parkschuetzer.deparkschuetzer.de

Die Kinderporno – Lüge

26. September 2010

Von der Leyen, Malmström, Bosbach, Guttenberg….. Die Liste derer, die sich mit dem Thema Kinderpornografie „im Internet“ profilieren wollen, reisst nicht ab. Hier findet ein populistischer Missbrauch des Missbrauchs von Kindern statt. Es ist meines Erachtens an der Zeit, seriös dagegen zu halten. Von Bundesregierung, BKA und weiten Teilen der Medien ist dies nicht zu erwarten. Ich überlege aus diesem Grunde  ein Vortrags- und/ oder Buchprojekt mit dem Arbeitstitel „Die Kinderporno- Lüge“. Hierzu sammle ich seit geraumer Zeit Material wie Presseveröffentlichungen etc. und biete allen Interessierten, die zum Thema beisteuern können und wollen, die Mitwirkung an. Dies kann – bei Insiderinformationen – auch anonym geschehen.

Da meine guten Freunde bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe aber sicher gerne einen Widerruf meiner Strafaussetzung zur Bewährung beantragen wollen und dies bei unsererer Karlsruher Politjustiz auch zu deren größtem Vergnügen auf fruchtbaren Boden fiele, dürfen dies in keinem Falle Links mit und zu zu kinderpornografischem Material sein. Vielmehr geht es bei dem Projekt darum, die Lügen und Vertuschungen von Politik, Justiz, BKA und Teilen der Medien zum Thema Pornografie mit Kindern systematisch zu entlarven. Verbreitungswege und dargebotene Materialen sind mir aus der Zeit meiner Recherchen seit 2007 natürlich zur Genüge bekannt. Besten Dank!

60 Reaktionen zu “Die Kinderporno – Lüge”

  1. useram 27. September 2010 um 00:15 Uhr

    Ich würde mir nen anderen Titel ausdenken. Das klingt viel zu polemisch und nach Verschwörungstheorie a la Udo Ulfkotte.

    Anmerkung tauss: Ist ein Arbeitstitel. Sollte er aber so gehört werden wie der Terrorhysteriker Ulfkotte von der FAZ wäre ja schon etwas gewonnen. Auf grobe Klötze gehören grobe Keile. Dennoch kommt die Überschrift zuletzt 😉

  2. asdam 27. September 2010 um 02:02 Uhr

    Sei vorsichtig – du bist mit dem Thema schonmal auf die klappe gefallen …

    Anmerkung tauss: Es geht nicht um Recherchen in der Szene, sondern um Aufarbeitung falscher Darstellungen.

  3. obkam 27. September 2010 um 07:14 Uhr

    Ich zitiere Sie gerne einmal selber: „Wird es nicht langsam langweilig, immerfort sein eigenes Geschwätz von gestern neu aufzuwärmen?“

  4. Svenam 27. September 2010 um 07:28 Uhr

    @Obk der Unterschied ist aber ob altes Geschwätz at Akta gelegt ist, oder noch im Hinterkopf schwirrt

  5. Gerhardam 27. September 2010 um 08:31 Uhr

    Also was die Sexualisierung der Öffentlichkeit angeht, gebe ich Frau zu Guttenberg recht. Das nervt, das vermittelt Kindern und Teenies falsche Vorbilder. Das Gleiche gilt für Gewalt in Film, Fernsehen und Spielen.
    Ich finde, daß das Maß des Erträglichen da oftmals überschritten wird.
    Und da der innerfamiliäre Jugendschutz nicht so recht funktioniert, muß man sich was anderes überlegen, um Den Nachwuchs vor sowas zu schützen.
    Tabus sind sinnvoll.

    Anmerkung tauss: Selbstverständlich sind Tabus sinnvoll. Dann aber bitte sinnvolle Tabus. Ich bin deshalb pointiert anderer Auffassung. Wenn der innerfamiliäre Jugendschutz nicht funktioniert, kann es der Staat nicht richten. Der Jugendmedienschutz ist, auch was Spiele anlangt, in Deutschland weltweit vorbildlich geregelt. Es bedarf da keiner populistischen Debatten. Komischerweise weisen alle Untersuchungen darauf hin, dass es die „Generation Porno“ mit den entsprechenden Folgen gar nicht gibt, sondern vor allem der Phantasie von Erwachsenen entspringt. Dennoch werden Jugendliche im Gegensatz zu meiner Generation für deren Sexualverhalten bis hin zu Hausdurchsuchungen bei 14- jährigen sogar kriminalisiert. Ansonsten geht es mir aber vordringlich um die völlig falschen Behauptungen der Genannten zum Bereich Pornografie mit Kindern.

  6. vam 27. September 2010 um 12:18 Uhr

    Ich glaube, was asd meinte, ist die Steilvorlage, die Du damit der Hetzpresse lieferst: „Au wei, der wegen Besitz verurteilte Ex-Politiker schreibt ein Buch, in dem er sämtliche aufklärerischen Enthüllungsberichte aller anderen als Lüge diffamiert! Das macht er doch bestimmt nur, um sich selbst nachträglich reinzuwaschen, um von der existierenden Gefahr für die Kinder, für das ganze Land und die FDGO abzulenken und um die KiPo-Konsumenten zu schützen!1!“

    Anmerkung tauss: Diese Gefahr besteht. Es kann auch gerne ein anderer tun. Den sehe ich nur nicht. Ich sehe nur, dass die Verlogenheit der Guttenbergs & Co auf positive Medienresonanz stösst. Insofern ist eine Debatte notwendig, selbst wenn sie wieder zu meinen Lasten ginge. Die bisherige Politjustizposse gegen mich ist allerdings nicht steigerbar;) Steigerbar ist allerdings die Vermittlung von Infos über tatsächliche Sachverhalte.

  7. waveam 27. September 2010 um 12:40 Uhr

    Über den Grund warum Sie die Bilder in Ihrem Besitz hatten kann ich nur mutmassen. Ich hoffe inständig das es tatsächlich nur wegen Recherchen in dieser Szene war.

    Jetzt über dieses Thema ein Buch zu veröffentlichen gibt einen Faden beigeschmackt. Wenn Sie dies tun, sollte es so gut recherchiert sein, dass zumindest unabhänigige Medien keine andere Wahl haben als Ihnen zuzustimmen.
    Ansonsten leisten Sie den Bürgerrechten einen Bärendienst.

    lg

    Anmerkung tauss: Ihre Hoffnung trügt nicht;) Den „faden Beigeschmack“ sehe ich. Andererseits gab es ja genau den Versuch, mich mundtot zu machen. Dessen ungeachtet müssen die Fakten natürlich hieb- und stichfest sein.

    wave

  8. Mathiasam 27. September 2010 um 12:45 Uhr

    nur mal was zur „generation porno“…

    http://www.prosieben.de/stars-lifestyle/news/katy-perry-zu-sexy-in-der-sesame-street-1.2047509/

    … ich hab das video gesehn, und ich weiss echt nich wer sich über das kleidchen aufregen kann, tinkerbell hatte 1953 in peter pan schon weniger an… und das würde keiner seinen kindern verbieten, oder?

  9. Robertam 27. September 2010 um 12:51 Uhr

    Hallo Jörg,

    ich spiele jetzt mal Bildzeitungs-schalgzeilen-automat:
    „Jörg Tauss, Kinderporno vorbestrafter postuliert: ‚alles Lüge‘!“

    Klingelts? Die jetzige Überschrift ist wirklich nicht gut.
    Zumal die reisserischen Zeilen eh an den Leuten vorbeirutschen wie der Krig in Afg. oder der nächste Autobahnunfall.
    Wenn Du schon was schreiben willst, dann personalisiere die Überschrift, greif das Thema ‚persönlich‘ auf. Thematisiere die Menschen die betroffen sind.

    Anmerkung tauss: Wie gesagt: Ein Arbeitstitel, der allerdings die Richtung zeigt.

    m2c

    Grüße

  10. FrankEntam 27. September 2010 um 12:52 Uhr

    Ein sehr gutes Projekt. Aufarbeitungen dieser Art sind wichtig und zahlreich. Hoffentlich gelingt das Vermitteln an den Bundesbürger.
    Daumen hoch und viel Erfolg! :)

    Anmerkung tauss: Danke :)

  11. Marvinam 27. September 2010 um 13:05 Uhr

    INsiderinformationen gibt es dazu bei Wikileaks. Vielleicht hilft es ja.
    http://wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene

  12. Katharinaam 27. September 2010 um 13:25 Uhr

    Das Projekt finde ich gut. Es gibt nicht nur eine Verurteilung Unschuldiger. Ein (vornehmlich) Mann darf heute kaum ein Kind zum Vorlesen mal auf den Schoß nehmen ohne sich Sorgen zu machen, dass dem Kind von übereifrigen ‚Anti-Missbrauch-Mitstreitern‘ gleich schlimmste Erinnerungen eingeredet werden. Kinder brauchen und suche sowohl weibliche als auch männliche Kontakte und Eltern, Verwandte und Kindergärtner sollten ohne ein komisches Gefühl den Kindern diese gewähren können.

    P.S. Zum Thema Guttenberg muss man nur sehen, wann das ‚Engagement‘ der Frau in Bezug auf das Bundestagsmandat des Mannes begann. Keine weiteren Fragen hier.

  13. V.am 27. September 2010 um 13:26 Uhr

    Das Projekt finde ich gut, ebenso den (Arbeits-)Titel. Er soll ja eben Aufmerksamkeit erregen. Die Bild-Schlagzeile von Robert soll ruhig kommen. Je mehr Aufmerksamkeit, desto besser für die Sache (und für die Auflage :-)). Ich kann leider so gar nichts zum Inhalt beitragen, wünsche dir aber ein gutes Gelingen!

  14. Dominikam 27. September 2010 um 14:17 Uhr

    Herr Tauss, das ist ein vielversprechendes Projekt, von dem ich schon lange warte, dass es mal jemand in die Hand nimmt. Kinderpornografie ist nicht gleich Kinderpornografie. Die Ministerin versteht darunter etwas anderes, als Bürger, aber auch als Kenner der Szene, aber auch als viele andere Politiker. Ich hätte da durchaus einiges aus Recherchen zuzusteuern. Unter anderem, dass es keinen Millardenmarkt für Kinderpornografie gibt. Auf welchem Wege wären Ihnen Informationen lieber? E-Mail? Post? Bei einem gemütlichen Kaffee irgendwo in Baden-Württemberg? :)

    Viele Grüße,
    Dominik

    Anmerkung tauss: Mail natürlich am Besten. Aber für Kaffee bin ich auch immer zu haben 😉

  15. netzlabam 27. September 2010 um 17:11 Uhr

    Klingt sehr interessant, wenn Sie sich der Risiken bewusst sind, dann kann das Projekt gut was werden. Ich helfe auch immer gerne, wenn es gewünscht ist. Einfach melden ;).

  16. Stefanam 27. September 2010 um 17:44 Uhr

    Die Problematik liegt ganz anderswo, viel tiefer und die Politik redet dran vorbei. Aber nicht nur die große Politik erfasst das wirkliche Problem nicht, jeder verdreht es in die ihm liebste Richtung, insbesondere die Piraten verdrehen da viel mehr als die großen Parteien und sind sich desen offenbar garnicht bewußt, dass sie genauso danebenliegen.

    A) Das Internet ist keine Zwischenwelt, auch keine andere Welt. Das Internet ist eine komplexe Plattform zur Kommunikation (mittels Austausch digitaler Daten).
    B) Was an Austausch in der nicht digitalen Kommunikation verboten ist, ist auch unter Nutzung des Internets verboten.
    C) Betreffend des nicht digitalen Austausches hat sich über viele Jahrhunderte ein System etabliert, die Verbote durchzusetzen. Grenzschutz und Zoll übernehmen die Aufgabe möglichst viel Verbotenes draußen zu lassen und die Polizei/Staatsanwaltschaft verfolgt diejenigen, welche Verbotenes hereinbekommen haben, bzw. verbotenen Austausch inländisch tätigen.
    D) Das Internet ist im Wesentlichen nicht mit dem Telefon vergleichbar, viel eher mit dem Brief oder Paket. Nur von der technischen Seite betrachte könnte man es mit dem Telefon vergleichen.
    E) Das Internet ist neu. Es ist so neu, dass hier noch nichts dergleichen (vergl. C) ) wirklich etablieren konnte. Die Strafverfolgung dringt langsam ein, ein digitaler Grenzschutz fehlt hingegen vollkommen.

    zu B) Das betrifft nicht nur staatliche Gesetze, sondern auch Verbote von Eltern ihren Kindern gegenüber.
    Allerdings sind sehr viele Eltern nicht nur nicht in der Lage, diese Verbote überhaupt zu überwachen, nein sie wissen nicht einmal, was sie alles verbieten müßten.
    Fast eine gesamte Generation ist mit dieser niemals erlaubten und von keinen Eltern für ihre Kinder gewollten Freiheit aufgewachsen und sieht sie nun als ihr Recht an (ein Großteil der Piraten entspringt dieser Generation). Ein Recht, dass sie sich nie erkämpft haben und somit nie bestand. Denn es gibt in einem regelfreien Raum (in dem digital gesehen viele aufgewachsen sind) weder Recht, noch Unrecht.

    Die große Politik ist aber nicht anders als die Eltern: Planlos über die neue Art der Kommunikation, außer dass sie gemerkt haben, dass sie in der digitalen Kommunikation große Probleme haben ihre Regeln durchzusetzen. Nach diesem „Bemerken“ möchten sie nun so schnell wie möglich, aber ohne das nötige Hintergrundwissen handeln. Unsere Politiker machen keine Panik mit irgendwelchen Hintergrundgedanken, sie selbst sind schlicht panisch.

    Mein Fazit:
    Den Eimer trifft irgendwie keiner, alle werfen dran vorbei, nur die Richtungen sind unterschiedlich. Allerdings kommen wir so nicht weiter.

    Anmerkung tauss: Das Internet spiegelt als „Kommunikationsmaschine“ reale gesellschaftliche Zustände der offline- Welt allenfalls wider und ist kein „regelfreier Raum“. Es trifft auch nicht zu, dass die Strafverfolgung „langsam“ ins Internet eindringt. Vielmehr ist die Überwachung des Internets zwischenzeitlich derart vielgestaltig, dass sie in der realen Welt zu Recht als absurd angesehen würde. Aus dieser Überwachung erwächst zwischenzeitlich eine Bedrohung der Bürgerrechte und der Demokratie insgesamt. Dies allerdings ist in der Tat die Folge von panischen Reaktionen der Politik.

  17. tomam 27. September 2010 um 18:55 Uhr

    Gibts schon, gerade frisch 😉

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Kinderpornographie-im-Netz-kein-grosses-Geschaeft-1097294.html

  18. waveam 27. September 2010 um 19:04 Uhr

    Hier ist die erste Quelle die ich beisteuern kann. 😉

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Kinderpornographie-im-Netz-kein-grosses-Geschaeft-1097294.html

  19. johnnyam 27. September 2010 um 21:36 Uhr

    Tipp: Verwende keinen Gedankenstrich an Stelle eines Bindestrichs. Der Gedankenstrich sieht so aus als wäre ein Doppelpunkt gemeint:

    Die Kinderporno: Lüge

    ergibt nicht so viel Sinn.

  20. Andreasam 27. September 2010 um 21:46 Uhr

    moin auch

    jojo der Millardenmakt mit Kinderpornographie
    lustiges Statement, da müßte ich ja alle Naslang über solche Seiten stolpern
    die Wahrheit ist das ich seit BTX und Internet es nie geschaft habe auf solche Seiten zu stoßen und auch vorher über BBS kannte ich so etwas nicht
    woher bitteschön soll denn da der Milliardenmarkt kommen
    man braucht sich ja eine von der Leyen ja nur mal anzuhören da weiß man das so etwas nur in kranken Köpfen existiert
    ich bin übrigens auch Pirat und auch mit Elektronik großgeworden
    mein erster Computer hatte sage und schreibe 1KB Ram den ich in Maschinensprache programieren mußte
    nach 30 Jahren kann ich nur sagen es gab nie einen rechtfreien Raum schon aus respekt dem anderen gegenüber
    da fehlt einigen Politikern noch viel das aufzuholen

  21. Anonymam 27. September 2010 um 22:05 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss,

    die tausenden Kinderpornoseiten, die das BKA für eine Sperrliste ankündigte, sind NICHT existent. Und somit auch kein „Milliardenmarkt“. Auch die vom BKA erstellte deutsche Sperrliste wird (wie die bisher bekannt gewordenen Sperrlisten anderer Staaten) nur zu etwa 2% TATSÄCHLICH kinderpornografische Seiten beinhalten.
    Ich habe die dänische und australische Liste analysiert: Das Ergebnis deckt sich mit dem der finnischen „Kinderpornoliste“, dessen Inhalt (leider nicht mehr ganz aktuell) sich hier einsehen lässt: http://maraz.kapsi.fi/sisalto-en.html

    Viel Erfolg bei der Aufklärung der Lügen der „Betroffenheitsindustrie“ (das ist wohl eher ein Milliardenmarkt!) sogenannter Kinderschutzvereine, der Schmierenpresse und „gutmeinender“ Politiker und Kriminalisten.

  22. maximilian schreckam 27. September 2010 um 23:14 Uhr

    Die Idee finde ich auf jeden Fall wichtig.

    Bitte gestatten Sie mir eine kleine Anregung wie man das Thema vielleicht etwas besser anpacken kann.

    Was mit den Kinderpornos passiert ist praktisch nur Symptom einer recht schockierenden Auffassung von Politik und Medien, wie Informationen und Themen gezielt für Stimmungsmache missbraucht werden.

    Zu nennen sind da unter anderem:

    – Kinderpronographie und Pornographie im Allgemeinen
    – Killer-Computerspiele
    – Terrorismus und Religiöser Fanatismus
    – Urheberrechte

    Beim zusammentragen von Nachrichtenmeldungen in den letzten 7 Jahren, fällt extrem auf, dass regelmäßig der gleiche Personenkreis versucht mit diesen Themengebieten, gern auch wild vermischt, Forderungen durchzusetzen, welche mit Demokratischen Werten wirklich gar nichts mehr zu tun haben.

    Daraus ergeben sich in meinem Augen 2 große Hauptprobleme:

    Die Themen die unbestritten reale Probleme sind, die einer Lösung bedürfen, ( Spiele und Porno zumindest in Bezug auf Minderjährige ) werden dabei massiv beschädigt.

    Die Themen werden mit einer mit gesunden Menschenverstand nicht tragbaren konservativen Ideologie verseucht, und als Waffe missbraucht.

    Das führt damit unmittelbar zu einer Abwehrhaltung da die Themen plötzlich mit einem totalitären Überwachungs- und Zensurstaat gleichgesetzt werden.

    Eine sinnvolle Behandlung der Themen, wird dadurch erschwert, wenn nicht sogar verhindert.

    Das 2te Problem ist die Selbstdemontage der Politik durch das verbreiten derartiger offensichtlicher Lügen.

    Für einen kritischen Beobachter, ist es schwer zu übersehen, dass Politiker praktisch ungestraft Lügen dürfen um unethische Gesetze, die nicht selten mit dem Grundgesetzt kollidieren, zu fordern.

    Um dem die Krone aufzusetzen blitzt bei solchen Aktionen auch oft genug die Handschrift irgend eines Lobbyverbandes durch, welcher auf die Generierung neuer Geschäftsfelder spekuliert.

    Problematisch dabei ist, dass diese Entwicklung nicht nur von einer Gruppe getragen wird, sondern von einer ganzen Reihen von Interessensgruppen mit unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Zielen.

    Zumindest ist das der Eindruck der mit in den letzten Jahren in diesem Land vermittelt wurde.

    Daher bin ich der Meinung das eine Fokussierung auf das Kipo Thema alleine nicht zielführend wäre.
    Zum einen ist das ein extrem kritisches Thema, das sehr viele Flanken für polemische Angriffe offen lässt.
    Kipos eröffnen die Möglichkeit das ganze zu zerreisen, ohne die Notwendigkeit sich damit auseinander zu setzen.

    Kipos betreffen fast alle Menschen in Deutschland nur auf eine aktionistische Weise, bei der oft genug der Zweck die Mittel heiligt.
    Ein direkter Angriff gegen „die Menschen die wenigstens was tun“ ist strategisch also vermutlich Selbstmord.

    Erst muss die Handlungsweise und die Motivation dieser Menschen demontiert werden mit Themen welche Zielgruppe auch wirklich persönlich negativ berührt.

    Bei den Eskapaden der einiger Politiker dürfte es nicht schwer sein genügend Themen zu finden, welche eine relativ breite Bevölkerungsschicht persönlich nachvollziehen kann. ( Wichtig ist dabei auch eine Zielgruppe ins Auge zu fassen, bei der man nicht von vornherein davon ausgehen kann, dass sie in dem Buch mehr Bestätigungen als wirklich neuen Informationen finden wird.)

    Und sobald klar geworden ist wie das System funktioniert, dürften einige (allen wohl nicht) sehr klar werden wie das Thema Kipo (wie viele andere Themen auch) zur Manipulation der Massen missbraucht wurden.

    In der Hoffnung einen kleine Denkanstoß geliefert zu haben.

    Hochachtungsvoll
    Maximilian Schreck

    PS.
    wofür auch immer Sie sich entscheiden,
    Viel Glück und noch mehr Erfolg.

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. ( Das negative an dem Spruch ist nur, dass sie nach dem Sterben dann Tod ist.)

    Anmerkung tauss: Vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Sie decken sich durchaus mit meinen Intentionen

  23. PolarBerndam 27. September 2010 um 23:24 Uhr

    Ein sehr gutes Projekt!
    Würde gerne auch beisteuern.
    Würde mich über Rückmeldung freuen

  24. strangeam 28. September 2010 um 07:29 Uhr

    Sicherlich interessant zu dem Thema:

    heise online – Studie: Kinderpornographie im Netz kein großes Geschäft
    „Ein Fortschrittsbericht der „European Financial Coalition“ (EFC) gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Netz kommt zu dem Ergebnis, dass vom viel beschworenen „Massenmarkt“ für Kinderpornographie im Internet keine Rede sein kann.“
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Kinderpornographie-im-Netz-kein-grosses-Geschaeft-1097294.html

  25. strangeam 28. September 2010 um 07:30 Uhr

    Sorry, da hab ich geschlafen…. das hatte ja schon jemand gepostet

  26. obkam 28. September 2010 um 07:50 Uhr

    „Ein Fortschrittsbericht der “European Financial Coalition” (EFC) gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Netz kommt zu dem Ergebnis, dass vom viel beschworenen “Massenmarkt” für Kinderpornographie im Internet keine Rede sein kann.” Jau – und die sprechen von „kommerziellen Angeboten“ und lassen schnell mal die „nichtkommerziellen Angebote“ außen vor. So kann man sich die Welt auch zurecht biegen und schön reden. Was in P2P-Netzwerken läuft werden die ohnehin nicht kontrollieren. Ich bleibe dabei: Dieses Thema sollte von wirklichen Fachleuten bearbeitet werden und nicht von selbsternannten „Infosammlern“.

    Anmerkung tauss: Der oben stehende Text ist ein Musterbeispiel für das Zurechtbiegen der Welt und sinnlose Scheindebatten. Wirklich erstaunlich, wie selektiv obk die Wirklichkeit wahrnimmt. Selbstverständlich gibt es P2P und auch abgeschottete Foren. Wer hätte das jemals bestritten? Ich bestreite lediglich, dass es im Internet öffentlich frei zugängliche Kinderpornografie gibt, wie dies von der Bundesregierung, UNICEF, BKA und Co. zur Verunsicherung der Öffentlichkeit behauptet wird. Und ich bestreite ferner, dass es den kommerziellen Massenmarkt gibt. Und um den geht es in der öffentlichen Debatte. Erst kürzlich hat Herr Bosbach gesetzgeberische Massnahme wegen des „Milliardengeschäfts“ gefordert und ich habe auch deshalb immer wieder auf den nichtkommerziellen Bereich hingewiesen. Wer sind eigentlich die „wirklichen Fachleute“??? Frau Guttenberg und BILD? Die Lügner von UNICEF und BKA?

  27. bombjackam 28. September 2010 um 10:17 Uhr

    @stephan

    […]B) Was an Austausch in der nicht digitalen Kommunikation verboten ist, ist auch unter Nutzung des Internets verboten.[…]

    Stimmt nicht…

    a) Rechte Meinungen und Co. Verbreitung in den USA legal, bei uns illegal
    b) Zeichnungen, computergenerierte Bilder in den USA (noch) legal, bei uns können sie unter den §184b und §184c StgB fallen..
    c) Film Maladolescenza bei uns fällt er unter den §184b (Besitzverbot) in Österreich ist er (abgesehen von eventuellen Jugendschutzbestimmungen) frei erhältlich.

    […]
    E) Das Internet ist neu. Es ist so neu, dass hier noch nichts dergleichen (vergl. C) ) wirklich etablieren konnte. Die Strafverfolgung dringt langsam ein, ein digitaler Grenzschutz fehlt hingegen vollkommen.
    […]

    Die Strafverfolgung wird an der Struktur des Netzes scheitern vgl. Freenet, I2P und das Zwiebelland. Des Weiteren stelle ich mir die Frage wie straf-würdig die diversen Vergehen, die nur im Netz begangen werden, ohne Spuren im RL zu hinterlassen wirklich sind?

    @Tauss und All:

    Die Sperrdebatte über diese Bilder ist eigentlich nur eine Wiederauflage des Büssow-Komplexes vgl. http://odem.org/informationsfreiheit/o-ton–wieviel-und-was.html

    bombjack

  28. obkam 28. September 2010 um 16:51 Uhr

    „Wirklich erstaunlich, wie selektiv obk die Wirklichkeit wahrnimmt. “ Zum einen bezog sich das Post auf einen konkreten Link und nicht auf eine Ihrer – hier nicht einmal näher genannten – Thesen. Zum anderen zeigt ihre Einlassung lediglich, wie blank ihre Nerven offensichtlich liegen wenn sie alles auf sich beziehen. Und freie Zugänge zu P2P-Netzwerken gibt es wahrlich mehr als nur einen. Selektiv ist lediglich Ihre Wahrnehmung um eine extrem linke Position halten zu können. Offensichtlich geht es Ihnen nicht um sexuelle Übergriffe auf Kinder, sondern um Ihre bereits getroffene Entscheidung in z.B. Sachen Netzneutralität zu der Sie Realitäten schlicht und ergreifend leugnen müssen. Darüber hinaus rechne ich zumindest Sie nicht zu jenen Fachleuten; das ist richtig.

    Anmerkung tauss: „Offensichtlich geht es Ihnen nicht um sexuelle Übergriffe auf Kinder“. Genau diese primitive Holzknüppelargumentation bis hin zu den „blank liegenden Nerven“ und „linker Position“ zeichnet die Guttenbergs, von der Leyens & Co aus, die nicht begreifen (wollen), dass im Netz kein Missbrauch von Kindern stattfindet, sondern vielmehr in der realen offline- Welt. Im übrigen bleibt die Frage offen, wen sie als Fachmann akzeptieren. Ich muss es ja nun wirklich nicht sein ;))) Das wäre von Ihnen allerdings wirklich zu viel verlangt.

  29. Emmyam 28. September 2010 um 18:32 Uhr

    Auf http://www.presseschauer.de/?p=919 gibt es eine schöne chronologische Zusammenfassung der Ereignise vom 2008 – Ende 2009 zum Thema Zugangserschwernisgesetz und dem dazugehörigen Hauptargument „Kinderpornografie im Internet“. Könnte die Recherchearbeit etwas vereinfachen…

  30. Alexanderam 28. September 2010 um 20:16 Uhr

    obk,

    bei den angedachten Massnahmen der Regierung, wie z.B. Netzsperren, ist das Problem doch, das man so bestenfalls (kurzfristig) Zugang zu „statischen Servern“ blockieren kann (mit möglichen Kollateralschäden). Keinesfalls kann man so aber den Zugriff auf „dezentral gelagerten“ Daten in P2P Netzen sperren. Und noch viel weniger ist das möglich, wenn verschlüsselte P2P Netze verwendet werden oder gar solche, die nur geschlossenen Benutzergruppen zugänglich sind.

    Dies zeigt, das Netzsperren nutzlos sind, bzw. schädlich sind.

    Zum Thema Massenmarkt: Annahme: Es gibt einen. Wenn er gross ist (es wird kolpotiert er sei „milliardenschwer“ – also *SEHR* gross), dann müsste man ihn (mehr oder minder) leicht finden.

    Mag sein, das ich den vergangenen knapp 15 Jahren zu wenig in Mailboxnetzen, BTX und Internet unterwegs war, aber ich bin NOCH NIE über Kinderpornographie gestolpert. Und leicht finden lässt sich das, auch dank der zum Teil ja absurden prüderie der Amerikaner und der damit einhergehnden Selbstzensur, „leider“ nicht.

    Was bleibt? Ein Massenmarkt „scheint“ nicht zu existieren. Würde einer existieren, wäre es dann nicht vlt. zielführender zum Beispiel mit Kredikartenunternehmen zusammen zu arbeiten, um so an die Geldströme zu kommen? Kommerziell scheint da also wenig zu laufen.

    Was bleibt #2? Es gibt ganz sicher sogar geschlossene Benutzergruppen die über irgendwelche Netze was austauschen. Zum Beispiel Sackpostnetze… Und selbst wenn’s online sein sollte, so wäre das angedachte Mittel „Netzsperre“ das denkbar falscheste Mittel.

    Alexander

  31. karlam 28. September 2010 um 21:37 Uhr

    Wenn das Buch nicht allzu teuer wird (also kein „Fachbuch“ für Bibliotheken), dürfte das durchaus gut weggehen – auch ich hätte dann gern eines. Dass es ein Buch und nicht nur eine Vortragsreihe wird unterstelle ich einfach mal :) Viel Glück und bleib dran!

  32. obkam 29. September 2010 um 05:29 Uhr

    „Genau diese primitive Holzknüppelargumentation bis hin zu den “blank liegenden Nerven” und “linker Position” zeichnet die Guttenbergs, von der Leyens & Co aus, die nicht begreifen (wollen), dass im Netz kein Missbrauch von Kindern stattfindet, sondern vielmehr in der realen offline- Welt.“ Primitiv ist lediglich das Ausblenden von Tatsachen um eine – nach eigenem Gutdünken – vorgefasste Position halten zu wollen. Das ist allerdings leicht durchschaubar. Siehe Ihre Aussage wo der sexuelle Übergriff statt findet. Sie werden allerdings nicht erwarten können, dass die Mehrheit Ihnen hier folgt – besser gesagt: Auf den Leim geht. Ganz nebenbei: Vielleicht haben Sie schon mitbekommen, dass „Missbrauch“ ein problematischer Terminus ist. Sollten Sie daran feilen, bevor Sie es in ein Buch gießen; wie an so vielem.

  33. Alexanderam 29. September 2010 um 09:03 Uhr

    obk,

    „Primitiv ist lediglich das Ausblenden von Tatsachen“ – welche Tatsache wird ausgeblendet (von Tauss, nehme ich an)?

    Die Tatsache, das Missbrauch stattfindet? Tauss scheint IMO dies nicht auszublenden.

    Alexander

  34. bombjackam 29. September 2010 um 09:04 Uhr

    @obk

    Du schriebst: […]Was in P2P-Netzwerken läuft werden die ohnehin nicht kontrollieren.[…]

    Meiner Ansicht nach müsste es heißen: „Was in P2P-Netzwerken läuft werden die ohnehin nicht kontrollieren können.“, wenn ich da an I2P, Freenet, Darknet und Zwiebelland denke. Von so Sachen wie ein Darknet mit VPN d.h. wirklich geschlossene Benutzergruppen mal ganz zu schweigen.

    […]Siehe Ihre Aussage wo der sexuelle Übergriff statt findet.[…]

    und was ist an der Aussage falsch, dass es im Netz keinen Mißbrauch von Kinder gibt? Wo findet denn der ursprüngliche sexuelle Übergriff statt (wenn man mal diese Stick-Cam-Videos) ausblendet?

    bombjack

  35. obkam 29. September 2010 um 12:15 Uhr

    „Wo findet denn der ursprüngliche sexuelle Übergriff statt (wenn man mal diese Stick-Cam-Videos) ausblendet?“ Fragen Sie mal ein Opfer was es davon hält, wenn Bilder der Tat auch noch ins Netz gestellt werden oder über diese zu beziehen sind.

  36. Alexanderam 29. September 2010 um 12:57 Uhr

    Zum Thema „Massenmarkt Kinderpornografie“ habe ich gerade bei fefe auf http://blog.fefe.de/?ts=b25c1c55 was gefunden. Klar, ist fefe und somit mit Vorsicht zu geniessen, aber er gibt da nur die Zahlen aus der EFC Studie http://www.ceop.police.uk/Documents/EFC%20Strat%20Asses2010_080910b%20FINAL.pdf wieder.

    Zusammenfassung:
    – 14579 Sites gibt’s in so ’ner Datenbank
    – 46 Sites gibt’s jetzt noch (dh. 0,3%)
    – 10 zeigen Nackte Minderjährige (was NICHT zwangsläufig KiPo sein muss)
    – Nur bei 4 Sites konnte man bezahlen
    – 2 der 10 Sites waren Einzelbilder
    – 2 waren Sites mit LEGALEN (aber suspekten) Teen-Bildern
    – 1 Nudistensite
    – 1 3D Cartoon Site

    *DAS*, *GENAU* *DAS* ist also der Massenmarkt (laut EFC Studie).

    Beeindruckend. ca. 10 Sites von 14579. Und diese 10 Sites waren noch nicht mal alle illegal.

    Ja, ich ändere meine Meinung – bei einem so gravierenden Problem und einem so grossen Massenmarkt, da scheint es durchaus angebracht zu sein, Rechte von ALLEN stark einzuschränken! Da muss mal was getan werden!

    Alexander

  37. Alexanderam 29. September 2010 um 13:02 Uhr

    obk,

    fragen wir mal ein Opfer – z.B. MOGiS? Der hat sich oft schon dahingehend geäussert, das es schlimm für ihn ist, wie das Thema missbraucht wird.

    Aber gut, es ist natürlich ungut, wenn solche Bilder zu beziehen sind. Sehe ich auch so.

    NUR: Wo, ja, wo denn, sind sie zu beziehen? Und in welches „Netz“ werden sie denn gestellt? Ganz offensichtlich ja nicht ins Internet. Also, in welches „Netz“?

    Und ist denn nicht VIEL SCHLIMMER das es überhaupt einen solchen Missbrauch, also Vergewaltigung, mal gab? Würde man das Problem der Verbreitung der KiPo nicht besser dadurch bekämpfen, das es keine Vergewaltigungen von Kindern (oder Menschen allgemein) mehr gäbe?

    Gut, ich habe leicht reden, aber der vereinzelte Tausch von Bildern erscheint mir da, leider, vernachlässigbar, weil er eben so selten geschieht. Zumal ja auch anzunehmen ist, das dies *KEIN* „Internetproblem“ ist (denn im Netz wird nicht getauscht – siehe EFC!).

    Alexander

  38. obkam 29. September 2010 um 14:06 Uhr

    @Alexander
    „fragen wir mal ein Opfer – z.B. MOGiS?“ Dass MOGIS nicht die alleinige Welt (der Opfer) ist, wissen Sie aber schon? Und nicht umsonst muss Hr. Tauss und Konsorten das komplett ausblenden und muss die Mehrheit Lügen strafen um sich nicht mit deren Sichtweise und auch deren Tatsachen auseinander zu setzen. Da geht es also im Letzen nicht um die Frage nach Opfern, sondern um die Frage, wer den eigenen Standpunkt in einer ganz anderen Frage umterstützt. Entscheiden Sie selber, wie das zu werten ist. Wo entsprechendes Material zu beziehen ist? Sie werden jetzt aber keine Links erwarten. Aber eine Auswertung dänischer Strafverfolger aus der Zeit Oktober 08 bis Januar 09 zeigt, dass entsprechende Server ausgerechnet in den Ländern stehen, die eine gut ausgebaute Infrastruktur des Netzes haben und strafrechtlich vorgehen könnten. D-Land war an Platz 2. Erschreckend – nicht wahr. Und ich bleibe dabei: Hr. Tauss ist – aufgrund seiner Geschichte und seiner einseitigen Sichtweise -der Letzte, der dieses Thema aufgreifen sollte.

    Anmerkung tauss: Jetzt wird es ein bisschen viel. Mein eifriger Kritiker spricht mir schlicht das Recht auf Meinungsäußerung ab;)) Wird es zu unbequem? Geradezu unanständig ist es, Missbrauchsopfer in dieser Form zu diskreditieren. Wer nicht obk – Auffassung vertritt, ist demnach ein „böses“ Opfer. Ich stelle obk anheim, sich bei Mogis und Herrn Bahls für diese Entgleisung hier unverzüglich zu entschuldigen. Andernfalls behalte ich mir vor, dessen zunehmend hysterischer werdenden Beiträge vor Veröffentlichung schlicht in den Papierkorb zu werfen. An mir darf man sich gerne reiben. Eine persönliche Verunglimpfung Dritter in dieser Art akzeptiere ich nicht.

    Dessen ungeachtet: Deutschland an Platz 2 ist richtig. Einige sprechen von 4, aber das wäre immer noch eine erschreckende Platzierung. Und genau hier stellt sich die Frage, warum das so ist und warum das BKA nichts dagegen unternimmt? Warum über ausländische Server gesprochen wird, auf die man nicht zugreifen könne? Warum das BKA mittels seiner Forderung nach einem Link- Verbot sogar aktuell dafür sorgen will, dass die Löschung von Seiten behindert wird? Warum das BKA Phisingseiten sperrt, nicht aber kinderpornografische Seiten?

  39. Alexanderam 29. September 2010 um 14:35 Uhr

    obk,

    mir fehlt übrigens noch eine Antwort auf diese Frage: “Wo findet denn der ursprüngliche sexuelle Übergriff statt (wenn man mal diese Stick-Cam-Videos) ausblendet?”.

    Zu dem von Ihnen geschriebenen ein paar Rückfragen:

    – Was muss „Tauss und Konsorten“ komplett ausblenden?
    – Und mit welchen Tatsachen wird sich nicht auseinandergesetzt?
    – Welche Sichtweise lässt Tauss denn aussen vor?

    Das MOGiS nicht das einzige Opfer ist, ist richtig. Genauso richtig ist aber aus meiner Sicht auch, das ihm seine Sichtweise voll und ganz nachvollziehbar ist (was nicht bedeuten soll, das andere Sichtweisen zwangsläufig falsch seien).

    Ich habe NICHT danach gefragt, WO KiPo zu beziehen ist. Ich habe nur meine eigenen Erfahrungen wiedergegeben (also das ich nie was gefunden habe) und habe auch nur fefe zitiert, wonach es laut der EFC Studie quasi keine Server gibt, die solches Material vorhalten.

    Das Server vor allem in den USA und Deutschland stehen, ist doch „gut“ – denn da kann man ja, vor allem bei deutschen Servern, schnell strafrechtlich vorgehen. Und zwar schon mit den jetzt bestehenden strafrechtlichen Mitteln. Veränderungen sind unnötig.

    Was sich allerdings ändern muss, ist die Art und Weise wie das BKA mit ausländischen Diensten / Kollegen zusammenarbeitet. Es dauert schlicht viel zu lange, bis das BKA erreicht, das Server gelöscht werden – private Institutionen (ECO) sind da schneller. Das muss das BKA auch hinbekommen. Aber auch hier bedarf es keinerlei Änderungen an den Gesetzen, sondern nur besserer Zusammenarbeit.

    Alexander

    Anmerkung tauss: Die spannende Frage ist doch, WARUM das BKA sich in dieser Frage nicht anders verhält und welche Interessen da dahinter stecken.

  40. Alexanderam 29. September 2010 um 14:36 Uhr

    Zum Thema “Massenmarkt Kinderpornografie” habe ich gerade bei fefe was gefunden. Klar, ist fefe und somit mit Vorsicht zu geniessen, aber er gibt da nur die Zahlen aus der EFC Studie wieder.

    Zusammenfassung:
    – 14579 Sites gibt’s in so ‘ner Datenbank
    – 46 Sites gibt’s jetzt noch (dh. 0,3%)
    – 10 zeigen Nackte Minderjährige (was NICHT zwangsläufig KiPo sein muss)
    – Nur bei 4 Sites konnte man bezahlen
    – 2 der 10 Sites waren Einzelbilder
    – 2 waren Sites mit LEGALEN (aber suspekten) Teen-Bildern
    – 1 Nudistensite
    – 1 3D Cartoon Site

    *DAS*, *GENAU* *DAS* ist also der Massenmarkt (laut EFC Studie).

    Beeindruckend. ca. 10 Sites von 14579. Und diese 10 Sites waren noch nicht mal alle illegal.

    Ja, ich ändere meine Meinung – bei einem so gravierenden Problem und einem so grossen Massenmarkt, da scheint es durchaus angebracht zu sein, Rechte von ALLEN stark einzuschränken! Da muss mal was getan werden!

    Alexander

  41. obkam 29. September 2010 um 18:04 Uhr

    @Hr. Tauss
    „Mein eifriger Kritiker spricht mir schlicht das Recht auf Meinungsäußerung ab…“ Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett. Zum einen ist es ihr Blog; zum anderen lese ich da „sollte“. Da sind wir also im Bereich einer Empfehlung/Meinungsäußerung. Sie sind ja frei sich daran nicht zu halten. Meine pers. Meinung über Ihre Eignung für dieses Thema werde ich mir allerdings auch nicht nehmen lassen. Aber schön, dass Sie so etwas sperren wollen; zeigt doch wieder einmal deutlich Ihre wahre Meinung zum Thema „Zensur“. Was nicht passt wird weggemacht. Fragen Sie mal die „Piraten“, wie sie das finden. Und wo von einer „Verunglimpfung“ die Rede ist, müssten Sie schon noch zeigen. Und es ist nun einmal so, dass Sie – respektive hier – lediglich die Meinung von MOGiS ins Feld geführt wird. Diese ist ohne Zeifel zu respektieren und ernst zu nehmen; aber es gibt eben auch andere Opferverbände, deren Meinung – und die sind nun einmal gegegnläufig – eben auch zu hören ist. Und so wie Sie sich nun eimal für eine weite Netzneutralität einsetzen/aussprechen, entscheide ich mich an dieser Stelle anders.

  42. obkam 29. September 2010 um 18:09 Uhr

    „mir fehlt übrigens noch eine Antwort auf diese Frage: “Wo findet denn der ursprüngliche sexuelle Übergriff statt (wenn man mal diese Stick-Cam-Videos) ausblendet?”.“ Die Frage ist unbedeutend, da sie zum einen nur eine rethorische Frage darstellt und zum anderen die Darstellung einer solchen Tat ebenfalls eine Straftat darstellt. Und wie Opfer solche Bilder empfinden muss nicht hoffentlich auch noch geklärt werden. Wie oben schon geschrieben: Nicht nur auf einer Seite hören, sondern auf beiden; eine entspr. Entscheidung in Sachen Netzneutralität für sich werden Sie ohnehin selber treffen müssen.

  43. obkam 29. September 2010 um 18:17 Uhr

    @all
    In diesem Sinne zeige ich, dass man auch etwas nicht machen muss und verabschiede mich von dieser gastlichen Seite im Netz und schmeiß sie aus meinen Favoriten raus.

  44. Alexanderam 29. September 2010 um 19:18 Uhr

    obk,

    nein, die Antwort auf die Frage „Wo findet denn der ursprüngliche sexuelle Übergriff statt (wenn man mal diese Stick-Cam-Videos) ausblendet?“ ist *NICHT* unerheblich. Im Gegenteil – sie ist zentral! Und selbstverständlich ist zu klären, wie Opfer die Bilder empfinden. Was das allerdings mit „Netzneutralität“ zu tun haben soll, das wüsste ich schon gerne.

    Naja, ich wünsche noch ein schönes Restleben. Und immer schön die Scheuklappen anbehalten!

    Alexander

  45. Anselm H Joh Redlich-Mister33-JTGam 29. September 2010 um 21:56 Uhr

    Hallo Jörg Tauss,

    An Hand dieses Threads lese ich, dass die oben schon mal erwähnten (durch Maximilian Schreck) eigentlichen Verursacher schon regelrecht gewonnen haben, denn wir beißen uns gegenseitig die Ohren ab, beim Streit um Details des Ablenkungsmanövers!!!

    Oben der Link zu WikiLeaks interessiert mich sehr! ist die Zielinfo deutsch?

    zB das „obk“ – könnte, wenn es hier noch lesen würde, schreiben, dass es bereit ist, in Frage zu stellen, ob es um KiPo-NetzSperren oder allgemeine Beschäftigungserweiterung des Verwaltungsapparates Staat geht!!
    Denn es geht nicht darum verbotenes weg zubekommen – ist ja gar nicht dort, wo man es ständig finden kann – laut: vdLain.
    Bisher ist es nur eine ABMaßnahme für die gesamte Gesellschaft.

    Stimmt, dass es sich so anhört, als gäbe es eine absolute Mehrheit für Internetsperren.
    Aber die Mehrheit fußt auf einer das Internet generell als gefährlich einstufenden Mehrheit – das gefundene Fressen für diese unsichtbare Hintergrundgesellscheft.
    Sehr viele die keinen Computer, nicht einmal ein „gefährlich-strahlendes“ Mobil-oder DECT-Telefon benutzen, wissen NUR dass das Internet für manche praktisch ist, wegen der sogenannten elektronischen Post und dass es sofort Probleme gibt, wenn man einen Film angesehen hat, weil da der Computer – bis einer die Viren weggemacht hat – nicht richtig geht.
    Es ist wirklich schwer solchen „Analphabeten“ zu erklären: „besorgt euch ein Antivirusprogramm!“ Der Film wurde auf YouTube abgespielt – weiß ich auch nicht, weshalb gleich der Computer Probleme hatte.
    Selbst hatte ich erst eine zu große Sammlung an Viren, nach fünfeinhalb Monaten – versehentlich ausgeschaltetes AVIRA.

    Meine schlimmste Vermutung ist, dass wir monarchistische Weltherrschaftszustände bereits haben. Sarrazin hat da nur den prognostischen Fehler – reißerisch vereinfachend auf deren islamischen Flügel beschrieben und sich somit „recht laut“ verabschiedet.

    Wenn wir statt der Namenskult-Stammbäume einen Mikrobiologischen-Stammbaum amtlich einführen würden – wäre uns vieles plötzlich klar.
    KT und seine spanische Kollegin sind Halbgeschwister, Onkel/Tante und Neffe/Nichte zueinander, die von der Lain wird wohl ebenfalls zu denen gehören, daher so leicht erpressbar.
    Man lenkt durch angreifen der (Bauern) Öffentlichkeit von den eigenen Unzulänglichkeiten und Straftaten ab.
    Es ist verboten Neffen/Nichten/Urenkelkinder/Kinder von Freunden/… als die selbstgezeugten/selbstgeborenen beim Standesamt zu melden.
    Wenn der Rösler nur „adoptiert“ wurde, weil sein „Vater“ bei der Bundeswehr tätig war und schiss hatte, dass eine Geschichte mit irgendeiner Japanerin nicht sicher genug sei, dann ist es eine illegale Adoption mit haufenweise weiteren Straftaten garniert. Krieg in Vietnam, die Eltern tod oder nicht mehr aufzufinden, die Vietnamesen sind sowieso halbe Japaner – bei einem Gentest muss also genau hingesehen werden. Die Hilfsorganisation konnte jede Million Spenden gebrauchen – Papa-Rösler zahlt für den Sohn ~DM1Mio,- und zusätzlich ~DM1Mio,- für die lupenreine Identität.

    Verbrechen ziehen (fast immer) weitere Verbrechen nach sich.
    Wer sich weiter oben gut eingerichtet hat, möchte nicht mehr nach unten oder gar für seine Jugendsünden als Pensionär büßen!

    MACHEN WIR EINE AUFKLÄRUNG DER TATSÄCHLICHEN QUELLEN DIESE LOBBY GEGEN DIE DEMOKRATIE, DEN RECHTSSTAAT UND DIE BÜRGERRECHTE UND VERSUCHEN WIR DAS INTERNET DEN NICHTKENNERN ZU ERKLÄREN.

    Netzneutralität ist etwas anderes, es handelt von dem Wunsch der Internetbenutzer, dass die Bits nicht nutzer- oder content-abhängig gewertet bzw unterschiedlich schnell befördert werden!

    geschrieben (als erster – jetzt 45. geworden):
    1) es wäre dennoch denkbar, dass die „Internet-Profi-Amateure-Twitterwelt“ auch Seiten wie dieser http://netzwerkB.org und deren ePetition mehr (bzw überhaupt annähernd soviel) Aufmerksamkeit schenken könnte, wie ihren Feinden!

    2) die Lobbygruppen und deren Mitarbeiter aufklären – deren Namen fehlen meist, sie sind aber von irgendwem bezahlt.
    Dafür benötigt man schlimmsten Falls Geschichts- bzw Kriminalgeschichtsstudenten, die sogar in laufende Verfahrensakten Einsicht nehmen können.
    Damit sie ihre anonymisierte Magisterarbeit mit Verweisen auf tatsächliche Daten untermauern können (das sonderliche ist dann nur, dass niemand – außer er hat wiederum eine Ausnahmegenehmigung, die Daten überprüfen kann).

    3) ein Jurist wird mit €200’000,-/Jahr zum Lobbyisten, also werden um alle relevanten Personen „gut“ zu bearbeiten, nur €200’000’000,-/Gesetz und Jahr benötigt zB: das „Feb.2010-Gesetz“: „Bußgeld bis €300’000,- oder Haft bis zwei Jahre“ für „Personen die Wissen über die Gene Anderer erlangen“.
    Ist aber nur so ähnlich im ARAG-Flyer gestanden.
    Meine Vermutung ist, dass es sich um ein Anti-Väter-Gesetz handelt: wer ohne Erlaubnis einen Vaterschaftstest macht – hat demnach die Arschkarte gezogen, obwohl er strenggenommen noch gar kein Wissen über Gene Anderer erlangte – ein Vaterschaftstest ist nur so etwas wie die Schufa-Auskunft.

    4) es Bedarf eines freundlicheren Umganges mit den „Dummen“. Damit meine ich nicht die Netyquette – die nur den Allgemeinen Umgang im Web zu regeln versucht.
    Ich meine, wenn man diejenigen welche von Internet-Sperr-Alternativen nichts wissen, darüber informiert, dass diese Sperren keines Falles die Reform-Pädophilen stört, denn sie haben schon bevor es Internet gab, ihre immer schon illegalen Bilder an Kunden gebracht.
    Es wäre gut wenn es mehr Zeichentrickfilm-Visualisierungen der unterschiedlichen Methoden gäbe und die Erklärung, dass diese Wege für Profi-Verbrecher nicht wirksam sind.

    5) es gibt noch alternative private Sperren: da sperrt man sich selbst im eigenen Browser mit Blacklists das halbe Netz weg oder es machen die Eltern, der Computerbetreuungslehrer bzw. im Auftrage der Eltern eine Firma „Sauberes Freundliches Internet GmbH“.
    Oder was möglich sein müsste, dass die Eltern oder deren Saubernetzgehilfen beim ISP eine Blacklist installieren (die automatisch alle nicht-autorisierten Verschlüsselungen blockt), dies ist dann eine härtere Kinder- und Jugendsicherung, zB um keine Seiten von CCC, Piratenpartei, TOR-Netzwerk, Diaspora und Seiten mit „Camp“, „Treff“, … nicht über die Suche oder per Eingabe der URL zu erreichen.
    Gibt es eigentlich schon Überblendungsfilter die mit der Grafikkarte arbeiten? Ich meine damit die Möglichkeit, direkt einzelne Worte bzw. Bilder in Texten oder Grafiken „weg zu zaubern“.
    Beispiel: der KT zu Guttenberg gerät auf den Index, wenn er als Verteidigungsminister gelegentlich auf Fotos erscheint, sieht man ihn dort nicht, zudem wird sein Name aus den Texten ausgeblendet. Bei sauberen Druckerei-Maschinen ist es diesen nicht mehr möglich ihn zu drucken. Somit kann man ihn nicht einmal mehr in den Printmedien sehen. Bei moderner E-Ink-Technik würde er auch nachträglich aus der Lektüre von „Anna Bayer“ verschwinden.
    Die neuen personalisierten Angebote von Google, können dem Kunden nicht nur hilfreich ihn interessierenden Content bevorzugen, sie verheimlichen ihm damit auch Inhalte, die würde er sie sehen, vielleicht auch interessant fände.
    Zudem schafft Google es noch nicht, dem Kunden mehrere Möglichkeiten zu belassen – entweder so oder wie bisher.
    Wenn wir uns intensiv privaten Diensten anvertrauen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn Big Brother dann der liebe gratis und personalisiert-werbende durch Reklame finanzierte Service-Konzern ist. Der Heimatstaat hat diesem ggf. gar nichts zu sagen.

    6) Gibt es eine Initiative für Demokratie in Konzernen bzw einen Verein der Fach-Anwälte in die Konzerne schickt, um dort dafür zu sorgen, dass diese mit den Bürgern nicht gar in einen militanten bzw militärischen Konflikt geraten?

    7) WikiUndicht – als ein weiteres WhistleBlower-Projekt in Deutschland:
    Ich kann es nicht selbst erschaffen, da ich zu blöd bin, mir eine „Ohost“ zu besorgen bzw. sonstiges Zeug!

    8) wenn WikiLeaks, Piratenpartei und sonstige Gruppen mit Bessermenschen gut und erfolgreich wären, täten sie die wahren Regenten aufdecken!
    wer hat dem „Oberst klein“ befohlen diese Aktion durchzuführen, um:
    der Piratenpartei den 8%-Einzug in den Bundestag zu vermiesen,
    den drei Kleinparteien über die 5%-Hürde zu helfen,
    eine möglichst instabile Regierung zu erhalten?

    Bin gegen die „Home Made“-Philosophie, denn wenn die Innere Sicherheit ganz down ist, heißt dies immer noch nicht, dass sie es selbst gemacht haben – sie haben vielleicht gehofft, dass eine der drei Gruppen es dadurch schafft.
    Drei Gruppen? Also, Kommunisten, Rassisten und Islamisten – die drei haben seit 1978 und 1982 bzw 1988 den WTC versucht zu zerstören.
    Kommunisten ? dreimal;
    Rassisten fünfmal;
    der 13.Versuch der Islamisten war erfolgreich.

    Morgen (30.Sept.2007) beginnt ein vielleicht interessanter Gerichtsprozess gegen Frau Becker.

  46. Stefanam 1. Oktober 2010 um 14:03 Uhr

    http://blog.fefe.de/?ts=b25b635d

  47. Wolfgangam 1. Oktober 2010 um 18:33 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss,

    was mir persönlich an der Internetsperren-Debatte gerade bei den Gegnern immer, immer fehlt, ist, was die Journalistin Friederike Beck bereits im Juni 2009 in einem Dossier sehr gut herausgearbeitet hat. Ein kurzes Zitat aus dem 3. Teil macht deutlich, welcher Aspekt das ist:

    „Wenn sich politische Kreise über Kinderpornographie im Internet echauffieren, so hat dies einen merkwürdigen Beigeschmack, da es gerade oft genau Mitglieder dieser Kreise sind, welche die Aufklärung von Kinderhandel u. ä. in der realen Welt behindern oder hintertreiben.“

    Aktuell zB. im Fall Hollie Greig in Schottland … live und in Farbe, aber nur IM INTERNET.

    Falls Ihnen der Beck-Artikel noch nicht untergekommen ist, hier wäre er zu finden (Teil 1 von 3en):
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/633-kinderpornographie-ist-das-internet-wirklich-das-hauptproblem-teil-1.html

    Ihnen und Ihrem Vorhaben alles Gute,

  48. karam 5. Oktober 2010 um 11:51 Uhr

    „In diesem Sinne zeige ich, dass man auch etwas nicht machen muss und verabschiede mich von dieser gastlichen Seite im Netz und schmeiß sie aus meinen Favoriten raus.“

    Was hier besprochen wurde, hat sehr wohl seine Berechtigung. Auch, wenn Sie das anders sehen. Es gibt nämlich auffallend häufig Irrtümer in der Politik. Manchmal braucht es eben ein Sachbuch, um mit gewissen Fehlinterpretationen aufzuräumen. Vielleicht auch in der Hoffnung, das dem einen oder anderen ein Licht aufgeht, eine Kerze! Aber das ist ein anderes Thema!

    Nun gut. Netzsperren sind, wie Ihnen vielfach dargelegt wurde, ein völlig falscher Weg. Was erreicht man damit denn? Kann man Missbrauch damit verhindern? Tragen Netzsperren dazu bei, Täter zu ermitteln? Oder ist es nicht vielmehr so, das damit nur Besucher von Seiten ferngehalten werden, die eben nicht wirklich auf solche Seiten Zugriff haben wollen? Wer sich das Material beschaffen will, der kann das auch. Die einzigsten Möglichkeiten, die man dagegen setzen kann, wurden zahlreich benannt. Es wundert schon, das diese trotzdem nicht vorangetrieben werden.

    Aber, ich denke, in Zeiten eines existenten Sachsensumpfes, sowie der Tollerierung gewisser Seilschaften in weiteren Bundesländern durch Verantwortliche, wird es noch dauern, bis ernsthaft Konsequenzen (einschl. Ermittlungsverfahren) gezogen werden. Wenn überhaupt! Das soetwas bis heute überhaupt möglich sein kann, ist ein Armutszeugnis für die Politik.

    Durch Sachbücher wie Schläge im Namen des Herrn wurde im Jahr 2006 bekannt, das bis in die 70er Kinder in Kinderheimen missbraucht wurden. Dieser Umstand hat sich anscheinend in gewissem Rahmen gewerbsmäßig überdauert, wie man nicht nur durch diesjährige Debatten über Kindesmissbrauch in der Kirche weiß, sondern auch aus Medien, für die Journalisten recherchieren, die ihren Job noch ernst nehmen. Der prominente Journalist & Moderator ging anscheinend im Zusammenhang mit Recherchen in einem gewissem Millieu mit seiner Unternehmung CreaTV in Konkurs. Der Sachsensumpf ist angeblich eine Erfindung von Journalisten, Verfassungsschützern und im Millieu ermittelnden Polizeibeamten. Auch andere Baustellen gibt es. Es ist in dem Zusammenhang ein Armutszeugnis, das erst Terroristen (und zu denen kann man mehrere Gründungsmitgliedern der RAF zählen) sich im Rahmen einer sogenannten Heimkampagne für eine Besserung erfolgreich eingesetzt haben, wo andere gar nicht erst reagiert haben. Das ist in der Tat ein Skandal. Es ist falsch, darauf zu warten, bis sich irgendwann kriminelle Strukturen aus schlechtem Gewissen einer Besserung widmen. Das kann es ja wohl nicht sein. Die RAF-Mitglieder Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Astrid Proll und Ulrike Meinhof waren Mörder, nichts anderes. Das es letztlich nur solchen Leuten überlassen wurde, gegen skandalöse Zustände anzugehen, ist eine Riesensauerei.

  49. hartmutam 9. Oktober 2010 um 12:13 Uhr

    Vielleicht kannst Du mit diesen drei (und dann auch den weiteren) Links was anfangen.

    Die Story mit der „falschen“ Mail und dem Huren-„Retter“ stimmen und können durch authentisches Material belegt werden.

    lg

    http://kritikundkunst.wordpress.com/2010/09/25/ein-paar-fakten/

    http://kritikundkunst.wordpress.com/2010/10/08/kuhler-blick-auf-nagelguttenberg/

    http://kritikundkunst.wordpress.com/2010/10/09/von-saage/

  50. Der Mutigeam 18. Oktober 2010 um 14:32 Uhr

    Und wie alle Menschen in Deutschland den Massenmißbrauch in einem kleinen Dorf vergessen haben……so ist das Ekel von Guttenberg genauso dumm……
    Sorry für meine Vulgärsprache. Aber wenn ein Mensch einem Mißbrauch des Mißbrauchs ausgesetzt war, so wird sich seine Einstellung gegenüber solchen assozialen Berichten von RTL extrem auswirken.
    Sehr geehrte Frau von Guttenberg, kehren Sie bitte Ihren eigenen Dreck vor Ihrer Haustür und verängstigen Sie nicht Mitbürger, nur weil Sie so geldgierig sind und lassen Sie die Arbeit von professionellen Kripo- Beamten machen.

  51. Benediktam 18. Oktober 2010 um 14:59 Uhr

    Ich habe hierzu etwas geschrieben – teils etwas gewollt polemisch/ironisch, aber die statistischen Erhebungen fand ich interessant:

    Die Fälle von Kindesmissbrauch fielen laut polizeilichen Zahlen seit 1999 um 8.000 – knapp 40%. Angestiegen sind dabei die Zahlen der Fälle, die innerhalb der Familie geschehen. Dunkelziffer natürlich nicht mit drin.

    http://sofaorange.blogspot.com/2010/10/tatort-studiocouch-oder-denk-doch-mal.html

    Vielleicht eher ne Show gegen die eigene Familie?

  52. […] das Buchprojekt von Jörg Tauss. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch gestern erst davon erfahren habe. Wie auch […]

  53. Schmunzleram 18. Oktober 2010 um 21:33 Uhr

    Ganz ehrlich, mutet schon etwas merkwürdig an, dass du hierüber ein Buch schreiben willst.

    Das Thema ist sicherlich wichtig, aber ob dein Name der richtige auf dem Buchtitel ist oder da nicht eher kontraproduktiv wirkt, ich weiß nicht so recht.

    Kann obk’s argumente da teilweise schon nachvollziehen

    Anmerkung tauss: Ich auch. Aber die Frage ist doch, warum die so hektisch auf mich reagieren, nachdem sie bis hin zur Verurteilung alles erreicht haben: Ich sehe nur eine Erklärung: Sie haben ein Problem damit, dass ich noch immer gehört werde. Und die noch interessantere Frage ist eben, ob ich dann just in dieser Sitaution freiwillig ins Exil gehe und sie gewähren lasse…Oder ob nicht

  54. […] Jörg Tauss          | Die Kinderporno-Lüge […]

  55. egoam 19. Oktober 2010 um 13:06 Uhr

    Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg beim Schreiben und Veröffentlichen und hoffe, das Buch bald lesen zu können.
    Dass es schwierig werden wird, ist klar. Schließlich sind für die Guttenbergs dieser Welt alle, die ihr paranoides Weltbild hinterfragen, versteckte Kinderschänder. Aber glücklicherweise gibt es durch das Internet auch Menschen, die sich nicht nur durch die BILD-Zeitung informieren. Also viel Kraft und nochmals viel Erfolg.

    Anmerkung tauss: Vielen Dank. Aber es gibt auch kritische Stimmen, die mir von diesem Projekt abraten. Bin gespannt, wie diese Diskussion weitergeht.

  56. Matthias Hagenbäumeram 19. Oktober 2010 um 22:11 Uhr

    Lieber Ex-Pirat Jörg,

    mal ganz ehrlich: Laß bitte gerade Du die Finger von gerade diesem Thema !

    Deine Idee mag richtig sein, das Thema ist wichtig, aber wenn Du dieses Feld beackerst, tust Du der Sache einen schlechten Dienst.

    Du hast eine Menge Tiefschläge wegstecken müssen und selbstverständlich wird die geballte Journaille über Dich als Person herfallen, wenn Du was handfestes zusammenkriegst.

    Im Gegenteil: Je handfester Du die Verstrickungen aufdecken kannst , desto heftiger werden die persönlichen Angriffe gegen Dich laufen, um Dein Thema zu treffen und alle Ergebnisse unglaubwürdig zu machen.

    Es gibt tausende von Themenbereichen, die Du sehr sorgfältig und zweckdienlich beackern kannst, aber vom Thema „Kipo“ etc. lass besser die Finger, es bringt nichts gutes.

    Grüße aus dem Harz,

    Matthias hgb

    Anmerkung tauss: Nach dem ich mich nicht mehr geäußert hatte oder äußern konnte hatte sich medial auch nichts verbessert oder geändert. deMaiziére, BKA, Guttenberg und Co können ungehindert ihren Unfug verbreiten 😉

    Kurt Tucholsky finde ich einfach auch als Lebensmaxime gut, auch wenn ich Schwierigkeiten meiner Rolle durchaus sehe:

    „Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

  57. Fledermanam 20. Oktober 2010 um 14:29 Uhr

    Du (Jörg Tauss) bist und bleibt ein Blender: ein potentieller Kinderschänder, lg Fleder.

    Anmerkung tauss: Damit muss ich leben. Schluchz.

  58. Caroline Kaiseram 23. Oktober 2010 um 21:45 Uhr

    Der Titel „Kinderporno Lüge“ ist aber denkbar ungeeignet, denn es gibt ja KPs, der klingt
    zu sehr nach Relativierung. Besser wäre der Titel, den auch Prof. Lawrence A. Stanley verwendet
    hat. Den Artikel kann ich Ihnen auch sehr empfehlen:

    Lawrence A. Stanley, „The Child-pornography Myth,“ Playboy (September 1988)

    Man muß dazu allerdings sagen, daß er sehr US spezifisch ist. In der ersten Welle der Hysterie,
    von 1984-1989, gab es in der Tat kaum KP auf dem Markt, sondern 95% der Angebote kamen
    von verdeckten Ermittlern, weil alleine 7 Geheimdienste mit der Bekämpfung von KP befasst waren, die sich oft nicht absprachen. Da kam es dann dazu, daß z.B. ein Agent des FBI eine verdeckte Anzeige aufgab, in der er KPs anbot, zwei Beamte der US Zollbehörde nahmen ihn dann fest.

    Dies hat sich durch das Internet schon verändert, KP wird angeboten, fast immer kostenlos,
    ist für normale User aber kaum ohne weiteres auffindbar.

    Jetzt versucht man mit Zahlentricks und stänidgen Gesetzesverschärfungen dieses Problem noch größer zu machen als es ohnehin schon ist.

    Alles was von offizieller Seite ab etwa 2002 kommt ist manipuliert.
    Auf der Cyber Crime Convention wurde Ende Sept. 2001 (!) dieser Irrweg eingeschlagen.
    Hier liegt der Schlüssel zu vielem.

    Vielleicht führen Sie auch mal Interviews mit pensionierten Ermittlern, am besten aus Nordeuropa, die aus D werden nichts sagen. Der Druck ist allerdings in allen Ländern mittlerweile sehr groß.

    Mit der Strafbarkeit von Pornographie mit bis 18jährigen, haben die Justiz- und Polizeibehörden auch
    ein perfektes Instrument in der Hand, damit bei jeder HD etwas gefunden wird.

    Lieve groetjes,
    Caroline Kaiser

  59. karam 4. November 2010 um 19:24 Uhr

    Wie sieht es aus? Ist noch ein Kapitel über den aktuellen Bundesinnenminister de Zensiere und dessen Tätigkeit im Zusammenhang mit dem sogenannten Sachsensumpf geplant?

    Hier mal ein paar Denkanstöße:

    http://plutokraten.blogspot.com/2009/03/sachsensumpf.html
    http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2010/04/Sachsensumpf-Aktenaffaere-100-Ermittlungsverfahren.html
    http://www.zeit.de/online/2007/47/sachsen-affaere

  60. karam 4. November 2010 um 19:29 Uhr

    Aber klar, der Sachsensumpf ist ja eh nur eine Erfindung von investigativen Journalisten wie Jürgen Roth, dem Verfassungsschutz und nicht wenigen Milieu-erfahrenen Ermittlern in Sachsen… Und im Detail sind Ähnlichkeiten mit gewissem Umgang mit pflichtgetreuen Staatsdienern wie nur so als Beispiel in Hessen auch nur zufällig…

    http://www.shortnews.de/id/804390/Psychiater-erklaerte-hessische-Finanzbeamte-illegal-fuer-verrueckt
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/untersuchungsausschuss-konstituiert/