dann endet Richtung der unbewohnteren Gebiete der Asphalt. Holzhäuser prägen das Bild. Und eine hügligere Landschaft.

Die Landschaft gefällt mir gut… 😉 Und bevor es dunkel wird rasch noch ein Suchbild von meiner „Villa“ in der Öko- Lodge (hinter dem Grün). Auf der Terrasse hat‘s WLAN. Insofern stehen morgen Infos von ersten Exkursionen hoffentlich nichts im Weg… Guten Abend. Bei Euch im „fernen“ Osten von hier aus ist schon Mitternacht vorbei. Also gute Nacht.


PS: Zum Abschied in
Cahuita brachte eine nette Nachbarin gestern Abend noch rote Bananen aus ihrem Garten vorbei. Habe ich auch noch nicht gesehen. Aber sehr schmackhaft! Die Dame ist Österreicherin und lebt seit über 30 Jahren in Costa Rica.

20. 1. Was zum Thema Verkehr 

Heute gondelte ich mal am Meer entlang. Erfreulicherweise wurde es nicht hübscher als dort, wo ich derzeit bereits bin. Aber die karibische Küste verändert sich auch nicht an jeder Ecke. Viele Strände sind mir persönlich aber zu nahe an der (Haupt-) Straße, was natürlich dann praktisch ist, wenn man mit Kind und Kegel, Surfbrettern etc. hinfährt.

Im Nationalpark bei mir um die Ecke ist es da wesentlich ruhiger. Und man kann nur zu Fuß und nicht mit dem Auto hin…;) 

Bei der Gelegenheit was zum Verkehr. Man fährt RECHTS. Die Höchstgeschwindigkeit ist 80 auf allen außerörtlichen Straßen. Bei 20 über den Durst kostet es 600 US- $ und der Führerschein ist weg.

Innerhalb der Ortschaften  sind’s max. 50, oft aber 40, 30, 25… Man muss schauen. Die größeren Verbindungsstraßen sind nach meiner bisherigen Feststellung in ganz ordentlichem Zustand. Brücken sind in der Regel einspurig. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ansonsten sind die Straßen oft eher schlecht. Neben den unbeleuchteten Fahrrädern, Fußgängern etc. landet man Nachts schnell in Löchern. Unten ein kleines Beispiel in einer „Hauptstrasse“ im Dorf. Im Dunklen sah ich’s kaum und es hörte sich bei meiner Anfahrt an, als sei die ganze Karre bereits kaputt. Nachtfahrten vermeide ich daher. Leider war die Ausnahme unvermeidlich,

Ansonsten wird man freundlich darauf hingewiesen, man solle doch bitte auf Kinder, Affen, Vögel, Pumas, Faultiere (!) etc. achten. Alles klar! Mache ich doch und fahre faultiergerecht 😉

Allerdings bin ich heute nicht zu viel durch die Gegend gelatscht und gefahren. Die Zeit vergeht so schnell. Deshalb habe ich heute Nachmittag noch etwas gründlicher am letzten Tag meine 1- Mann-  „Hütte“ genutzt. War wirklich gemütlich. Werde sie vermissen Morgen geht’s weiter. Gespannt, wie‘s dann dort aussieht. Schönen Abend (oder Tag)… 😉

 

19. 1. Datum und Brüllaffen etc. (kleines redigiertes Update mit Brille auf der Nase und funktionierendem WLAN)

Da man wegen der Zeitverschiebung  schon mit den Tagen durcheinander kommt schreibe ich künftig unter dem hiesigen aktuellen Datum, statt „Reisetage“ anzugeben, OK?
Heute war nichts wirklich spektakulär. Zum Thema Lärm komme ich später. Das Wetter ist nicht schlecht.. Warm, aber bewölkt. Und etwas schwül bei um die 30°. Aber  bewölkt ist eben blöd fürs Fotografieren. Wenigstens das Meer ist natürlich da. Aber eben auch eher grau statt karibisch – türkis.  Sogar der eigentlich weiße Strand wirkt eher dunkel….

Also nutze ich jetzt zunächst die Gelegenheit, meine gemütliche Terrasse an der Unterkunft zu präsentieren. Ich habe nicht getestet, ob die Hängematte mein Gewicht aushält. 


Im Bad saß eine dicke Spinne. Unser armer Nachbar H. In Gochze mit seiner Phobie wäre sicher sofort ausgezogen…  Dabei sind über dem Bett gemütliche Insektennetze angebracht.

Übrigens gibt es in Costa Rica eine Art Eichhörner,  die nur dort im äußersten Nordwesten im Regenwald vorkommen soll. So sieht sie aus. Sie sind wesentlich größer als deren Verwandte bei uns im Wald. Ich sah sogar eines der „Hörnchen“, das eine ganze Kokusnuss schleppte..!! Wer gibt sich schon mit Haselnüssen ab?

Brüllaffen , die größte Affenart hierzulande, sind im Gegensatz zu den ruhigen Hörnchen der perfekte Weckdienst. Das Problem ist nur, dass sich die Herren Affen bevorzugt am SEHR frühen Morgen anbrüllen, ums Revier abzustecken… Das Foto ist fast noch eine Nachtaufnahme. Deshalb qualitativ nicht so dolle. Aber laut war‘s wirklich. Als stritte in voller Lautstärke eine muhende Rinderherde.

Aber diese Jungs und Mädels unten waren heute Nacht von nichts und niemand in Sachen Lärm zu schlagen. Man muss sich vorstellen, eine karibische Trommelei runterzuladen, das Fenster zu öffnen und sie mitten in der Nacht in vollster Lautstärke abzuspielen bis die von Nachbarn alarmierte Polizei kommt. Hier kommt nicht die Polizei, sondern die Jugend außenrum wippt mit. Die Kneipe, in der ich saß, konterte übrigens mit infernalischen Techno- Klängen von der anderen Straßenseite …. 😉

 Pura Vida eben…. Wo man hinschaut… 😉

Tag 6 Ein reiner Reisetag

Es regnete  heute in Strömen. Was für ein Dusel gestern;) Bei schönstem Wetter im „Regenwald“. Hier warteten wir auf den Bus ohne Regenwald.. Es trieft dennoch… 😉 

Aber ich habe jetzt auch mein Auto übernommen und konnte auf „eigene Faust“ loslegen. Statt des gebuchten kleinen Jeeps kam eine wesentlich größere 4×4 Karre. Fast zu groß für eine Person. Aber wegen mir…

Trotz größeren Autos ging die Fahrt zu meinem nächsten Zielort nur nervig  voran: Auf 70 km max. 30 Geschwindigkeitsbegrenzung und wegen Baustellen nur im Schrittverkehr Richtung Cahuita (ebenfalls Küste an der karibischen Seite). Mal gespannt. Der Scheibenwischer funktionierte, ich kam aber erst im Dunkeln an. Wie gesagt: Etwas nervig bei den nicht ganz tollen Strassenverhältnissen. Bei Tag sah ich dann, dass ich wenigstens nicht verkehrt gefahren war… Bericht zur Lage folgt 😉

Tag 5 Frühaufsteher… 

Tiere haben hier eine unangenehme Eigenschaft: Egal ob giftig,stechend, bissig oder „nur“ hübsch: Sie stehen offensichtlich gemeinsam sehr früh auf, um zu frühstücken und um einen Höllenlärm zu veranstalten…. Also muss jemand, der sie besuchen will, auch früh aufstehen… Ohne Lärm. In meinem Falle also um 4.45 Uhr (morgens, nicht am Nachmittag)…… Dafür geht dann auch langsam die Sonne auf.

Insofern kann man auch Affen beim Frühsport zusehen:

Andere Tierchen tarnen sich lieber. Ohne Führer rauscht man wohl an 90% der Urwaldbewohner vorbei, ohne zu bemerken, was da so kreucht und fleucht. Wer z. B. sitzt hier im Gebüsch am Ufer? Suchbild:

Ah ja…Dem scharfen Blick des wildniserfahrenen Reisenden entgeht natürlich nichts. Ein Kaiman (gehört familiär zu den Krokodilen) lauert hier auf  Besuch:


Und ansonsten gibt‘s jede Menge mehr oder weniger getarnte und und ungetarnte Vögel:

Oder ganz offen am Ufer, mal farbiger oder auch nicht:

Dass mich dessen ungeachtet Affen anmeckern, kenne ich schon aus Bali. OK. Mal gespannt, was dann passiert, wenn in den nächsten Tagen Brüllaffen auftauchen…

Soweit einige Impressionen aus dem Tortuguero Park.. Ich wechsle den Park. Auf die Schildkröten zur Eiablage am Strand kann ich hier leider nicht mehr warten. Die kommen erst im Juli. Das sprengte Urlaubsbudget und Urlaubsbewilligung. Ab Morgen habe ich dann auch den Mietwagen, um mit der weiteren Rundtour an anderer Stelle zu beginnen…

Tag 4 Die Probleme mit WordPress sind jetzdank gütiger Mithilfe meines Providers und hoffentlich für den Rest der Reise überwunden. Sorry für die Umstände. Es soll ja nicht der Eindruck entstehen, ich frönte hier dem schnöden Leben eines Touristen… Beispielsweise  ging’s z.B. per Boot unter sicher akuter „Lebensgefahr“  direkt in den Dschungel… 😂


Tag 3 (2) Tortuguero 
Heute ein Paar Lektionen gelernt:  Costa Rica ist zwar ein kleines Land. Dennoch braucht man angesichts schmaler Straßen Stunden um von A nach B zu kommen. Deshalb war das Programm reduziert und dennoch nett. Über die Berge ging’s wie geplant an die Küste. Der Nebelwald wird von mir  in einiger demnächst ausführlicher besucht. Es regnete übrigens nicht, was da oben bei Niederschlägen um die 6 Meter (!) durchaus nicht selbstverständlich ist. Davon bezieht das Land sein Wasser und seine Energie…

In Tortuguero, meinem heutigen Ziel, geht fast alles per Boot. Also ging es auf diesem Weg auch ins gleichnamige Dorf.

Hier schnitzte einer Schildkröten aus Mandelschalen. So bin ich jetzt also Eigentümer einer kleinen geschnitzten Schildkröte:

Außerdem schlachtete mir ein anderer eine Kokusnuss. Lecker und gesund (versicherte er mir).

Gesund sei auch der berühmte Mojito. Also trank ich zwei zum halben Preis. Solche Schnäppchen darf man sich nicht entgehen lassen.

Tag 3 fernab von the Länd

Wieder Koffer packen. Heute geht’s wie angekündigt in den äußersten Zipfel im Nordwesten von Costa Rica, fast schon an die Grenze zu Nicaragua. An der karibischen Küste inspiziere ich dort dann den Tortuguero Parque Nacional. Soll eine hübsche und ökologisch sehr wertvolle Gegend sein. Allerdings hat das Land natürlich viele ökologisch wertvolle Ecken mit noch mehr unterschiedlichen Spezien und großer Biodiversität. Hier der gestrige erste riesige Schmetterling:

Jetzt muss ich per Bus und Boot jedoch erstmal an die Küste kommen. Abfahrt ist  nachher bereits um 6.20 Uhr (!!) hiesiger Ortszeit. Wer mich kennt, weiß, dass das nicht gerade meine Zeit ist…. bis später also mit der Fortsetzung vom 3. Tag…

Tag 2 (2)  Museen und Markt… 

Etwas Verständnis für Kultur und Geschichte in einem fremden Land muss ja schon aufgebracht werden. Und gehört selbstverständlich dazu. Meine armen Beine rotieren aber jetzt und der Schrittzähler auch… Der Reihe nach ging’s ins Nationalmuseum , Jademuseum und Goldmuseum .  Danach in die zentrale Markthalle. Es ist ja schon reichlich anstrengend, sich ein touristisches „Pflichtprogramm“ aufzuerlegen… 😉 Interessant ist‘s darüber hinaus. Das Gebäude des Nationalmuseums ist auch recht nett mit einem kleinen integrierten botanischen Garten nebst vielen Schmetterlingen anzuschauen:

Ich beschäftigte mich also mit  den frühen Einwohnern, die so ausgesehen haben sollen:

Es waren aber auch später so wenig „Einheimische“, dass die Spanier wenig Freude an ihrer neuen Kolonie hatten. Man fand kaum Sklaven und auch nicht viel Gold. So richtig reich war Costa Rica auch nicht, sodass es zum Glück fürs Land auch wenig zu rauben gab. Reicher wurde es im 19. Jhd. erst  mit dem Kaffee , der natürlich auch museal eine wichtige Rolle in der Historie spielt. Ebenfalls Jade .Es gab eine frühe und hohe Kultur der Jadeverarbeitung

Gold gab‘s wie gesagt eher spärlich, aber durchaus. Zu besichtigen im Goldmuseum der Nationalbank:

So weit nur ein paar wenige museale Eindrücke. Richtig Betrieb war in der historischen Markthalle, die von den unterschiedlichsten Waren und Lebensmitteln bis zu diversen Gerüchen und Geräuschen alles bietet, was eine südländische Markthalle eben bieten soll: Ich mag die Atmosphäre von alten, engen Markthallen:

Das also war schon Tag 2.  Aber so hübsch es in San José ist: Jetzt freue ich mich auf die freie Natur, wegen der man ja vor allem nach Costa Rica reist. Morgen geht‘s in aller Frühe los an die karibische Küste. Mal gespannt, was mich so an Karibik– Feeling erwartet.

Tag 2 Frühstück. Museen, Rommel und die Brücke in den Kreml

Wow. Irgendwelche Atlantiker machten unsere WOG heute morgen bei Twitter schon zur „dubiosen“ Organisation mit Brücken direkt in den Kreml. Klar: Sicher verschlingt auch mein guter alter Kumpel Wladimir täglich diese kurzen Berichte. Drunter machen es die kalten Krieger in deren russophober Paranoia schon gar nicht mehr. Bei so viel guter Werbung für den Verein schmeckt das Frühstück aber natürlich noch mehr. Reis und Bohnen mag ich allerdings  lieber am Abend, liebe Ticos und Ticas. Da unterscheidet sich mein Geschmack schon von Euch. Ich halte mich daher lieber an Euer wirklich leckeres Obst (Melonen, Ananas etc.), Eier, Käse und natürlich den Costa- Rica Kaffee.

Gleich geht’s wieder auf Tour. Die Leute hier sind wirklich total, entspannt, freundlich hilfsbereit und kommunikativ. Gefällt mir natürlich. Kaum setzt man sich auf eine Bank, nachdem man einen schönen Tag wünschte, ist man auch schon im Gespräch. Gestern fragte mich einer, ob ich Erwin Rommel  gekannt hätte. Also diesen tüchtigen General, den der Hitler umgebracht hätte. Wie alt sehe ich eigentlich aus? Aber er freute sich sehr, dass ich wenigstens dessen Sohnemann, den früheren OB von Stuttgart, Manfred Rommel noch kannte.

So: Mit dieser kurzen Einführung zum Tag verabschiede ich mich zunächst mal wieder und melde mich nach meinem heutigen Rundgang mit einem Teil 2 zum Tagesverlauf mit den Museen. Und was dann eben sonst so passiert ist. PS: Manche Häuser sind übrigens hübsch bunt!

Tag 1 / Teil 2 Stadtbesichtigung 
Wie angekündigt habe ich zunächst die Innenstadt (bei angenehmen Temperaturen um die 25°) hübsch langsam zu Fuß  erkundet. Die Stadt liegt zentral im Hochland auf knapp 1.300 m Höhe. Damit sind die Temperaturen im Mittel wesentlich niederer als an den Küsten. San José ist das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. In seinen verkehrsberuhigten Zonen wirkt es aber eher beschaulich denn großstädtisch  pulsierend. Zunächst ging ich in die falsche Richtung und landete  in einer Art kleiner China- Town, begrüßt vom guten alten Konfuzius… Daran kann natürlich nichts falsch sein.

Hier noch etwas mehr Fußgängerzone ohne Konfuzius. 

Rechts oder links zu gehen ist auch eher egal. Fast alles ballt sich in der eigentlichen Stadtmitte. Eine neoklassizistische Kathedrale, Museen und natürlich der Nationalstolz, das Nationaltheater, finden sich dort.. Mit „La Traviata“ etc. wird es hier aber leider nichts werden. Es sind jetzt im Hochsommer Theaterferien. Außerdem wird noch bis März renoviert…

Die damaligen Bauherren, Kaffeebarone, sparten übrigens nicht an der Innenausstattung. Das Projekt war um 1880 fast pleite und der Staat musste mit einer Sondersteuer einspringen, damit‘s noch was wurde. Kennt man irgendwie auch heutzutage… 😉

Und hier noch die Kathedrale

Ach so: Und das ganz ordentliche costa- ricanische Bier heißt wie? Bavaria.
 Da kann wohl nichts schief gehen… 😉  Bis Morgen. Dann kommen einIge Museen dran.. Prost in die Heimat! Salud ! 


Tag 1 in Costa Rica…..

So: Nach 11 Stunden und 7- stündiger Zeitverschiebung endlich in San José gelandet.  Der Flug von Frankfurt via Frankreich, Atlantik, Karibik nebst Kuba- Überflug verlief fast „ruckelfrei“ und war mit der kulinarischen Darreichung einer vegetarischen Lasagne verbunden. Mit dem Sitznachbarn plauderte ich fachkundig über Fußball und Athen, denn er war Grieche und Fußballer. Ausserdem schmeckt ihm unser „Warsteiner Bier“

Der Flughafen „SJO“ ist für den  großen Ansturm von Reisenden fast zu klein. Denn neben  uns landete noch eine Maschine aus London.  Aber es wurde deshalb gleich vor mir eine neue Wartelinie aufgemacht und so war ich schnell  an den lieben anderen Mitreisenden, inclusive des Freundes aus Griechenland, vorbei. Der Beamte wollte nur meinen Pass und einen Impfnachweis sehen, fragte irgendwas, stempelte, ich meinte in „perfektem“ Spanisch Muchas Gracias und Adios, der Koffer kam auch an (!)  und schon war ich draußen. Ein Dutzend Taxifahrer wollte mich mit freundlichen Worten als Kunden gewinnen.

Allerdings holte mich bereits ein junger Mensch mit Auto von der Reiseorga ab, freute sich übers Trinkgeld und so bin ich durch viel Verkehrsgewimmel also auch noch im Dunkeln inmitten der Hauptstadt angekommen. In den nächsten beiden Tagen steht nun das touristische Pflicht- Programm mit Museen etc. auf der Tagesordnung. Schließlich ist man nicht zum Vergnügen hier… ;))  Das Mietauto übernehme ich dann erst nächste Woche irgendwo an der Karabik- Küste. Also: Alles gut. Bisher Pura Vida ! 

Was es so zu sehen gibt erzähle ich dann am Abend. Aber jetzt erst mal Frühstück. Habt einen schönen Tag.

 

Hier noch die beiden ersten Vorbemerkungen 1 und 2: Liebe Daheimgebliebene, wie „angedroht“ ging es also endlich  los. Je nach funktionierendem WLAN etc. folgen hier dann die Erlebnisse aus einem kleinen Land in der Mitte von Mittelamerika mit dessen Vulkanen, Urwald, Stränden und (hoffentlich) vielen interessanten Menschen und Viechern statt Mücken. Was tagesaktuell so passiert erscheint also immer oben.

Am 13. (wer hätte was gegen Dreizehnte?) geht’s jetzt aber erstmal  endlich los. Zur Beruhigung des schlechten Öko- Fußabdruck- Gewissens habe ich bei Plant-the-Planet bereits über 1.000 Bäume finanziert. Anderswo werden die leider bedenkenlos umgehauen.

Ich freue mich jetzt aber über eventuelle Reisebegleitung und Interesse. In Costa Rica  grüßen sich die Leute laut Reiseführer wohl bei jeder Gelegenheit mit  „Pura Vida“  und wünschen sich damit sinngemäß „Reines (pures) Leben“. Es sei dort auch die übliche Antwort auf die Frage nach dem Befinden und beschreibe das allgemeine Lebensgefühl der „Ticos“. Klingt doch wirklich sehr sympathisch…

Die Redewendung entstammt dem gleichnamigen mexikanischen Film „!Pura Vida!“, der 1956 nach Costa Rica schwappte. Der Hauptdarsteller verwendete die Phrase wohl ständig, obwohl bei ihm im Leben wenig wie geplant und richtig toll lief. Passt doch 😉

Schau‘n wir also mal wie es in den nächsten Wochen dann tatsächlich bei mir so läuft. Wie hierzulande gibt es leider auch dort Einschränkungen wegen wieder ansteigender Corona- Zahlen. Daher wünsche ich Euch und mir somit  „Pura Vida“…. Bleibt gesund. 

1. Tag …..

2. Tag…..

etc.

Hier noch die die ältere Vorbemerkung 1, falls noch jemand erinnerlich ist, dass ich eigentlich eine ganz andere Re8se geplant hatte: Leider hat es wegen meiner Beinchen mit der längeren und lange geplanten Campingtour Chile/ Argentinien, ebenfalls  ab Januar 2022 nun doch nicht geklappt. Erstmals musste ich eine Reiserücktrittversicherung bemühen (ist im Fall der Fälle ihr Geld wert 😉 Ab Mitte Januar 2022 gab es dafür die  tolle, wenngleich zeitlich wesentlich kürzere,  Alternative:

Costa Rica.

Denn das hübsche Ländchen ist ja auch „etwas“ kleiner als Argentinien und Chile zusammen. Es ist ungefähr so groß wie Niedersachsen. Ab 13. 1. gibt es hier dann die Berichte….. Ich freue mich wieder über Eure Reisebegleitung und Solidarität, falls mich die Krokodile fressen wollen….. Um den 18. 2. herum bin ich dann wieder in Gochze…