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Piraten stärken!

30. Mai 2010

Die Piratenpartei ist das wichtigste politische Projekt der letzten Jahre. Keine andere Partei hat die notwendige gesellschaftliche Debatte zum Thema Bürgerrechte stärker aufgemischt als unsere junge, aus Schweden kommende, Bewegung. Auch persönlich bin ich den Piraten zu großem Dank verpflichtet. Sie haben sich trotz aller Anfeindungen als Partei zum Thema Unschuldsvermutung als zentrale Säule des Rechtsstaats bekannt.

Wegen dieser zu erwartenden Anfeindungen hatten wir bereits im Juni 2009 angesichts der gegen mich laufenden Ermittlungen über meinen Parteieintritt ausführlich diskutiert.

Dabei kamen wir gemeinsam zu der Erkenntnis, dass ein MdB Tauss den Piraten vermutlich mehr nützt als schadet. Dies hat sich im Bundestagswahlkampf dann auch bewahrheitet. Zugleich wurden aber seitdem die medialen Angriffe gegen die Piraten „wegen“ Tauss immer heftiger.

Mit absoluter Sicherheit wurde auch meine Immunität im Deutschen Bundestag im Herbst 2009 nur deshalb noch schnell aufgehoben, um Einfluss auf die Wahl zu nehmen. Die Weitergabe meiner Prozessakten an den SWR (Report Mainz) und die entsprechende Weiterverbreitung an alle Inlandsredaktionen war ein weiterer Baustein der offensichtlichen Kampagne. Schon damals gab es ein Zusammenspiel von Justizministerien, Staatsanwaltschaft, Immunitätsausschuss und den Medien. Dennoch konnte dies den weiteren Erfolg der Partei nicht stoppen.

Nach meiner Verurteilung stellt sich die Frage nach der Richtigkeit meiner aktiven Mitgliedschaft erneut. Selbstverständlich wäre das Urteil des LG Karlsruhe kein satzungsgemäßer Ausschlussgrund, wie einige Medien spekulieren. Denn ich bin keines Verbrechens (im Sinne des StGB) beschuldigt, das mit mindestens einem Jahr Haft zu ahnden wäre. Insofern sind die Spekulationen schlichter journalistischer Blödsinn.

Dennoch muss ich mir natürlich die politische Frage stellen, ob infolge der zu erwartenden Fortsetzung der medialen Hetzkampagne nach dem Urteil des LG mein Verbleib in der Partei die Piraten eher stärkt oder eher schwächt. Gerade die einhellig „tauss-feindliche“ und obrigkeitsstaatlich orientierte Presselandschaft in Baden-Württemberg stärkt meine Vermutung, dass im anstehenden Landtagswahlkampf 2011 (aber auch bei den anderen Landtagswahlkämpfen) meine Mitgliedschaft in der Partei eher kontraproduktiv wäre. Wir müssen an den Infoständen über unsere Inhalte diskutieren können und dürfen nicht durch eine „Tauss-Debatte“ gelähmt werden.

Aus diesem Grunde erkläre ich meinen Austritt aus der Partei.

Damit aber kein Missverständnis entsteht: Dieser Austritt erfolgt, um die Piraten und unsere Sache zu stärken. Das ist das Gegenteil meines Austritts aus der SPD. Ich bin mir sicher, mit diesem Schritt die Piraten mehr zu unterstützen, als mit der Aufrechterhaltung einer formalen Mitgliedschaft. An der Diskussion werde ich mich weiter beteiligen. Jeder kann meine Beiträge finden und wer Unterstützung benötigt, kann jederzeit auf mich zählen.

Es geht aber um mehr: Es geht um den Kampf für die Bürgerrechte und um den Erhalt unseres bedrohten Rechtsstaats. Es geht gegen ACTA, gegen ELENA, gegen die Malmströms, die Zensursulas und die noch schlimmeren Zensoren dieser Welt. Es geht um die Gestaltung einer modernen Informations- und Wissensgesellschaft. Es geht um die Freiheit des Internets.

Das sind die Herausforderungen an unsere Gesellschaft, denen wir uns weiter stellen müssen. Wir brauchen Mehrheiten für unsere Ideen. Ich werde daran im Rahmen meiner Möglichkeiten mitwirken und ich bin deshalb alles andere als resigniert; im Gegenteil:

Weiter vorwärts zum Ändern!

132 Reaktionen zu “Piraten stärken!”

  1. Bayamanam 30. Mai 2010 um 13:32 Uhr

    Gerade habe ich gebloggt wie toll es wäre wenn du uns erhalten bleiben würdest. Schade von deinem Entschluss lesen zu müssen.
    Würde dich trotzdem bitten das ganze nochmal zu überdenken.

    Gruß Bayaman

  2. Florinam 30. Mai 2010 um 13:37 Uhr

    Ganz große Klasse dieser Beitrag! Hut ab vor deinem Durchhaltevermögen!

  3. Reizzentrumam 30. Mai 2010 um 13:38 Uhr

    Lieber offizieller Ex-Pirat und Pirat aus vollem Herzen Jörg Tauss,

    Respekt und Hochachtung vor der Entscheidung. Es ist widerlich, dass gegen Systemskritiker mit voller Macht vorgegangen wird, CSUler aber nicht mal ein adäquates Medienecho verspüren müssen. Respekt vor der Entscheidung das Wohl der Partei hoch anzusiedeln UND zu den eigenen Aussagen der Vergangenheit zu stehen. Dies ist heute – gerade bei Politikern – eine nicht mehr einklagbare Eigenschaft.

    Ich wünsche alles Gute und – man liest von einander :)

    Lieber Gruss aus Hamburg

  4. torusam 30. Mai 2010 um 13:39 Uhr

    Hallo Jörg,

    Es ist sehr traurig zu sehen, das Du das Piratenschiff verläßt. Aber warscheinlich hast Du mit Deiner Entscheidung recht und es ist besser für uns alle.

    Bitte vergess nicht, das man bei uns Piraten auch mitarbeiten kann wenn man kein Mitglied ist :-)

    Gruß,
    torus

    Anmerkung tauss: Gehe nur an Land und arbeite gerne im Hafen weiter 😉

  5. Johannes Mülleram 30. Mai 2010 um 13:39 Uhr

    Hallo Jörg.

    Ich finde es schade, und kann es auch nur teilweise nachvollziehen.

    Natürlich gab es immer wieder Menschen an Infoständen, die meinten sie müssen ausfallend über deine Mitgliedschaft bei den Piraten ihre Meinung kund tun. Jedoch erwiesen sich diese Anfeindungen immer als halt- und bodenlos und blieben nicht haften.

    Das die Presse des öfteren meinte uns damit diskreditieren zu müssen war – in meinen Augen – ein vernachlässigbarer Nebeneffekt einer allgemeinen Unsicherheit ob des Erfolges den wir haben und hatten.

    Ich persönlich glaube nicht, dass ein Weiterbestehen deiner Mitgliedschaft uns Piraten geschadet hätte. Eher befürchte ich, werden viele deinen Rücktritt als Schuldeingeständnis verwerten.

    Meiner Meinung nach hätte es dieses Schrittes nicht bedurft, und ich kann nur hoffen, dass doch irgendwann schaffe, dass wir uns mal persönlich treffen und unterhalten.

    Grüße aus Unterfranken

    Johannes

  6. EvoluSiNam 30. Mai 2010 um 13:39 Uhr

    Respekt für diese Entscheidung!
    Schade, dass nicht mehr Politiker sich derart fundiert und engagiert in die ihnen überantworteten Themenbereiche einarbeiten, wie sie es taten und tun. Wie auch immer Ihre Zukunft weiter verlaufen wird; ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

  7. justanotherpirateam 30. Mai 2010 um 13:41 Uhr

    Schade, dass der erste Bundestagsabgeordnete den die Piratenpartei hatte jetzt austritt, hoffentlich hat es einen positiven Effekt und lässt die Piratenpartei ihre Inhalte stärker in den Vordergrund stellen.
    Vielen Dank für dein Engagement bei der Piratenpartei, Du bist ja oft durchs ganze Land gefahren um die Piraten bei allen möglichen Aktionen unermüdlich zu unterstützen.

  8. Svenam 30. Mai 2010 um 13:41 Uhr

    Das war falsch. Denn damit ist die nächste Hetzkampagne gegen das nächste Mitglied schon vorprogrammiert!
    Ich gehe davon aus, daß es sich bei diesen Hetzereien um eine gezielte Aktion von Berufsschreibern handelt, und nur wenige Otto-Normalbürger darunter sind.
    Die Piratenpartei darf sich nicht länger von solchen virtuellen Mobs einschüchtern lassen. Sie muß Überzeugungsarbeit leisten, und auch dem einfachen Bürger erklären, warum bestimmte Dinge, wie z.B. Besitzstrafbarkeit, nicht sein dürfen.
    Die Leute, die behaupten, die Piratenpartei angeblich nicht mehr wählen zu wollen, hatten es eh nie vor!

  9. Blackhalflifeam 30. Mai 2010 um 13:42 Uhr

    „Mit absoluter Sicherheit wurde auch meine Immunität im Deutschen Bundestag im Herbst 2009 nur deshalb noch schnell aufgehoben“ halte ich ehrlich gesagt für sehr weit hergeholt.

    Ansonsten war der Schritt ja zu erwarten und wohl auch (leider) notwendig.

  10. Gedankenparadeam 30. Mai 2010 um 13:42 Uhr

    Eine gute Entscheidung, die ich als Pirat nur begrüßen kann. Ich wünsche dir für den weiteren (politischen?) Lebensweg alles Gute.

  11. Bundesbedenkentraegeram 30. Mai 2010 um 13:50 Uhr

    Damit verlieren die Piraten für mich einen wichtigen Kopf, hinter dem ich in letzter Zeit nicht mehr viel Geordnetes bei der Partei sehen kann (vielleicht bin ich zu viel im Parteiforum unterwegs als daß ich noch mit sinnvoller Politik von Seiten der Piraten rechne).

    Interessant wird sein zu beobachten, wie sich die Partei und „die Bewegung“ weiter entwickelt. Die Aufnahme von Themen jenseits von Internet scheint schwierig, so scheinen Bürger- und Menschenrechte jenseits des Netzes weniger eine Rolle zu spielen (ich spiele auf die Religionsfreiheit an, die im Forum von einigen Piraten in Frage gestellt zu werden scheint, wenn auch die krassesten Äußerungen nicht von Piraten kommen).

    Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen, Herr Tauss, alles Gute, und viel Erfolg bei der Revision (gehen Sie nun in Revision oder hab ich das wieder nur bei der „Qualitätspresse“ aufgeschnappt?).
    Mast und Schotbruch!

  12. […] Keine Überraschung: […] hatten wir bereits im Juni 2009 angesichts der gegen mich laufenden Ermittlungen über meinen Parteieintritt ausführlich diskutiert. […]

  13. Daywalkeram 30. Mai 2010 um 13:52 Uhr

    Auch wenn ich mir gewünscht hätte, Ihre Entscheidung wäre anders ausgefallen – meinen Respekt für Ihre konsequente Haltung damals & heute.

  14. Sabine Engelhardtam 30. Mai 2010 um 13:53 Uhr

    Hallo Jörg,

    Deine Entscheidung respektiere ich natürlich; allerdings stellt sich mir die Frage, ob das nicht ein wenig „vorauseilender Gehorsam“ war.

    Bereits im letzten Beitrag hattest Du angemerkt, daß Du Deinen Verbleib in der Piratenpartei (auch) vom weiteren Vorgehen einiger abhetzender Journalisten abhängig machen würdest. Damit hast Du m.E. genau diesen Journalisten ein klares Zeichen gegeben: „Ihr müßt nur weiterhin fleißig über mich hetzen, dann mach ich mich vom Acker.“ Eine einfache Methode, unbequeme Zeitgenossen loszuwerden.

    Die Hetzer übersehen dabei zwar, daß gerade in der Piratenpartei eine umfangreiche Mitarbeit und auch Einflußnahme auch ohne Parteibuch bzw. Mitgliedsausweis möglich ist. Das ist jedoch nur dem Parteienverständnis dieser „Qualitätsjournalisten“ geschuldet, das sich an die Altparteien anlehnt. In einer anderen Partei wäre das vermutlich nicht in diesem Umfang möglich — zumindest nicht, ohne Berufs-Lobbyist mit schwarzen Köfferchen zu sein.

    Das Zeichen jedoch, daß es „richtig“ (im Sinne von nützlich und profitabel) ist, einfach nur genug über jemanden abzuhetzen, um ihn loswerden zu können, halte ich für bedenklich. Dieses Zeichen sollte den entsprechenden „Qualitätsjournalisten“ gerade nicht gegeben werden. Sie sind die vierte Macht im Staate, ja — aber nicht diejenigen, die politische Personalentscheidungen zu treffen haben.

    Ich freue mich jedoch, daß Du mit Deinen Erfahrungen und Kenntnissen der Piratenpartei auch als Nichtmitglied erhalten bleibst. Die Piraten brauchen Leute mit Erfahrung, das wird immer wieder deutlich.

    Gruß, Frosch

  15. […] Tauss in seinem Blog. Aus mehreren Gründen habe ich Respekt vor dieser Entscheidung. Erstens hält sich Tauss an eine […]

  16. LarsPam 30. Mai 2010 um 13:53 Uhr

    Lieber Jörg,

    deine Entscheidung, die dir sicherlich schwer gefallen ist, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Hut ab vor so viel „Rückgrat“ und Weitblick in dieser für dich sicherlich nicht leichten Zeit.

    Vielleicht sieht man sich ja trotzdem mal wieder bei einer der vielen verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen.

    Grüße aus Bühl

    LarsP

  17. H. Schrozbergam 30. Mai 2010 um 13:53 Uhr

    Ich stimme dem Kommentar von #Reizzentrum zu. Falls Sie Hilfe benötigen (wir hatten ja über bestimmte Möglichkeiten getwittert) stehe ich gerne bereit. Ich hoffe wirklich, dass Sie in Revision gehen und bin mir sicher, dass zumindest das Verfassungsgericht bzgl. der Unabhängigkeit von Abgeordneten eine bessere Entscheidung trifft als das Landgericht. Wenn nicht bleibt nur noch auswandern 😉

  18. Nicoleam 30. Mai 2010 um 13:54 Uhr

    Dass „Glaubwürdigkeit in der Politik“ ausgerechnet von einem durch ein deutsches Gericht zu einer Strafe Verurteilten wieder hergestellt werden muss, wirft ein ganz spezielles Licht auf die deutsche Politik im Allgemeinen und den größten Teil der Politiker an den Schaltstellen der Macht. – Chapeau!

  19. […] http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=1006 Tags: Piratenpartei, Tauss Kommentar schreiben Kommentare (0) Trackbacks (0) ( Kommentare […]

  20. OxKingam 30. Mai 2010 um 13:58 Uhr

    Einerseits schade dass diese verlogenen und manipulativen Medien so viel Einfluss auf die Meinungsbildung in diesem Land nehmen und solche politisch motivierten Hetzkampagnen überhaupt möglich sind.
    Andererseits Respekt zu diesem Entschluss. Er stärkt nur weiter mein Bild von einem ehrlichen und vor allem von Idealen und Gewissen geleiteten Politiker, der mir den längst verloren gegangenen Glauben an eine solche Konstellation zurück gegeben hat.
    Alles Gute für die Zukunft, auch ohne Mitgliedschaft bei den Piraten. Und ich bin mir sicher, auf der nächsten Freiheit statt Angst Demonstration marschieren wir wieder beide mit.

    Anmerkung tauss: Aber selbstverständlich: 11. September in Berlin

  21. quwram 30. Mai 2010 um 13:58 Uhr

    Ich verstehe Deine Entscheidung, teile aber Deine Überzeugung nicht. Mediale Hetzkampagne hin oder her, ich finde Deinen Austritt schade. Aber ich freue mich, dass Du uns weiter unterstützt.

    bis die Tage

    Jörg

  22. WolfgangPam 30. Mai 2010 um 13:58 Uhr

    Lieber Jörg,

    auch wenn ich bedaure, Dich von Bord gehen zu sehen: Man braucht keine Parteimitgliedschaft um Pirat zu sein. Daher wirst Du auch nie ein Ex-Pirat sein, sondern „nur“ ein Ex-Mitglied der Piratenpartei – etwas was man durchaus voneinander separat sehen kann.

    Dass Dein Einfluß weiterhin vorhanden sein wird, braucht man nicht betonen, Dein Rat und deine Sichtweise zu bestimmten piratigen Themen wird weiterhin gern gesehen sein.

    Ich würde mir wünschen, Dich auf einer der Veranstaltungen der Piraten oder Piraten-nahen Vereinen 😉 wieder mal treffen zu können.

    Gruß aus Bayern,

    Wolfgang

  23. Dobschat » Ei der Taussam 30. Mai 2010 um 13:58 Uhr

    […] ist die Diskussion über einen Rauswurf von Jörg Tauss aus der Piratenpartei sowieso erledigt, er tritt selbst aus – um die Piratenpartei damit von diesen und anderen Diskussionen um seine Person zu befreien: […]

  24. Man kann nicht in Menschen hineinschauenam 30. Mai 2010 um 14:00 Uhr

    […] 8: Das ist nun das Ende vom Lied: Jörg Tauss will die “Piraten stärken” und verkündet seinen Austritt aus der Partei. Danke für diesen anständigen Schritt und für die […]

  25. Tauss verlässt Piratenpartei « iCru.deam 30. Mai 2010 um 14:02 Uhr

    […] dem Urteil des Landesgerichts Karlsruhe tritt Tauss nun aus der Piratenpartei aus. Nach all der Kritik, die ihm entgegenkam, hat er nun doch ein Lob verdient, denn sein Austritt […]

  26. UltraBit (Andreas E.)am 30. Mai 2010 um 14:10 Uhr

    Der Onkel Tauss…

    nu isser EX-Pirat. Schade. Eine Entscheidung, die ich persönlich sehr bedaure aber dennoch Respektiere. Gerade das Rückgrat des Tausschen Piraten war eine gewaltige Stütze FÜR die Piratenpartei. Ich hätte mich gefreut, wenn Pirat Onkel Tauss die Entscheidung des Austrittes bis zum Ende der Revision vertagt hätte. Ich wäre für eine Abstimmung, ob die Austrittserklärung von Pirat Tauss angenommen wird 😉

    Ich mag nicht so recht dran glauben, dass der Tausssche Geist so einfach die Segel einstreicht. Das soll’s gewesen sein?
    Auch wenn Du weiter beratend zur Verfügung stehst lieber Jörg, ist es doch nicht das selbe.

    Warte die Revision ab. Auch dann ist ein Austritt noch immer möglich. Wie sehen es die anderen Piraten?

    Ich hoffen inständig, dass Du nicht den Fehler macht, und der neuen „BETA“-Partei „Die Freiheit“ von „Aalron“ König beitrittst.

    Anmerkung tauss: Mit Sicherheit trete ich jetzt nirgends ein 😉 Ich glaube aber, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt war, unseren Gegnern ein Schnippchen zu schlagen und ihnen mit meiner Person keine Munition zu liefern.

  27. Melaam 30. Mai 2010 um 14:11 Uhr

    Jörg: Wirklich sehr schade. Ich hatte gehofft du würdest bleiben.
    Nichts desto trotz muß natürlich auch ich deine Entscheidung akzeptieren, aber ich hoffe man sieht dich weiterhin auf den Stammtischen oder beim LPT 2.0

    @Bundesbedenkentraeger: Wer vom Trollspielplatz ‚Forum‘ auf die Piratenpartei schließt, dem ist ernsthaft nicht zu helfen. Echte Arbeit und Diskussion findet dort nicht statt.

  28. Alexander G.am 30. Mai 2010 um 14:13 Uhr

    Hallo Jörg!
    Ich respektiere deine Entscheidung, auch wenn ich denke, das es besser gewesen wäre, wenn du in der Piratenpartei geblieben wärst.
    Denn jetzt werden die Medien dir das als Schuldeingeständnis auslegen.
    Gemeinsam sind wir stark gegen die Medien, und ein schlechtes Bild haben diese eh schon gegen die Piraten, das würde nichts ändern.
    Dennoch danke ich dir für deine super geile Arbeit in der Piratenpartei und ich hoffe, das du uns trotzdem treu bleibst und wir dich auf etlichen Veranstaltungen sehen werden.
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Revision!
    Ich glaube an deine Unschuld!

    Liebe Grüße aus dem grünen Herzen Deutschlands.
    Alex ’solar22′

  29. Adnavaam 30. Mai 2010 um 14:15 Uhr

    Vielen Dank für diese von der Vernunft und Integrität getragenen Entscheidung pro Piratenpartei, auch wenn ich Ihren Austritt wie viele andere Piraten bedauere.

    Wie ich bereits in Gesprächen mit anderen Piraten im Vorfeld erläuterte, sehe ich dieser Entscheidung durch Sie die einzige Möglichkeit, wie die Partei „sauber“ aus diesem Mediensturm herauskommen. Jede Entscheidung durch die Partei selbst, sei es ein Ausschluß oder für Ihre weitere Parteimitgliedschaft, hätte nur weiteres Kanonenfutter geboten, die Piraten hätten hier nichts richtig machen können.

    Trotz Ihrer Entscheidung die Partei zu verlassen bleiben Sie dennoch in meinen Augen ein Pirat, der wie kein anderer verstanden hat, worum es zu kämpfen gilt. Ein Pirat, der vorbildhaft agiert und damit vielen anderen zeigt, wie man sich auf dem politischen Parkett bewegt, sein Gesicht und das aller anderen zu wahren versteht. Sie sind Pirat, sie bleiben Pirat – auch ohne eine Mitgliedsnummer, die nur äußerliches Kennzeichen ist, die jedoch nichts über den Menschen verrät.

    Mein Respekt gilt Ihnen, Ihrer Familie und Freunden. Ich stehe nur in Teilen hinter dem Urteil des Gerichts aber voll und ganz hinter dieser von Ihnen getroffenen Entscheidung und freue mich, dass Sie sich auch dazu entschlossen haben als Ansprechpartner weiter im piratigen Leben zu stehen.

  30. L3viathan2142am 30. Mai 2010 um 14:16 Uhr

    Lol.

  31. Käpseleam 30. Mai 2010 um 14:43 Uhr

    Lieber Jörg, ich trat am 30. Juni aus der SPD aus, die Willy Brandt verraten hat. Wels war ein Fels! Die Basis streikte nicht, als das dreckige Arschloch im Münchner Hofbräukeller putschte und ein full idiot zum DDVG-Kanzlerkandidaten ausgerufen wurde. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Der Verführer gab sich am 30. April die Kugel. Die feige Presse berichtet lieber über Amokläufe. Kaiser Wilhelm II stellte einen Blankoscheck aus. Der verlorene 1. Weltkrieg lieferte Munition für den 2. Weltkrieg. Der verlorene 2. Weltkrieg mit großen Verlusten im Osten lieferte genug Munition für ein wahnsinniges Jahrhundertprojekt. Im dritten Reich wurde geköpft. Im vierten herrscht der Psychoterror: braune Soße! Stuttgart 21 ist die Hölle!

    Verstehst du Spaß? *lol* Eine ernst gemeinte Mitgliedschaft in der Freien Union scheiterte nicht an einer fehlenden Unterschrift. Ich gab im Namen der Freien Union eine FUN-Pressemitteilung per E-Mail heraus. Schon gehört?
    http://www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2392191

  32. grungeam 30. Mai 2010 um 14:47 Uhr

    Ich verstehe Ihre Entscheidung und finde sie auch gut und richtig. Dennoch macht es mich sehr traurig, denn ich wünschte, wir hättem mehr Menschen Ihres Formats in der aktiven Politik und nicht so viel gesichtsloses Mittelmaß, wie es heute leider der Fall ist.

    Grunge

  33. Markus B.am 30. Mai 2010 um 14:48 Uhr

    Leider verliert die wichtigste Partei der aktuellen Parteienlandschaft einen erfahrenen und konstruktiven Kopf, in dessen Windschatten sich sehr viel hätte entwickeln können, wenn diese Hetze gegen ihn nicht wäre. Viele andere Politiker haben z.T. viel mehr Dreck am Stecken und sie werden nicht halb so stark fertig gemacht. Auffallend, das CDU-Politiker wie Roland Koch sogar Ministerpräsident werden dürfen, obwohl sie ohne Reue gegen Parteigesetze verstoßen.

    Jetzt gilt es für die Piratenpartei ohne Tauss professioneller in ihrer Struktur zu werden und gleichzeitig ihre Themen klüger auszuarbeiten. Es ist in den nächsten Jahren wohl nicht möglich ein einen Landtag zu kommen, aber wir brauchen eine bessere thematische, strukturelle und mediale Basis für die BTW 2013.

  34. maltejkam 30. Mai 2010 um 14:48 Uhr

    Hallo Jörg

    Wie (augenscheinlich fast) alle anderen Piraten bedaure ich Deinen Parteiaustritt sehr.

    Ich bin aber überzeugt, dass uns Dein positiver Einfluss (via Twitter oder hier, hoffentlich auch via Stammtisch) erhalten bleibt.

    Gruß

    Malte

  35. Stephan TPunktam 30. Mai 2010 um 14:48 Uhr

    Pirat ist man nicht aufgrund eines Mitgliedsausweises, sondern wegen der Einstellung und Sie haben bewiesen, was ein Pirat ist.

    Sie waren eine großartige Unterstützung im Bundestagswahlkampf und trotz aller Hetze in den Medien haben Sie sich nicht unterkriegen lassen. Ich hoffe, dass man Sie weiterhin bei Bürgerrechtsangelegenheiten sehen wird, vor allem dann auf der Freiheit statt Angst dieses Jahr :)

    Viel Erfolg in Ihrem politischen und vor alem auch privaten Leben.

    Stephan

    Achja und man schreibt sich natürlich auch weiterin in der Twitteria

  36. […] Mai 2010 von UltraBit Wie ich soeben auf „tauss-gezwitscher“ lesen musste, ist Jörg Tauss aus der Piratenpartei ausgetreten. Eine Entscheidung, die ich […]

  37. Hagenam 30. Mai 2010 um 14:50 Uhr

    Politiker, die aus freien Stücken zurücktreten, sind immer solche Politiker, die eigentlich bleiben sollten.

  38. der Ulliam 30. Mai 2010 um 14:50 Uhr

    Hallo Herr Taus,

    bevor sich in Kürze wieder die gesamte Troll-Welt hier versammelt um diesen Blogpost mit zum Teil sehr dummen Parolen vollzuspammen, möchte ich kurz los werden, daß – egal, was nun jeder Einzelne persönlich über Sie denkt – ich es als ziemlich krank empfinde, in derart sture Denkweisen zu verfallen, wegen einem einzelnen Mitglied wären die PIRATEN als Gesamtheit nicht (mehr) wählbar. Geht es um Personen oder um Inhalte ?

    Bei der auflaufenden Menge an Einträgen zum Thema zeigt sich mir bei der Mehrzahl überdeutlich, daß sich viele Menschen freiwillig oder einfach nur gedankenlos einem (eigentlich nicht vorhandenen ?) Gruppenzwang unterwerfen, weil es … ? Ja warum ? Ist selber Denken wirklich so anstrengend ? Tut es weh oder bedeutet es einfach nur Vergeudung kostbarer Zeit, die ‚Mensch‘ vielleicht viel lieber vorm TV auf dem Ludolf’schen Schrottplatz oder bei Vera am Mittag verbringen möchte ?

    Ich persönlich kann Ihr jetziges Handeln nachvollziehen. Hoffe, daß gerade mit Blick auf die von Ihnen angesprochenen Informationsmöglichkeiten eines Abgeordneten hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Sollten Sie diesbezüglich weitere Schritte planen, wünsche ich hierzu viel Glück. Auch, daß Sie den PIRATEN weiterhin mit Ihren durchaus als wertvoll einzuschätzenden politischen Erfahrungen zur Verfügung stehen wollen, finde ich gut und wichtig.

    Grüße vom Ulli

  39. Theoam 30. Mai 2010 um 14:54 Uhr

    Na, da haben die Piraten-Führer sicherlich lange auf dich einreden müssen, was. Versuch es doch mal bei der DVU, die nehmen eh jeden. Auch verurteilte!

    Anmerkung tauss: Mich betreffende Entscheidungen treffe ich selbst. Und das mit der DVU werte ich jetzt mal als schlechten Scherz

  40. Zivilscheinam 30. Mai 2010 um 14:54 Uhr

    Jörg Tauss tritt aus…

    Jörg Tauss, der im Laufe der Ermittlungen, die seit März 2009 gegen ihn wegen des Besitzes von Kinderpornografie liefen, trat im darauffolgenden Juni aus der SPD, für die er im Bundestag saß, aus und wurde im gleichen Zuge Mitglied der Piratenpartei De…

  41. Torsten Schreiberam 30. Mai 2010 um 15:00 Uhr

    Lieber Jörg,

    ich habe -auch aufgrund der Aufgaben in der Partei- deinen „Fall“ aufmerksam verfolgt und gerade als Journalist auch schmerzvoll zur Kenntnis genommen wie „Meinung“ und Stimmung gegen Dich gemacht wurde und wird.

    Das Thema Kinderpornographie ist für Menschen, gerade mit Kindern ein sehr emotionales, ein Thema, daß Sachlichkeit und Besonnenheit schwierig zulässt. Dennoch haben wir Dich bis heute stets begleitet und auch unterstützt. Umso mehr danke ich Dir, daß du mit diesem Austritt denjenigen den Wind aus den Segeln nimmst, die auch den Piraten schaden möchten und dich und deinen juristischen Fall instrumentalisieren.

    Der Austritt ist meiner persönlichen Meinung -auch in der von Dir beschriebenen Form- der einzige sinnvolle, dein einzig politisch mögliche Weg.

    Ich hoffe du wirst weiter auch in den nächsten Instanzen für deine Perspektive kämpfen um am Ende vielleicht für Dich ganz persönlich eine Rehabilitation zu erfahren. Die Piraten werden das weiter verfolgen.

    Für deine wertvolle politische Arbeit und Überzeugung gebührt dir von uns ein Danke. Die Piraten sind meiner Meinung nach -entgegen den ebenfalls medialen Berichten- nicht an einem Scheideweg sondern befinden sich in einem Prozess wo sich die Spreu vom Weizen trennt. Wir werden unseren Weg gehen und auch in Zukunft noch segeln. Jetzt wird die politische und auch die organisatorische Arbeit „härter“, jetzt zeigt sich wer in der Lage ist Demokratie auch innerparteilich zu erfahren und zu „ertragen“. Gleichwohl ist es wichtig den Konsens und die gemeinsam erarbeiteten Ideen auch transparent und medial gut zu vermitteln.

    Daran werden und müssen wir arbeiten.

    Ahoi und guten Wind wünscht Dir
    Torsten Schreiber
    Social Media/ Social Networks
    AG Online Piratenpartei Deutschland

  42. Monipiratinam 30. Mai 2010 um 15:00 Uhr

    Schade, dass es so gekommen ist.
    Ich hoffe, dass wir weiterhin auf deine Unterstützung als „Politprofi“ bauen können.
    Man „sieht“dich hoffentlich weiterhin auch bei twitter und facebook.
    Alles Gute
    Moni

  43. Zuschaueram 30. Mai 2010 um 15:09 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss,

    ich danke Ihnen für diesen ehrenwerten Schritt.

    viele Grüße
    Ein Zuschauer

  44. martinam 30. Mai 2010 um 15:13 Uhr

    Trauriger als daß Du gehst, finde ich, daß es Piraten gab, die Dich als „Verbrecher“ abgestempelt aus der Partei geworfen sehen wollten. Man sollte eigentlich erwarten, daß Piraten zusammenhalten, gerade dann, wenn an einem von ihnen ein Exempel statuiert werden soll. Um nichts anderes handelt es sich hier ja.

    Anmerkung tauss: Innerhalb der Partei habe ich viele Solidarität erfahren. Mit einigen wenigen anderen Stimmen, die ich auch respektiert habe, konnte ich gut leben.

  45. mean2uam 30. Mai 2010 um 15:16 Uhr

    Hallo Jörg,
    nach all deinen Blogeinträgen, Tweets, Mails und nachdem ich dich auf dem 26C3 und in Bingen live traf, muss ich ganz ehrlich sagen, dass heute eine der wichtigsten Personen in der Geschichte der Piratenpartei von Bord gegangen ist. Ich hätte mir gewünscht, dass es nicht soweit hätte kommen müssen.

    Aber es freut mich sehr, dass du weiterhin vom Hafen aus einen wachsamen Blick Richtung Piraten wirfst 😉

    Grüße aus Jena
    mean2u

  46. kuhkatzam 30. Mai 2010 um 15:17 Uhr

    was sven & hagen gesagt haben.

  47. Anonymous Pirateparty Memberam 30. Mai 2010 um 15:18 Uhr

    Ich muss ihnen Respekt für diese mutige Entscheidung zollen !

    Eine sehr pragmatische Entscheidung. Da die Piratenpartei in einen Pro und in einen Contra Tauss – Flügel gespalten ist wird es dank ihrer Entscheidung zu keinerlei Flügelkämpfen und inneren Konflickten kommen, was im Moment sehr wichtig ist, damit sich alle Kräfte auf die programmatische Weiterentwicklung konzentrieren können.

    Ich denke das dieser widerwärtige und zum Teil auch politisch geschürte Medienrummel um ihre Person nachlassen wird, sobald die Berufungsverfahren überstanden sind, egal wie das Ergebnis dieser aussehen wird.
    In 2-3 Jahren wird ein stiller Wiedereintritt in die Piratenpartei als einfaches Mitglied mit Sicherheit keine negative Aufmerksamkeit mehr erregen. Im Moment denke ich aber das es für die Piraten am besten ist, eine gewisse Distanz aufrecht zu erhalten, um sich auf die politische Arbeit und Weiterentwicklung der Partei konzerntrieren zu können. Schließlich geht es darum sehr wichtige Ziele zu erreichen.

    Die Piratenpartei steht schießlich auch für Nichtmitglieder offen und wird sich auch weiterhin über viele interessante Vorschläge und Ideen Ihrerseits freuen.
    Dennoch hoffe ich, dass die Piratenpartei und Sie in einigen Jahren, wenn der Trubel wieder abgekühlt ist, wieder zueinander finden. Wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist wird das, denke ich, keinen großen Trubel mehr auslösen.

    Ansonsten nehmen sich sich doch einfach ein wenig Zeit um Abstand zu dem ganzen Theather zu finden, ich finde es beindruckend das sie das ganze bisher so durchgestanden haben das zeugt von einem starken willen. Ich würde mich freuen wenn sie auch in Zukunft hier noch den einen oder anderen Blogpost schreiben um ihre Erfahrungen und Ansichten weiterzugeben.

  48. StefanHam 30. Mai 2010 um 15:19 Uhr

    Hallo Herr Tauss,

    ich bedauere Ihre Entscheidung des Austritts bei uns sehr; haben Sie doch mit guten Ideen und viel Sachverstand auf unserem Schiff mitgearbeitet und ich wüsste zur Zeit niemanden, der die Lücke, die Sie hinterlassen, schließen könnte!
    Ich würde mich jedoch sehr darüber freuen, wenn man (ich) auch in Zukunft politsch von Ihnen hören könnte.

    Ihnen persönlich für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg; ist es doch noch viel zu früh, dass Sie sich aufs Altenteil zurück ziehen könnten…

    Liebe Grüße
    Stefan H.

  49. Christoph B.am 30. Mai 2010 um 15:34 Uhr

    Was auch immer man über dich denken mag und was auch immer tatsächlich wahr ist.
    Deine politische Arbeit war die eines echten Piraten und ich hoffe sie bleibt uns trotzdem erhalten!
    Danke für die Zusammenarbeit!

  50. […] …schreibt er hier. Ich halte das für unnötig. “Damit aber kein Missverständnis entsteht: Dieser Austritt erfolgt, um die Piraten und unsere Sache zu stärken.” Wenn die Piratenpartie die mediale Hetze nicht aushält, dann kann sie auch gleich aufgeben. Man muss eben Eier haben und dagegenhetzen…. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Mai 30, 2010 | abgelegt unter Piraten, Politics  […]

    Anmerkung tauss: Man muss aber den Gegnern auch kein Futter geben 😉

  51. Tauss ist raus…. « Links, Links, Linksam 30. Mai 2010 um 15:35 Uhr

    […] ist raus…. Tauss ist raus. […]

  52. Ein Opferam 30. Mai 2010 um 15:40 Uhr

    Lieber Herr Tauss,

    bei allem Respekt vor Ihrer begrüßenswerten Entscheidung hoffe ich doch, dass Sie sich auch noch mit dem Anlass des ganzen Ärgers beschäftigen: Sie haben zugegeben, Kinderpornographie gekauft und gesammelt zu haben. Und damit – aus welchen Gründen auch immer (Ihre Argumentation „beruflich“ überzeugt jedoch nicht, da Sie die Erkenntnisse NICHT zur Bestrafung Ihrer Lieferanten nutzten und dafür auch die Strafverfolgungsbehörden zuständig sind! Deren Erkenntisse hätten auch ohne Ihre „Recherchen“ ausgreicht!) – haben Sie anscheinend Kinderpornohändler finanziell unterstützt!
    Vielleicht schreiben Sie hierzu auch mal was. Alles andere, wie z.B. Medien und Staatsanwaltschaft und damit auch die unabhängigen Richter, die für notwendige Aufklärung sorgen, der Hetze zu beschuldigen ist aus meiner Sicht nur ein Ablenkungsversuch.
    Werden Sie auch weiterhin „beruflich“ im Kinderpornobereich „recherchieren“? Oder haben Sie eingesehen, dass der Erwerb und die Lagerung von Missbrauchsmaterial ein Fehler war? Ein solches Eingeständnis wäre sicherlich mehr wert als „Schaden von der Partei“ abzuwenden.

    Anmerkung tauss: Es war insofern ein Fehler, als dass die Gegenseite „gewonnen“ hat. Bei der Formulierung Hetze bleibe ich. Sollte es Ihnen tatsächlich um die Kinder gehen, sollten sie es genau so sehen.

  53. Fargurdam 30. Mai 2010 um 15:45 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss. Ich habe sie schon einge Male live erleben dürfen und bin bisher immer positiv beeindruckt gewesen. Und auch diesen Schritt sehe ich mit sehr viel Respekt. Ich bin mir sicher, dass sie auch in Zukunft weiterhin ein wichtiger Baustein für die Partei sein können, ob mit Mitgliedsausweis oder ohne.

    Und grundsätzlich wäre es schön, wenn es mehr Politiker (so richtige) von ihrem Schlag geben würde. Keine Duckmäuser, Geldgeier oder sonstiges. Einige ihrer Beiträge im dt. Bundestag habe ich mir angesehen und fand es jedes mal gut und die Reaktionen der anderen Parteien alles andere als angebracht.

    Ich wünsche ihnen für ihren weiteren Lebensverlauf viel Erfolg, Glück und vielleicht sehen wir uns wieder bei der Freiheit statt Angst Demo.

  54. Aleks A.am 30. Mai 2010 um 15:45 Uhr

    Danke Jörg, für deine Arbeit als Pirat. Wie schon andere hier gesagt haben, ist Mitarbeit an der Partei und der Bewegung nicht von der Mitgliedschaft abhängig.

    Ich hoffe, unsere Wege treffen sich bald wieder.
    Aleks

  55. SaschaPam 30. Mai 2010 um 16:07 Uhr

    Hallo Herr Tauss.

    Als ich zuerst über sie hörte, dachte ich noch: aha, einer erwischt. Und dann weiterrecherchiert… und mich gewundert: Äh, mom, der war der Beauftragte des BTs für dieses Thema? Wieso wird er dann angezeigt.

    Nicht weil ich glaube dass diese Position ein Vorrecht geben würde, Kinderpornographie zu konsumieren, sondern da ich eigentlich davon ausging, dass jemand der zu diesem Thema im Bundestag Rede und Antwort stellen muss natürlich nicht nur weiss, woher diese Medien kommen, sondern wahrscheinlich auch schon in Kontakt damit gekommen sein. Sprich ein ungeliebtes Detail dieser Position (was soll man mit einem Parlamentarier, der dafür beauftragt ist, für die Bekämpfung der Kinderpornographie zu arbeiten, wenn der keine Ahnung davon hat (aus beruflichen Gründen)).

    Dass die von Ihnen gemachte Recherche anscheinend im politischen Rahmen kontraproduktiv war, mussten Sie ja selbst feststellen, die Regierenden suchen ja leider jede Möglichkeit, um Kritiker mundtot zu machen. Aber für diesen Fehler müssen sie ja nun gerade stehen, und wir wissen ja, Justitia ist blind, sie kann nicht einschreiten, wenn das BKA Politiker, die kritisieren, dass das BKA schlecht arbeiten, mundtot macht.

    Die Reden gegen den Wahlkampfgag der Bundesregierung (also das Kinderpornographiesperrgesetz) waren gut und wichtig, und sie haben (auch im Vergleich zu den Reden der anderen Parteien) gezeigt, dass leider alle etablierten Parteien lieber Platitüden verteilen, statt ihren Job zu machen. Erfrischend war auch die Ehrlichkeit, die Sie sich dank ihren damals schon feststehenden Ausscheidens aus dem BT an den Tag legten. Diese sollten sich die Kollegen von Ihnen, die meinten, sie mit bösen Sprüchen und Blicken strafen zu büssen, mal als Vorbild nehmen.

    Dass Sie jetzt nach dem Urteil aus der Partei austreten, ist verständlich. Allein um keine Angriffsfläche durch die BILD und andere Medien, die gerne mal schwarz malen, zu bieten.

    Ich hoffe Sie werden trotzdem weiter wortlaut aufzeigen, wo die etablierten Parteien und Medien lügen wie bestellt. Und in meinen Augen ist ihnen da auch mehr zu trauen: Denn ich glaube da lieber jemandem, der sich selbst in die Gefahr begeben hat, um die Wahrheit aufzuzeigen, als Behörden, die lügen und lügen, um immer neue Ressourcen zu kriegen.

    mfg Sascha

  56. Fleckyam 30. Mai 2010 um 16:12 Uhr

    Hallo Jörg,

    Hut ab und großen Respekt für deinen selbstlosen Schritt. Leider verliert die Piratenpartei und insbesondere der LV Baden-Württemberg mit dir einen sehr engagierten Mitstreiter und vor allem einen Freund klarer Worte, wenn es mal wieder internes Machtgerangel gab. Du wirst eine große Lücke hinterlassen…

    Alles Gute für deinen weiteren Weg, insbesondere für dein Revisionsverfahren! Ich hoffe, dass man auch weiterhin noch von dir zu lesen und zu hören bekommt, ich werde dich auf jeden Fall weiter „verfolgen“.

    Herzliche Grüße, Flecky

  57. […] erklärt auf seiner Webseite unter der Überschrift “Piraten stärken” seine Gründe für den […]

  58. ruepelstimmchenam 30. Mai 2010 um 16:21 Uhr

    man jörg, irgrndwie entäuscht du mich. bin nicht viel jünger wie du
    und überlege manchmal, was ich tun kann. um dieser welt wieder
    zu mehr respekt zu verhelfen, mehr fairness den menschen gegenüber.
    hoffe, du kommst zurück.
    friedliche grüße aus bremen.

  59. zoraam 30. Mai 2010 um 16:23 Uhr

    lieber jörg tauss,

    das wichtigste ist bereits von vielen piraten gesagt.

    schön, dass du uns als mensch mit piratigem herzen erhalten bleibst.

    herzliche grüße aus sachsen-anhalt :)

  60. Eskaam 30. Mai 2010 um 16:24 Uhr

    Ich hoffe, sie erweisen sich auch weiterhin als Steher. In den kommenden turbulenten Zeiten werden Leute wie sie noch gebraucht.

  61. Herr Doktoram 30. Mai 2010 um 16:24 Uhr

    Hut ab zu diesem Schritt, Herr Tauss!

  62. >> Flecky's Blogam 30. Mai 2010 um 16:25 Uhr

    Tauss verlässt das Piratenschiff…

    Eben gab Jörg Tauss in seinem Blog bekannt, dass er die Piratenpartei verlassen würde, um diese vor Anfeindungen und Anschuldigungen in den bevorstehenden Wahlkämpfen zu schützen. Ich respektiere diese Entscheidung und ziehe meinen Hut vor Tauss……

  63. Dieter.Giesekingam 30. Mai 2010 um 16:26 Uhr

    Guten Tag, Bürger Jörg Tauss ! Weiterhin viel Erfolg für Ihre außerparlamentarische(SPD) und jetzt auch außerparteiliche(Piraten) politische Aktivitäten. Leider dürfen sich die Mainstream-Medien und der politische Gegner jetzt als „Gewinner“ fühlen. Wünsche Ihnen für die Zukunft auch bald wieder eine gut bezahlte berufliche Tätigkeit. Schließlich muss ja auch ein ganz einfacher Bürger jeden Morgen seine Brötchen bezahlen. Auch bieten sich jetzt als Parteiloser ganz andere Möglichkeiten in jeder Hinsicht….

  64. […] #70 Jörg Tauss nimmt selbst Stellung: http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=1006 […]

  65. danebodam 30. Mai 2010 um 16:36 Uhr

    Du bist und bleibst also Pirat. Gut so!

    Schade dass Filbingers Kreaturen jetzt erstmal einen Etappensieg errungen haben. Das muss aber nicht so bleiben.

    Schoten brassen für die Landtagswahl in BW!

  66. Getwitterwolkeam 30. Mai 2010 um 16:46 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss,

    ich weiß nicht, was richtig oder falsch ist, in ihrem Fall, aber ich akzeptiere ihre Entscheidung, weder ich, noch jemand anderes kann ihnen diesbezüglich etwas vorschreiben.
    Jedoch möchte ich Ihnen noch auf den Weg geben, dass ich großes Vertrauen in ihr politisches Können hatte und noch immer habe, ich respektiere sie zutiefst und wünsche ihnen noch viel Glück bei ihrem weiteren Werdegang. Nur sie allein wissen, was für sie richtig ist.

  67. keinpiratam 30. Mai 2010 um 17:12 Uhr

    Wenn man sich die Kommentare hier ansieht, ist die „Piraten“-Szene noch um einiges sektiererischer als man sowieso schon denkt.

    Und dass Sie und ein paar Oberpiraten im Ernst geglaubt haben, mit Ihrem Eintritt der Piratenpartei dieser mehr zu nützen als zu schaden, stellt Ihrer aller politischem Verstand auch kein gutes Zeugnis aus.

    Anmerkung tauss: Ich bin immer wieder erstaunt, auf Leute zu treffen, die schneller schreiben als denken können.

  68. Christian Lam 30. Mai 2010 um 17:22 Uhr

    Wollten Sie nicht Fahrrad fahren oder posten Sie die Beiträge mobil von Ihrem iPhone?

    :-)

  69. 0madam 30. Mai 2010 um 17:23 Uhr

    Lieber Herr Tauss,

    ich, als Nichtpartei-Pirat, weiß, dass man bei den Piraten ganz leicht ohne Parteibuch mitspielen kann, wenn man sich einbringt. Ob Sie nun mit oder ohne Mitgliedschaft ihren Sachverstand, Erfahrungen im Polit-Geschäft und ihre Streitlust in die so wichtigen Debatten einbringen ist meines Erachtens (und mir) darum auch völlig egal, solange sie der Partei auch weiter zur Verfügung steht. :)

    Zwei Dinge sind mir aber sehr wichtig:

    BITTE gehen sie in Berufung, um höchstrichterlich klären zu lassen was ein Abgeordneter an eingenständiger Recherche erlaubt ist. In diesem Zusammenhang ist mir auch völlig egal, ob sie aus gerechtem Diensteifer, persönlicher Neugier, – so abwägig auch wäre – „Neigung“, oder schlicht Größenwahn sich diesen Kram angeeignet haben. Wichtig ist zu klären:
    Haben unsere obersten Volksvertreter das Recht und die Pflicht auch in den gesellschaftlichen Grauzonen zu recherchieren um sich umfassen und unabhängig bei der Entscheidungsfindung informieren zu können.

    Und das zweite:
    Lassen sie sich nicht unterkriegen in den vielen so wichtigen Themen und Fronten, an denen wir unsere Schlachten für Bürgerrechte und -freiheiten erkämpfen.
    Ich weiß, wie Sie selbst sicher auch, dass das auf Dauer verlorene Kämpfe sein werden, wegen den gesellschaftlichen Umwälzungen und das daraus resulitierende Risiko, dass die eigene Bevölkerung für den Staat bedeuten wird.
    Aber wir sollten sowohl die Umwälzungen als auch die Mechanismen der… Risiko-Bekämpfung so lange es nur irgend geht herauszögern um für uns und unsere Kinder (und vielleicht sogar Enkel) noch die Freiheit zu bewahren, die wir genießen.

    Ich habe großen Respekt vor der Autonomie ihrer politischen Entscheidungen und hoffe, dass sie diese ganz selbst zum Schaden ihrer Gegner und nicht nur auf Druck der Medien getan haben.

    Viele Grüße,
    0mad

  70. albusam 30. Mai 2010 um 17:38 Uhr

    „Jeder computer-versierte Schüler kann heute, sofern er es will, jeder anderen Person eine Falle stellen und hunderte oder tausende Bilder in den Cache des Computers laden. Im einfachsten Falle reicht dafür ein versteckts Iframe oder Image Tag. (Hier sind also keinerlei Expertenkenntnisse gefragt) Hier helfen keine Firewalls oder Filter. Eine derartige Falle läßt sich jedem Menschen der ein Computer (oder Handy mit Internetzugang hat) sehr eifnach stellen. Gerade deswegen ist es enorm wichtig, dass das Thema vor Gericht, in Gesetzen etc absolut objektiv und rechtsstaatlich behandelt wird. Sonst fallen wir in unserer Demokratie um tausende von Jahren zurück, in der jeder jeden anderen Problemlos denunzieren und auf die einfachste Art und Weise “ausschalten” kann.“

    Dem kann man leider nur zustimmen. Was vielleicht im letzten Jahr untergegangen ist, ist die Tatsache, dass eine sogenannte Kindergartenbande, deren Mitglieder versuchsweise in Online-Abzocke tätig sein wollten, gegenüber Verbraucherschützern gewisse Äußerungen von sich gegeben hat. Man wollte u.A. wahllos Familienväter, an deren Realdaten man beliebig kam, über gewisse kriminelle Handlungen, die man Cyberstalking-ähnlich sehen kann, dem Verdacht aussetzen, Kinder zu missbrauchen, um wie man klarstellte, Jugendämter über Fake-Profile in Kenntnis zu setzen und als Folge dazu zu bringen, in vielen Fällen u.A. nach dem Generieren von Fake-Kipo-Accounts mittelbar Sorgerrechte zu entziehen. Die selbe Gruppe war sich darüberhinaus selbst dazu nicht einmal zu schade, Verbraucherschützer darüber in Kenntnis zu setzen, Personen wahllos mit falschen Annoncen in Kleinanzeigenportalen so anzugehen, dass diese Selbstmord begehen würden. In der Sache wurde bis heute (obwohl Täter Ermittlern namentlich bekannt sind) keine Urteile gesprochen. Der Chef sitzt aktuell lediglich im Zusammenhang mit einfach gelegenen Betrugsdelikten in Haft.

    Zumindest ist derzeit in der Sache Ruhe eingekehrt, was aber nicht Verdienst für die Ermittlung der Täter eigentlich zuständigen Ermittler ist. Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass nach einer Debatte in einem Forum in Zusammenhang mit einem zu einem Spendenaufruf eines von einem Bistum kürzlich abgemahnten Bloggers gestarteten Threads, nachdem ich lediglich über den Austritt aus der kath. Kirche philosophiert habe, dafür von einem Diskussionsteilnehmer, der sich selbst als Atheist ausgab, wahrheitswidrig und aggressiv in die Ecke eines Amokläufers gerückt werden sollte, der die Kirche mit Gewalthandlungen vernichten will. Da ich in solchen Sachen (falsche Verdächtigung etc.) grundsätzlich keinen Spass verstehe, habe ich zeitnah Strafanzeige wegen Verleumdung gegen den nicht anonym postenden Herrn gestellt. Zudem und das möchte ich feststellen, von anderen Diskussionsteilnehmern in der zugrundeliegenden Debatte, die solchen Anschuldigungen zustimmen, der Eindruck erweckt wurde, es ginge in der Debatte, wenn überhaupt, dann um nur wenige zehntausend Missbrauchsopfer innerhalb der Kirche bis in die 70er Jahre. Viele Personen, die sich heute melden würden, wären wie allen Ernstes auch noch unterstellt wurde, überhaupt nicht missbraucht worden, und es ginge diesen nur darum, für sich finanzielle Vorteile aus einem in Diskussion stehenden Fond zu ziehen! Unter Berufung auf das Sachbuch Schläge im Namen des Herrn kann und werde ich im Zusammenhang mit meiner Zeugenaussage auch auf folgende Angaben von der Startseite des dazugehörenden Informationsangebotes aus dem Jahre 2006 zitieren! „Bis in die siebziger Jahre hinein wurden mehr als eine halbe Million Kinder sowohl in kirchlichen wie staatlichen Heimen Westdeutschlands oft seelisch und körperlich schwer misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele leiden noch heute unter dem Erlebten, verschweigen diesen Teil ihres Lebens aber aus Scham – selbst gegenüber Angehörigen.“

    Siehe dazu http://www.schlaege.com/

    Einer der Poster bekräftige darüberhinaus, selbst missbräuchlich darüber nachzudenken, sollte es einen Fond geben, diesen versuchsweise in Anspruch nehmen zu wollen und Lehrer vielleicht falschen Anschuldigen auszusetzen. Das wurde ehrverletzend und sehr ekelerregend, muss man dazu sagen, veröffentlicht.

    „?Anmerkung tauss: Das war der Versuch der Staatsanwaltschaft, aus mir schwul = pädophil zum machen. Diese unappetitliche Vorgehensweise mit Unterstützung von Report Mainz hat mich besonders irritiert. Ich dachte, dass diese Debatte gesellschaftlich hinter uns liegt.“

    Dem ist leider nicht so. Zur Stunde sieht es zudem so aus, dass, nachdem Personen innerhalb der kath. Kirche diese Debatte angestoßen haben, diese ganz allmählich zum Selbstläufer wird. Und was macht der Gesetzgeber? Tja… Mal von einer Seite von falschen Anschuldigungen betroffener zitiert, siehe http://www.queer.de/detail.php?article_id=12240

    „Welche konkreten Auswirkungen hätte die geplante Gesetzesänderung? Womöglich nicht viele. Ein Richter, der einigermaßen bei Verstand ist, sollte keinen Unterschied machen, ob ein Gewalttäter zum Mord an Schwulen, Behinderten oder Schwarzen aufruft. Aber warum macht die Bundesregierung diesen Unterschied? Sollte sie nicht stets alle Minderheiten gleichermaßen schützen, wie es die Europäische Grundrechtecharta verlangt? Und was für eine Botschaft sendet Berlin aus, wenn es diesen Schutz nicht ausdrücklich gewährt?

    Die Botschaft an sexuelle Minderheiten ist klar: Ältere Schwule, die dieser Staat noch bis 1969 verfolgen und einsperren ließ, werden solche Auslassungen gewohnt sein. Und junge Homosexuelle, die gerade in ländlichen Gebieten noch gegen Vorurteile und Anfeindungen kämpfen müssen, erfahren von ganz oben, dass ihr Schutz allenfalls ein untergeordneter Gedanke in den Köpfen unserer Minister ist. Es ist schade, dass CDU/CSU und FDP offenbar denken, dass ein paar Worte weniger in unseren Antidiskriminierungsgesetzen ein Beitrag zum Bürokratieabbau ist.

    Dieser ständige Kampf nervt: Besonders nach der erfolgreichen Verabschiedung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes 2006 sollte man nicht jedes Mal darüber diskutieren, welche Minderheiten im Extremfall schutzwürdiger sind als andere. Denn eigentlich sollte niemand ein Interesse daran haben, Menschen mit unterschiedlichen Merkmalen gegeneinander auszuspielen. Die Aufteilung in gute Randgruppen und schlechte Randgruppen sollte jedem Demokraten peinlich sein.“

  71. Mr.Harmlosam 30. Mai 2010 um 18:24 Uhr

    Schon mal überlegt Politisches Asyl in der Schweiz zu beantragen als politisch Verfolgter …

    Anmerkung tauss. Mein Schwyzerdütsch ist dazu zu schlecht 😉 Ein Schweizer Pirat sagte mir kürzlich, ich hörte mich an, als ob ein Schweizer Hochdeutsch reden wollte….

  72. Voyageram 30. Mai 2010 um 18:25 Uhr

    Ist es denn in Deutschland nichtmal mehr möglich aktiv gegen politisch motivierte Hetzkampagnen vorzugehen , zb. dass die Piratenpartei Pressemeldungen ans Fernsehen herrausgibt oder eine Newskonferenz macht oder Dementis herausgibt etc.
    Das Problem ist doch dasselbe wie vor der Bundestagswahl, man muss mit den Informationen rausgehen an die Mehrheit der Leute.
    Ich hab gemischte Gefühle mit Jörgs Austritt aus der PP . Auf der einen Seite finde ich, Jörg hätte weiterkämpfen sollen- wir leben immerhin in einem freien westlichen Land. Auf der anderen Seite gibt es auch Argumente die PP vor einer neuen Schlammschlacht zu schützen.

    Du gehst hoffentlich in Revision .

  73. Lauscheram 30. Mai 2010 um 18:29 Uhr

    Erst mal: Zustimmung zu den meisten Kommentaren hier

    Tja, wurde ja alles schon mehrfach gesagt. Auch ich finde, diese Entscheidung verdient Respekt, gerade, weil du offensichtlich ein sehr überzeugter Pirat bist und dich mit viel persönlichem Einsatz für den Erhalt der Bürgerrechte einsetzt. Daher auch von mir, Hut ab dafür. Hoffe nur, man hört trotzdem gelegentlich von dir. Aber dazu steht ja auch schon alles weiter oben. 😉

    Zweitens: @EinOpfer

    Ein paar Anmerkungen zu deinem Kommentar
    Lieber Herr Tauss,
    bei allem Respekt vor Ihrer begrüßenswerten Entscheidung hoffe ich doch, dass Sie sich auch noch mit dem Anlass des ganzen Ärgers beschäftigen:

    Tut er doch, im Rahmen eines Gerichtsverfahrens. Was soll er denn deiner Meinung nach noch machen?

    Sie haben zugegeben, Kinderpornographie gekauft und gesammelt zu haben. Und damit – aus welchen Gründen auch immer (Ihre Argumentation “beruflich” überzeugt jedoch nicht, da Sie die Erkenntnisse NICHT zur Bestrafung Ihrer Lieferanten nutzten und dafür auch die Strafverfolgungsbehörden zuständig sind! Deren Erkenntisse hätten auch ohne Ihre “Recherchen” ausgreicht!) – haben Sie anscheinend Kinderpornohändler finanziell unterstützt!

    Erkenntnisse der SV-Behörden hätten ausgereicht. Kennst du diese Erkenntnisse? Also ich nicht. Ich kenne nur die mehrfach widerlegten Zahlen (oder deutlicher: die Propaganda), die während der Diskussion über das ZugErschwG aus Richtung des BKA kamen.

    Beruflich als Argument überzeugt nicht? Und noch mal: Herr Tauss war *nie* für die Strafverfolgung der Täter zuständig. Hätte er auch gar nicht gedurft! Es geht um *unabhängige* Recherche zum Thema und diese hat er durchaus als seine (berufliche) Aufgabe angesehen.

    Händler finanziell unterstützt. Sachlich richtig. Und was hat Zensursula gemacht, als sie ihre Bilder rumgereicht hat? Was tun vielleicht auch Ermittler des BKA, wenn sie in die Szene vordringen wollen? Das ist doch kein Argument. Vor allem, wenn du dir noch mal die Menge, um die es hier geht, vor Augen führst.

    War dieser grammatisch extrem verquirlte Schachtelsatz Absicht? Nur als Tipp, Nebensatz-Konstrukte in Klammern in einem Satz, der wiederum in Gedankenstrichen steht, lesen sich *extrem* schlecht. Aber ich denke, ich habe alle Aussagen erfasst. :)

    Vielleicht schreiben Sie hierzu auch mal was. Alles andere, wie z.B. Medien und Staatsanwaltschaft und damit auch die unabhängigen Richter, die für notwendige Aufklärung sorgen, der Hetze zu beschuldigen ist aus meiner Sicht nur ein Ablenkungsversuch.
    Hat er. Mehrfach. Bitte mal diesen Blog in Ruhe durchlesen (Achtung, braucht Zeit und den Willen, sich tiefgründiger mit dem Urteil und seiner Vorgeschichte auseinander setzen zu wollen). Und der Richter wurde hier nirgends der Hetze beschuldigt, es sei denn , du zeigst mir, wo.

    Drittens: Kleine Frage meinerseits

    Es werden hier immer wieder Rechtsmittel in die Diskussion geworfen. Welche sind denn überhaupt gegen das Urteil möglich? Von Herrn Tauss wurde bisher nur die Revision erwähnt.

    Grüße vom Lauscher

    PS: Könnte man hier vielleicht eine Preview-Funktion für die Kommentare einbauen? 😉

    Anmerkung tauss: Wir prüfen die Revision vor dem BGH

  74. Wim Wenderam 30. Mai 2010 um 18:35 Uhr

    Mann über Bord?
    Quatsch überhaupt nicht! Einer der ganz GROSSEN Piraten geht erhobenen Hauptes von Bord!

    Danke für die Mitarbeit bisher und auch dieser Beitrag zeigt die Haltung auf die ich nur ungern verzichten möchte. Da die Piraten ja nicht dauernd auf hoher See sind freue ich mich jetzt schon mal auf die Hafenaufenthalte :)

  75. […] ersparen. Wer es aus erster Hand erfahren möchte, der informiert sich am Besten über tauss-gezwitscher.de [2] – die Informationen dort sind sauber und ungefiltert und beziehen sich nicht nur auf […]

  76. Desiam 30. Mai 2010 um 18:47 Uhr

    Hallo Jörg!

    Schade, dass du nicht mehr offiziell an Bord bist.
    Du hast uns PIRATEN sehr geholfen, wir mussten uns viele Gedanken machen was alles schief geht im schönen Deutschland, wofür wir stehen und was wir eigentlich wollen. Dein Fall hat zu dieser Selbstfindung extrem beigetragen.
    Wir sind eine der wenigen Parteien, die voll und ganz hinter der Unschuldvermutung stehen und nicht bei medialen Attacken einbrechen. Ich wünsche mir, dass wir uns das bewahren können.

    Deine initiierte Petition § 108e unterstützen wir PIRATEN weiterhin tatkräftig und hoffen auf neue Ideen von dir, die unsere Politik transparenter und nachvollziehbarer machen können. Zudem erwarte ich weiterhin nette Tweets und aufschlussreiche Gespräche- spätestens im Juli bist du zum Kaffee trinken in Karlsruhe fällig :)

    Liebe Grüße aus Hamburg!

    Desi

  77. albusam 30. Mai 2010 um 18:48 Uhr

    Wer das mit der Kindergartenbande nicht glauben mag, den verweise ich auf:

    http://forum.sat1.de/showthread.php?t=3343
    http://www.google.de/search?hl=de&q=%22madison+kg%22+berlin&meta=&aq=f&oq
    http://www.ingrid-sperber.de/persoenliche_erfahrungen.html
    http://linuxforen.de/forums/showthread.php?t=261749

  78. […] den Schmutz der Boulevard-Presse zu ziehen, der ihn nun in Folge seiner Bewährungsstrafe erwartet. In seinem Blog schreibt er: Dennoch muss ich mir natürlich die politische Frage stellen, ob infolge der zu erwartenden […]

  79. […] Und aktuell zu Jörg Tauss: Er ist nun aus der Piratenpartei ausgetreten. […]

  80. Tauss ist ausgetreten « 11k2am 30. Mai 2010 um 19:30 Uhr

    […] @tauss, taussblog) (pic headharbourlight […]

  81. Wessiam 30. Mai 2010 um 19:33 Uhr

    Lieber Joerg Tauss, irgendwie werde ich das Gefuehl nicht los, dass man dich aus der Piratenpartei raus geekelt hat. Leider habe auch ich mich verleiten lassen, 2 mal fuer die Piraten zu stimmen, weil du ihnen dein ’seal of approval‘ gegeben hattest..

    Es ist Zeit, speziell fuer unsere Interessen eine neue Partei zu gruenden, die nicht nur seichte Musik-Downloader vertritt.

    Das noch unausgegorene Manifest einer solchen neuen Partei findet man, wenn man googelt:
    „TFP Totale Freiheits-Partei („Die Totalen“)“

    Viel Glueck und Erfolg!

    Anmerkung tauss: Definitiv hat mich niemand „rausgeekelt“. Ich halte unverändert die Piraten für das wichtigste politische Projekt jenseits von Downloads. Hier kann ich nur nochmals auf meine Stellungnahme verweisen.

  82. Marcus Bergeram 30. Mai 2010 um 19:34 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss.
    Klaus Störtebeker schaffte es einer Legende nach in „geköpftem Zustand“ an elf seiner Mannen vorbei zu gehen um diese zu retten. Bis ihm der Henker den Richtblock vor die Füße warf, bzw. ein Bein stellte.
    Sie gehen weiter, obwohl man sie vor über einem Jahr „medial geköpft“ hat.
    Vielen Dank dafür. Bitte gehen Sie weiter um möglicht viele Mannen/Frauchens zu retten 😉
    Egal in welcher Form.
    Gruß aus Hamburgo

  83. […] letzte Wort in dem Verfahren ist also noch nicht gesprochen. UPDATE2: Heute hat Jörg Tauss seinen Austritt aus der Piratenpartei bekanntgegeben: Damit aber kein Missverständnis entsteht: Dieser Austritt […]

  84. Marcelam 30. Mai 2010 um 21:25 Uhr

    Hallo Jörg,

    Wirklich schade, dass du uns verlässt (zumindest offiziell). Ich hoffe aber, dass du unsere weiterhin offenen Kommunikationswege nutzen und der Piratenpartei mit deinem Fachwissen dienen wirst. Auch wenn ich diesen Austritt erwartet (oder befürchtet hatte), kann ich ihn verstehen. Die Presselandschaft hat bei der „Verkündung“ des Urteils nämlich ihre über das letzte Jahr immer aufrecht erhaltene Verurteilung als Pädophiler nicht zurückgenommen. Dies hat sogar – und dabei ist mir auch ein Stein vom Herzen gefallen – der Richter zugegeben: Du hast das Material zwar besessen, aber nicht aus sexuellen Gründen. Das ist die Kernaussage aus diesem Prozess und deswegen hätte ich auch keine Schwierigkeiten damit gehabt, wenn du weiterhin in unserer Partei geblieben wärest. Ich hätte auch bei zukünftigen Gesprächen mit anderen Menschen darauf hingewiesen.
    Ich hoffe auf eine gute weitere Zusammenarbeit und auf viele wertvolle Beiträge von Deiner Seite.

    Grüße aus Essen

  85. faebam 30. Mai 2010 um 21:43 Uhr

    Lieber Jörg Tauss,
    schade, dass es so enden musste. Du hast mich zu einem Pirat gemacht und ich glaube die Piraten haben allgemein viele Wähler durch dich gewonnen, vielen dank dafür!
    Manchmal frage ich mich wirklich in was für einem Staat wir leben, ein Staat der einen Helden der Bürgerrechte verurteilt. Traurig,…

    Ich wünsche Dir viel Erfolg für deine Zukunft und hoffe dass Dein politisches Engagement mit dieser Entscheidung nicht schwächer wird!

    Lieber Gruß aus Tübingen

    Anmerkung tauss: Nun übertreibt mal nicht 😉

  86. Markus Gierscham 30. Mai 2010 um 21:55 Uhr

    Schade das die Piratenpartei Ihnen nahe gelegt hat aus der Partei auszutreten. Ich bin in dieser Hinsicht von den Piraten entäuscht. Sie wusste genau was da kommt, und sich jetzt zurückzuziehen zeugt nur davon, das die Piraten wohl nun auch im System angekommen sind, und ein innerer Zusammenhalt nicht mehr wirklich zählt.
    Ihnen wünsche ich jedenfalls eine Rehibilation wenn den Bewährung verbüsst ist. Ich hoffe das Sie sowas nicht mehr machen werden (egal aus welchem Grund) und das Sie wieder ein normales Leben führen können.

    MfG

    Antwort tauss: Um alle Legenden von vornherein zu zerstören: NIEMAND hat mir nahegelegt die Partei zu verlassen. Wer mich kennt, weiss, dass ich dann eher bockig würde…. 😉

  87. Andre Heinrichsam 30. Mai 2010 um 21:55 Uhr

    Nachdem hier bereits ausführlich kommentiert wurde, bleibt mir nur, AOL zu rufen, und nochmal meinen (virtuellen) Hut zu ziehen.

  88. Senficonam 30. Mai 2010 um 22:01 Uhr

    Dir gebührt mein tiefster Respekt für diesen Beitrag! Pirat ist man natürlich nicht in erster Linie auf dem Papier. :)

  89. JohnDoeam 30. Mai 2010 um 22:12 Uhr

    Hallo Herr Tauss,

    ich finde es sehr schade, dass Sie den Entschluss gefasst haben aus der Partei auszutreten. Für jeden mit etwas klarem Verstand ist es offensichtlich, dass Sie das Opfer einer gezielten Rufmordkampagne geworden sind.

    Eigentlich sollten Sie gerade jetzt Stärke zeigen, und beweisen, dass Sie sich eben nicht von politischen Gegnern derart demontieren lassen.

    Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute für Ihre Zukunft.

    Viele Grüße aus Bayern

  90. Ulanam 30. Mai 2010 um 22:47 Uhr

    Lieber Jörg,
    ich hoffe du gehst in Revision und dass das Ergebnis dann meiner Erwartung entsprechend der besonderen Rolle der Abgeordneten in der Gesellschaft Rechnung trägt. Wir brauchen, dass Abgeordnete aufrecht, störrisch, unkonventionell und unbequem wie du nach den ungeschminkten Wahrheiten bohren (dürfen!).
    Bitte bleibe uns als Vorbild erhalten. Ich will bei den kommenden Wahlen in allen Parlamenten Piraten einziehen sehen, die frech deinem Beispiel folgen und mit unerwarteten Fragen, respektlosen Nachforschen und hoffentlich auch mit ähnlich munterem Wortwitz den bräsig bedächtigen parlamentarischen Betrieb aufmischen.
    Schon bei den nächsten Parteitagen werde ich deine Fähigkeit vermissen mit ein paar knappen Sätzen die Anwesenden auf das Wesentliche zurückzuführen.
    Alles Gute und bis bald, wir werden uns sicher nicht aus den Augen verlieren.
    Uwe

  91. Lauscheram 30. Mai 2010 um 23:01 Uhr

    @Markus Giersch: Nur mal ganz kurz die Meinung eines Piraten zu diesem Thema: Solte irgendwann irgendwie rauskommen, dass jemand vom Vorstand irgendein Parteimitglied rauskomplimentiert hat, wäre der/diejenige sein/ihr Amt wohl spätestens am nächsten Parteitag los. Genau diese Art von Hinterzimmer-Absprachen und Politik nach Medien verabscheuen die allermeisten von uns und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Basis da sehr konsequent reagieren würde. Immerhin würde das die ganze Bürgerrechtsbewegung an sich und ein konkretes Ziel, mehr Transparenz in der Politik, in Frage stellen. Und die meisten sind Piraten geworden aus Protest, weil es im Rest der Politik nämlich genau so abläuft. Entsprechend würden wir uns gegen so etwas in der eigenen Partei erst recht wehren.

  92. […] heutigen Samstag den 30. Mai (Tag des Austritt von Jörg Tauss) fand der Kreisparteitag und das Frühlingsfest der Piratenpartei Göttingen statt. Top1-6 hatte […]

  93. Vam 30. Mai 2010 um 23:22 Uhr

    Schade, wirklich schade. Dir alles Gute!

  94. Wxnzxnam 30. Mai 2010 um 23:25 Uhr

    Schade, Ich teile an sich 1 zu 1 die Position Ihres Verteidigers in diesem Fall, da diese deutlich mehr Sinn und weniger Widersprüche als Medienmeinung und Staatsanwaltschaft zeigte.

    Trotzdem müssen Sie nun teilweise einknicken, ich denke aber das könnte sich als halb so wild erweisen. Gerade bei den Piraten muss ja niemand Mitglied sein, um aktiv und engagiert zu sein – das ist eine Stärke die in Fällen wie diesen zu tragen kommt.

    Der Medienrummel kann Sie vielleicht aus der Partei drängen, aber niemals Ihr Engagement für Bürgerrechte und Demokratie nichtig machen – also bleiben Sie uns ja zum Glück doch irgendwie erhalten.

    Viel Glück also weiterhin beim politischen Arbeiten und Kämpfen.

  95. Geraltam 30. Mai 2010 um 23:34 Uhr

    Eine sehr konsequente und für die Partei wohl auch richtige Entscheidung. Die Gründe finde ich nachvollziehbar, trotzdem ist es schade.

  96. […] heute ist auf tauss-gezwitscher.de zu lesen, dass Jörg Tauss seinen Austritt aus der Piratenpartei erklärt. Er selbst begründet seine […]

  97. […] das Urteil an sich zu bewerten sind. Dieser Diskussion ist Jörg Tauss heute zuvorgekommen indem er seinen Austritt aus der Piratenpartei erklärt hat, den er unter anderem mit den folgenden Worten begründete: Dieser Austritt erfolgt, um die […]

  98. Rebekkaam 31. Mai 2010 um 00:01 Uhr

    Hallo,
    hier haben einige Leute gut reden. Manche sind enttäuscht, dass Jörg Tauss „aufgibt“.
    Wer von euch würde denn eine solche Schlammschlacht aushalten, wo man mit den persönlichsten, intimsten Sachen anhaltend durch die bundesweite Journalle gehetzt wird? Und am Ende beschwert sich noch die FAZ (Überschrift: „Gut drauf“), das Tauss bei der ganzen scheußlichen Hexenjagd nicht depressiv geworden ist, sondern immer noch ab und zu mal lachen kann.
    Es ist den Eheleuten Tauss nicht mehr zuzumuten, von all diesen Elendsgestalten von Schreibern durch den Dreck gezogen zu werden.
    Ich bedaure unendlich, dass er jetzt von Bord geht.
    Aber ich kann es auch verstehen.
    Würden wir Piraten basisdemokratisch abstimmen, würden 98 Prozent gegen seinen Austritt sein.
    Aber dann würde die Hatz weitergehen. Dem kann man von seiten der Piratenpartei mit Pressemitteilungen nicht beikommen.
    Deshalb: versuchen wir es mal mit einem Pirat-Tauss ohne Mitgliedskärtchen. Wär doch gelacht, wenn das nicht klappen sollte.

  99. […] tauss-gezwitscher.de […]

  100. John von Unbekanntam 31. Mai 2010 um 00:15 Uhr

    All the best!

  101. Chrisseyam 31. Mai 2010 um 00:36 Uhr

    Bei all dem Gedanke und Respekt vor der ach so mutigen Entscheidung geht mir ein bisschen unter, dass das hier der Blog eine verurteilten (!) Padophilen ist.

    Auch von mir einen Dank an Sie Hr. Tauss, dass sie aus der aktiven Politik ausgeschieden sind. Ein deartiges Ausmaß an Verlogen- und Schamlosigkeit wie Sie es an den Tag legen habe ich seit Langem nicht mehr in der Politik beobachten können.

    Anmerkung tauss: Sie scheinen sich auf dem Blog eines verurteilen Pädophilen ja sehr wohl zu fühlen 😉 Weniger Schaum vorm Mund soll übrigens gelegentlich auch sonst ganz nützlich sein

  102. Maschinistam 31. Mai 2010 um 00:36 Uhr

    In anderen Parteien werden vorbestrafte Steuerhinterzieher Ehrenvorsitzende – und kein Qualitätsjournalist hatte Probleme damit.
    Ich wünsche Ihnen ein erfülltes Leben ausserhalb der Politik und hoffe, Sie stehen den Piraten auch weiterhin vor allem mit Rat zur Seite.

  103. Chrisseyam 31. Mai 2010 um 00:37 Uhr

    Achso, der Beitrag muss erst noch freigeschaltet werden. Meinungsfreiheit juche. Und das bei den Piraten.

    Da stellt sich dann die Grätchenfrage: Hr. Tauss, wie halten Sies denn mit der Meinungsfreiheit. Kritik zulassen oder zensieren?

    Anmerkung tauss: Es wäre übrigens die „Gretchenfrage“ 😉 Ansonsten scheinen Sie mich nun wirklich nicht zu kennen. Sonst käme es Ihnen gar nicht in den Sinn, mir eine derartige Frage zu stellen. Hier konnte einer sogar die Forderung nach Todesstrafe für mich stellen. Mit Ausnahme dümmlichster Beleidigungen (auch gegenüber Dritten) wird hier also (fast) alles freigeschaltet. Allerdings geht hier auch Spam nebst Viren und ähnliches ein. so dass es sich schon im Interesse der Lesbarkeit dieses Blogs und der Sicherheit empfiehlt, nicht sofort alles freizugeben.

  104. The_Gentlemanam 31. Mai 2010 um 01:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr Tauss,
    wie schon ein Teil meiner Vorredner sagte, es ist ein Graus, dass viele Politiker in den „bekannten“ Parteien und teilweise auch in eher „kritisch“ zu bezeichenenden Parteien einiges an Dreck am Stecken haben, diese jedoch in keinster Weise geahndet werden, jedoch Ihr Fall für eine solche Schlammschlacht heran gezogen wurde. Aller Wahrscheinlichkeit im Sinne der Beeinflussung des Wahlkampfes gegen eine neue, aufstrebende, für die Altparteien unberechenbare, orangene Fraktion, die sogar Potential hätte, in den Bundestag einzuziehen. Sie haben meine Hochachtung, dass Sie dieser Schlammschlacht so sehr getrotzt haben.
    Ich denke, eine Debatte darum, ob Ihre Entscheidung für den Austritt richtig oder nicht ist, sollte hier nicht vom Zaun gebrochen werden. Zumal es auch weder mir noch vielen anderen zusteht, darüber zu richten. Und es lassen sich immer Gründe für das Pro und Contra finden.
    Ich denke, Sie werden sich diese Entscheidung nicht gerade leicht gemacht haben. Und ich denke, Sie haben diese aus vollster Überzeugung getroffen. Daher stehen Sie, meiner Ansicht nach, deutlich höher bei vielen im Kurs als viele andere große Namen auf der Bühne des Politikparketts, die sich immer in den Wind richten oder einfach danach, was die nächst beste Lobby gerne hätte.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und hoffe, auch wenn nicht mehr Piraten-Mitglied bleiben Sie trotzdem in der Nähe der Partei und stehen dieser auch weiterhin mit Rat und Erfahrung zur Verfügung.

  105. Andreas Gerholdam 31. Mai 2010 um 01:36 Uhr

    Lieber Jörg,
    auch wenn ich als ca. 100. Kommentator der erste bin, der dies so sieht: Ich halte deinen Austritt für einen politischen Fehler.

    In deiner Erklärung vom Freitag ( http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=989 ) nennst du die Gründe.
    1. gab es so etwas wie einen moralischen Freispruch durch die Verneinung einer sexuellen Motivation.
    (Wie wird das attestierte „private Interesse“ eigentlich sonst begründet?)
    2. beschneidet das Urteil die Informationsmöglichkeiten für Abgeordnete, was m.E. als Piratenthema gemeinsam weiter bearbeitet werden sollte.

    Mit dem Austritt, der sich zu leicht als Schuldeingeständnis deuten lässt,wird die moralische Dimension im „Fall Tauss“ vor die politische Dimension des Urteils gestellt.

    Deshalb heißt es auch nun erst ein mal das Urteil zu bewerten.

    Mit der Möglichkeit des jetzigen Urteils habe ich im Übrigen von Anfang an gegen eine reine Unschuldsvermutung im Umgang mit der Anklage argumentiert.

    „Nur wenn ihm eine wirklich private, heißt pädophil-sexuelle Motivation nachgewiesen werden kann, haben wir das moralische Recht und die politische Pflicht uns von einem Parteimitglied zu distanzieren.
    Ist das nicht der Fall und kommt es zu einer Verurteilung weil ein Gericht erstmalig eine Anwendbarkeit des §184 b Abs. 5 StGB auf Abgeordnete verneint, haben wir die moralische und politische Pflicht zu unserem Mitglied zu stehen und die politischen Folgen dieses Urteils aufzuzeigen und auf Veränderung hinzuwirken.“

    Dazu auch hier bei Andi Popp:
    http://andipopp.wordpress.com/2010/05/28/abgeordnete-sind-also-nur-noch-regierungsmarionetten/

    Insofern ist auch die unverhohlene Austrittsaufforderung durch den BuVo, die *ich* schon aus der PM herauslese,
    nicht nur eine moralische Fragwürdigkeit, sondern auch ein politischer Fehler.

    Ich persönlich schätze allerdings auch, dass der „Fall Tauss“ uns bei der BTW durchaus ordentlich was gekostet hat, was letztendlich aber auch egal ist, da mussten wir alle durch, in Zukunft aber so oder so an Bedeutung verlieren wird. Auch in sofern sehe ich die Vorteile eine Austritts nicht.

    Auf weitere gute Zusammenarbeit, Pirat!

    Ahoi
    Pauli Pirat

    Anmerkung tauss: Danke! Im übrigen weiss keiner von uns, was für die BTW nun genutzt oder geschadet hat. 2% ohne Geld und ohne Loggistik und Kampagnenerfahrung halte ich unverändert für ein gutes Ergebnis, auch wenn die „Drei“ sicher noch schöner gewesen wäre. Dass ich für die Piraten im Bundestag noch reden konnte, gab dessen ungeachtet an anderer Stelle beispielsweise guten Auftrieb. Jetzt aber hätte der „Fall Tauss“ medial und innerparteilich ein zu großes Gewicht bekommen, so dass ich davon ausgehe, dass der Schaden für die Partei durch meinen formalen Verbleib größer gewesen wäre.

  106. links for 2010-05-30 « Sikks Weblogam 31. Mai 2010 um 02:07 Uhr

    […] http://tauss-gezwitscher.de » Blog Archive » Piraten stärken! Pirat Tauss erklärt nach seiner Verurteilung den Austritt aus der Piratenpartei. Dies geschieht vor dem Hintergrund der medialen Berichterstattung, die unsere Chancen bei den nächsten Wahlen schmälern würden. In diesem Sinne versucht er hier die Partei zu stärken, was man ihm hoch anrechnen sollte. Ein Pirat wird er allerdings auch weiterhin sein, das war er auch schon vor seinem Eintritt. (tags: WRB100530 Piratenpartei Tauss) […]

  107. […] hat Jörg Tauss nun seinen Austritt aus der Piratenpartei erklärt. Begründet hat er ihn damit, dass er "der Sache" nicht schaden wolle. Auch dazu gibt es eine […]

  108. […] @miradlo: Jörg @tauss tritt aus der #piratenpartei aus, um die Piraten zu stärken: http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=1006 […]

  109. Sam Vimesam 31. Mai 2010 um 08:03 Uhr

    Sad to see you going!

    Man sieht sich beim nächsten Landgang! 😉
    sam

  110. Quintilam 31. Mai 2010 um 09:53 Uhr

    Ich denke, das ist die richtige Entscheidung zu richtigen Zeit und stimme mit Deiner Einschätzung überein, dass wir uns andernfalls nach Außen, aber auch nach Innen zu sehr zerreiben würden.

    Ich wünsche Dir alles Gute in Deiner Werft und dass Du weiterhin aktiv bleibst!

  111. Paulam 31. Mai 2010 um 10:04 Uhr

    FAZ-Hatz nimmt kein Ende (!?)

    Während hier so viele herzliche und positive Kommentare zusammenkommen (denen ich mich ebenso herzlich wie auch gern anschließe), grübelte man an anderer Stelle angestrengt nach…

    Nach so vielen erfolgreichen FAZ-Hatzen sollte es doch irgendwie möglich sein (diesmal ohne Hunde, dafür aber mit mehr Geifer), dem schon so gut wie zerstörten Ruf des bekannten Politikers Jörg Tauss den „Rest“ zu geben.

    Adäquat zum klassischen Gnadenstoß darf sich jetzt die FAZ ein unnachahmliches Gnadengeschmier patentieren lassen (Monsanto wird sicher gern helfen!).

    Diese hoffentlich letzte FAZ-Sudelei hat zum Inhalt, dass nach dem bestürzenden Urteil dem verlagseigenen Schmierfinken so recht Schreckliches zwecks Nachtreten nicht einfallen wollte.
    Schlicht entschloss er sich unter dem Titel „Gut drauf“, einer der positivsten menschlichen Eigenschaften einen bösartigen Anstrich zu verabreichen…

    Der Reporter aus der redaktionellen Besenkammer, nennen wir ihn der Einfachheit halber einfach Lorenz Jäger, kannte weder Pressekodex noch Skrupel, um den ungebrochenen Optimismus des Menschen Jörg Tauss als abartig zu diabolisieren.

    Ratz-FAZ ließ der angebliche Journalist in „seinem“ Artikel die völlig abgedrehte Sau raus und versucht die Leserschaft mit minderbegabten Sätzen auf seine primitive Linie einzustimmen:

    „Unschlagbar in seiner guten Laune: Sein schon unheimlich wirkender Dauerhumor ist dem Politiker Jörg Tauss auch nach dem Urteilsspruch […] nicht vergangen“,
    oder,
    „Unheimlicher als ein Mensch, der ständig verbiestert dreinschaut, ist doch einer, der seine gute Laune so zwanghaft, unausgesetzt und unerschütterlich, ja unerbittlich verbreitet, dass man daran zweifelt, ob er die Wirklichkeit überhaupt noch erfasst“.

    Die hämischen Sätze dieses Herrn Jäger sind so einfältig, verbittert und offensichtlich so hasserfüllt, dass ihm die dankbare Verlagsleitung wohl ein Fleißkärtchen für gelungenes betreutes Schreiben überbringen ließ.

    Der Gedanke ist sicher nicht abwegig, dass hier der FAZ-„Poet“ Jäger wohl eine Auftragsarbeit erledigte, denn zu so viel Niedertracht in so wenigen Sätzen kann ein einzelnes Hirn gar nicht fähig sein…

    Nach dem einjährigen Tauss-Bashing hätte es jeder vernünftige Mensch für eine „Ente“ gehalten, doch FAZ.NET veröffentlichte am 31. Mai 2010 tatsächlich eine Wahrheit, die in den Verlagsgebäuden sicher alle Spiegel zerspringen ließ:

    „Es ist beispiellos, wie sich in der vergangenen Woche (Anm.: oder vergangenen Monaten!) ein Ton in die sogenannte Berichterstattung gemischt hat, der nicht einmal dann angebracht wäre, wenn […] letztlich angeklagt und verurteilt würde – erfahrungsgemäß kommt das Strafgesetzbuch mit der Sanktionierung von Verbrechen ganz gut alleine zurecht. Die traurige Pointe der medialen Gerichtshöfe aber lautet erschreckend oft: Völlig egal, wie die Sache ausgeht, der Mann ist sowieso erledigt“.

    Sollte mit vorgenanntem Absatz quasi die Abkehr vom Schmierenjournalismus eingeläutet werden?
    Wenn das der Herr Schirrmacher wüsste!

    Anmerkung tauss: Ich halte den Beitrag von Jäger für dennoch interessant. M. E. ist das der Kernpunkt der Debatte. Sie wollten Tauss im Staub und der tut Ihnen den Gefallen einfach nicht. Also musste noch mehr gegeifert werden und auch das hat nicht geklappt. Dies ging schon bei der SPD schief, die mich auf Kosten des Steuerzahlers nach Kanada abschieben wollte. Genau damit können die wenigsten umgehen: Der fällt nicht nur nicht um, sondern haut via twitter etc. zurück. wie fies. Aber so bin ich halt 😉

  112. Tim Kowalewskiam 31. Mai 2010 um 10:22 Uhr

    Es ist schade, dass wir mit Ihnen einen starken Mitstreiter verlieren. Hoffentlich gibt es einen alternativen Weg über den Sie weiterhin Ihre Erfahrung & Kompetenz für den Kampf in der Sache zur Verfügung stellen können 😉

  113. Jupp Walam 31. Mai 2010 um 10:58 Uhr

    Die Piratenpartei ist nicht mehr als eine politische Vereinigung von vielen die es bei Bundestagswahlen nicht geschafft haben und nicht schaffen werden in den Bundestag einzuziehen. Dies als politisch wichtigstes Projekt der letzten Jahre zu bezeichnen entbehrt jeder Realität. Zusammen mit der Aussage: „Denn ich bin keines Verbrechens (im Sinne des StGB) beschuldigt, das mit mindestens einem Jahr Haft zu ahnden wäre.“ zeigt in welcher Welt Herrn Tauss lebt. Mitglieder der Piratenpartei welche herrn Tauss nicht aus der Partei jagen, sondern ihn vielmehr zu weitermachen überreden wollen, disqualifizieren sich für jedwede Form der seriösen Diskussion.
    Eine Partei die für Bürgerrecht, gerade im Kontext Computer/Internet, eintritt und sich eine Personalie verschreibt die diese Bürgerrechte für dern Erwerb und Konsum von Kinderpornografie nutzt, hat jegliche Form der Glaubwürdigkeit verloren. Dieser Verlust der Parteiglaubwürdigkeit kann auch durch ein Ausscheiden von Herrn Tauss aus der Partei nicht wett gemacht werden solange sich die Partei nicht öffentlich und vor allem deutlich von Herrn Tauss distanziert.
    So kann ich die Piratenpartei heute nur noch als Ansammlung, charakterlich für ein politisches Amt ungeeigneter, Wichtigtuer wahrnehmen.

    Anmerkung tauss: Da die Wahrung der Bürgerrechte ein zunehmend wichtiges Thema wird, bleibe ich bei meiner Einschätzung. Auf den restlichen Inhalt mag ich an dieser Stelle gar nicht mehr eingehen. Hier könnte ein Mindestmass an Information gar nicht schaden

  114. docmeteoram 31. Mai 2010 um 11:39 Uhr

    Es ist immer schon zunächst ein oft auch mit Gefängnis bedrohter Makel gewesen, gegen den politischen mainstream zu schwimmen, doch mancher „Terrorist“ wurde erst „Revolutionär“, dann „Freiheitskämpfer“, dann „Befreier“ und später „Staatsmann“, um schließlich als „Nationalheld“ im Olymp der bedeutendsten Menschen der Geschichte zu landen.

    Kopf hoch, Herr Tauss, bleiben Sie sich selbst und Ihrem Gewissen treu, dann brauchen Sie kein Bundesverdienstkreuz, sondern haben die Anerkennung kritischer und unanhängiger Menschen.

    Nicht das „Das“, sondern erst das „Wie“ und „Warum“ macht den Unterschied.

  115. […] mit einem vermeintlichen Bekenntnis zu ihrem Mitglied. Jetzt zieht der umstrittene Politiker selbst Konsequenzen und sagt der Piratenpartei […]

  116. Sprechsuchtam 31. Mai 2010 um 14:00 Uhr

    Lieber Jörg,
    Mit größtem Respekt bedaure ich Dein Ausscheiden aus der Piratenpartei. Jedoch ist man Pirat nicht durch eine Mitgliedsnummer, sondern im Herzen. Daher bist und bleibst Du Pirat, in welcher Form auch immer.
    Johannes „Sprechsucht“ Albrecht

    ps: Im Kontext der letzten Monate muss ich immer wiedern an diese beiden Zitate denken:

    „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer.“
    Paul Sethe,
    Leserbrief im SPIEGEL,
    5. Mai 1965

    „Mein Leben fällt in tolle Zeiten,
    Wo niemand mehr als Geld regiert
    Und wo nunmehr bey allen Leuten
    Die Mode fast den Besten schiert;
    Mir aber wallt ein Trieb im Herzen,
    Der Freyheit liebt,
    Als die mein Geist im Ernst und Scherzen
    Sich selber nimmt und andern giebt.“
    Johann Christian Günther,
    1720/21

  117. Ello Belloam 31. Mai 2010 um 17:27 Uhr

    teilweise ein ganz schönes gesülze hier in den kommentaren… austritt als falscher schritt? ja, es hat eine medienhetze stattgefunden. nein, es ist nicht schön, da den schwanz einzuziehen. aber was bleibt, wenn ein herr tauss jetzt als ‚das flaggschiff‘ (weil bekanntestes mitglied der partei) beispielsweise in eine wahl geht? dann wird sich der ruf der ‚kinderfickerpartei‘ festigen und die partei ist nachhaltig geschädigt. was bleibt hängen in den köpfen? ein kinderloser geiler bock hat sich erwischen lassen und darf nicht mehr im bundestag sitzen. und weil die piratenpartei ja sowieso für anarchie ist, unterstützt er die mal, in der hoffnung, seine triebe ungehindert stillen zu können, wenn die erstmal an der macht sind. genaugenommen war das offizielle engagement für die piraten schon ein wenig schädigend, wobei das generelle mediale interesse natürlich durch den eintritt eines ehemaligen mdb erheblich gesteigert wurde. kurzum: hut ab für die selbstlosigkeit des herrn tauss, hut nicht ab für die kurzsichtigkeit vieler kommentatoren (wohl vor allem idealismus, die gedanken dahinter unterstütze ich ja durchaus)

  118. MissGeschickam 31. Mai 2010 um 17:30 Uhr

    Willkommen bei den Bürgerrechtlern! :)
    Das geht auch ohne Partei, ich find’s Klasse, dass Du am Ball bleibst.
    Du wurdest verurteilt und alle Welt kann es wissen, dass sogar meine Mama mittlerweile von deiner Unschuld überzeugt ist, weil sie nicht dumm ist und sich informiert.

    Und wir wissen doch alle, dass es hier nicht nur mehr um die Internetfreiheit geht, sondern um die Freiheit überall. :)

    Auf zu neuen Taten, niemals aufhalten lassen, hoch erhobenen Hauptes stehen wir alle zusammen.

    Tschüss Herr Köhler! Willkommen Herr Tauss! :)))

  119. Heiko Fresemannam 31. Mai 2010 um 21:56 Uhr

    Präsident Köhler hats auch geschafft.
    Tauss for President.
    Wie tief muss Deutschland jetzt noch fallen

  120. Just another Bloggeram 1. Juni 2010 um 01:49 Uhr

    So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte.

    Sagte John Swinton der ehemalige Redakteur der New York Times 1880

    Dieses Zitat ist anscheinend leider heutzutage immer noch vollumfänglich gültig.

    Bleibt nur zu hoffen das das Internet in der Lage ist über früh oder Lang die Macht der Presse zu zerbrechen und durch eine freie Diskussionskultur zu ersetzen. Dort wo es bereits schon eine von der Meinungsmache der Massenmedien befreite Diskussionskultur gibt z.B. bei den Piraten dort fruchtet die ganze „Hetze“ nicht mehr und die Menschen beginnen selbst zu denken.

    Ich gehöre zwar zu denen, die ihren angeblichen „Recherchen“ recht kritisch gegenüber stehen. Dennoch muss ich zugeben, dass die Medienkampagne, die gegen sie und die Piratenpartei lief, eine beispiellose Meinungsmache und Hetze war die teilweise sogar noch mit deftigen Falschinformationen garniert wurde. Mein Vertrauen in die Pressefreiheit ist in der Tat tief erschüttert.

  121. Jochen Kisslyam 1. Juni 2010 um 07:26 Uhr

    Tauss, ich hoffe Sie gehen in Revision und die Staatsanwaltschaft auch!

    Und ich hoffe dass Sie dann mind. zwei Jahre kriegen für den Ankauf und Besitz dieser Kindervergewaltigungsbilder.

    Die Gesellschaft muss vor Leuten wie Ihnen geschützt werden und dann haben Sie zwei Jahre keine Gelegenheit sich diesen Dreck zu besorgen.
    Interessant allerdings dass die meisten Poster hier sich um den Täter sorgen der sich diesen Dreck besorgt als um die Opfer – das lässt schon tief blicken wo die Sympathien liegen.

    Ich habe mehr Menschlichkeit und Mitleid für missbrauchte Kinder als für Menschen die aus privaten Gründen Kindervergewaltigungsfotos brauchen!

    Anmerkung tauss: Lieber Herr Kissly, Sie wiederholen sich und davon wird es nicht intelligenter.

  122. Albusam 1. Juni 2010 um 16:54 Uhr

    „Interessant allerdings dass die meisten Poster hier sich um den Täter sorgen der sich diesen Dreck besorgt als um die Opfer – das lässt schon tief blicken wo die Sympathien liegen.“

    In Zeiten, in denen Blogs eine gewisse Wirkung auf die Politik haben können, siehe http://www.finanzzeug.de/archives/horst-koehler-blogs-haben-zu-ruecktritt-beigetragen-16292 und in denen teils mit verheerenden Folgen für Betroffene (siehe Andreas Türck) lügende Revolverblätter Auflagenverluste zu verzeichnen haben, trotzdem falsche Anschuldigungen vorbringen, lässt sehr tief blicken!

    Wenn Sie sich der Debatte um Netzsperren nicht verschlossen haben, dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass es sehr viele Leute gibt, die aus verschiedenen Gründen gegen Netzsperren sind. Auch, weil zur Zeit, an dem über Netzfilter am heftigsten debattiert wurde, von bestimmter Seite Begehrlichkeiten für andere Inhalte, die zensiert werden sollten, geweckt wurden. Zudem und das sollten Sie sich in der Tat einmal ansehen, Netzsperren Täter begünstigen.

    Finden Sie es nicht selbst merkwürdig, das Personen, die um Einzelheiten neben Tätern am besten bescheid wissen, selbst ein persönliches Interesse daran haben, das es keine Netzsperren geben darf? Also ein Stück weit die Politik belehren, wie man ernsthaft gegen Täter vorgehen sollte? Ich verweise zum besseren Verständniss auf http://mogis.wordpress.com/wer-wir-sind/

    Wollen Sie den Leuten auch unterstellen, Täter schützen zu wollen?

    Ich empfehle in dem Zusammenhang mal genauer unter [1] nachzuvollziehen, was überhaupt im Zusammenhang mit Netzsperren gesagt worden ist, und sich anschließend einmal die Zeit nehmen, eine x-beliebige Websuche zu nutzen.

    [1]
    http://www.youtube.com/watch?v=Q_LF6EJqRmU
    http://www.youtube.com/watch?v=Be2FXKvFbh0
    http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten
    http://politik.zweiterklasse.de/155-Zensursula-bestaetigt,-alternative-DNS-Server-sind-strafbar.html

    Letzter Punkt ist besonders bedenklich, wenn man sich mit technischen Besonderheiten im Internet vertrautt macht. Es ist neben den im Blog aufgeführten Gründen für alternative DNS-Server genauso zutreffend, dass DNS Server zu nutzen eine Verpflichtung sein sollte, die zudem in spezifischen Fällen sogar Arbeitsplätze schaffen kann, wenn man politisch die damit einhergehenden Möglichkeiten nutzt.

    Es gibt DNS Serverprojekte wie OpenNic, worüber alternativ TLDs kostenfrei registriert werden können. Man sollte bedenken, dass es ein Beinahe-Monopol gibt, weshalb der Nutzniesser (ICANN) sich auch in der Lage sieht, in Zukunft Preise ab 185.000 US Dollar für etwas zu verlangen, was eigentlich nur wenige Bits und Bytes auf jedem Server ausmacht und wofür im einfachsten Fall ein Aufwand von wenigen Sekunden überhaupt nötig ist. Das heißt also nicht nur, dass Netzsperren Täter eher schützen als behindern, sondern das ein Monopol fahrlässig unterstützt wird und darüberhinas heißt es auch, dass Innovation in Wirtschaft und Forschung behindert, ja sogar kriminalisiert wird. Hier bleibt zu befürchten, dass das erlebte eines Herrn Andrej Holm. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm , kein Einzelfall bleiben muss, wenn gewisse Parteien zu häufig gewählt werden und sich nicht wenige der Mitglieder auch in Zukunft vorstellen können, ihre Kompetenuen weit zu überschreiten und die Öffentlichkeit über tatsächliche Folgen von Täterschutz im unklaren zu lassen, bis die Folgen nicht mehr zu übersehen sind.

    Es ärgert mich im übrigen sehr, dass mein Vorschlag zu einem noch ungenutzten Wahlkampfthema bei der Piratenpartei brach liegt, weil man der Auffassung ist, dass die Materie Domainneutralität zu komplex sei. Kurios ist in dem Zusammenhang, das sich ein prominenter Bundestagsabgeordneter der CSU für die Materie begeisterter zeigte, als mehrere Mitglieder der Piratenpartei zusammengenommen. Das ist auch in dem Zusammenhang interessant, da noch weitere skandalöse Ereignisse mit solchen Projekten wie OpenNic und zum Selbsthosten mit einer unter der GPL stehenden Anwendung begegnet werden kann.

    Immerhin und das muss man dazu nochmal besonders hervorheben, ist der Monopolist ICANN, der wie ich zuvor erwähnte andeutete, 185.000 US Dollar als kleinsten Preis verlangt, auch Lobbygruppen unterworfen, die teils mit absurden Forderungen die Einführung dieses Features immer weiter verzögern. Eine Unternehmung in Deutschland hat dadurch als Folge gewisse Beträge unnötig aufwenden müssen. Soviel zum Thema Städtedomainendungen…

  123. Jochen Kisslyam 1. Juni 2010 um 17:24 Uhr

    Es kann nicht oft genug wiederholt werden wie mies Subjekte sind die sich Kindervergewaltigungsbilder zu ihren privaten Zwecken besorgen!

    Und dann zu behaupten es geschah aus beruflichen Gründen – wie billig und durchsichtig ihre Strategie doch ist!

    Ich schäme mich für Politiker wie Sie!

    Schreiben Sie doch mal dass Sie einen namhaften Betrag von ihrem ausgesessenen Übergangsgeld an eine Kinderschutzorganisation spenden – das wäre ein bisserl Wiedergutmachung.

    Nix da – lieber drückt ein Tauss auf die Tränendrüse und mimt die verfolgte Unschuld – 300 Kindervergewaltigungsbilder sind für mich Beweis genug.

    Mord an Kinderseelen das zählt nicht – Hauptsache Tauss mimt dem Michael Kohlhaas!

    Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen muss wenn ich an Leute wie Sie denke!
    JK

    Anmerkung tauss: Nehmen sie freundlicherweise mal die 300 Kindervergewaltigungsbilder zurück. Das hat nicht einmal die Staatsanwaltschaft behauptet. Was mich anlangt habe ich beginnend bei Plan International bis hin zu den „Kindern von Tschernobyl“ schon in der Vergangenheit in erheblichem Masse gespendet.

  124. Albusam 1. Juni 2010 um 17:46 Uhr

    Sehr geehrter Herr Jochen Kissly,

    Ihr Satz „Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen muss“ macht Ihr Getrolle auch nicht besser. Dieser Satz hatte ursprünglich einen spezifischen historischen Hintergrund. Da Ihnen das in Ihrem Übereifer, hier polarisierend posten zu müssen, entgangen ist, helfe ich Ihnen gerne, die ursprünglichen Hintergründe der Aussage, deren Integration in Ihren nutzlosen Beitrag sicherlich den ein oder anderen Mitleser empören wird, zu verstehen.

    –> http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Liebermann#Zeit_des_Nationalsozialismus <–

    Auch im Hinblick darauf, dass Sie sich in allen bisherigen Ausführungen ansonsten "nicht oft genug" wiederholen müssen, an der Stelle ein kerniges

    Plonk!

    Ein Kommentar hätte vollends ausgereicht. Und jetzt trollen Sie sich bitte ins Heiseforum zurückmoder woher Sie sonst herkommen mögen.

  125. Heiko Fresemannam 1. Juni 2010 um 19:11 Uhr

    Dieser Tauss kotzt mich an bis zum Gehtnichtmehr mit seinem Gelaberere

    Anmerkung tauss: Das Niveau meiner Gegner steigt von Kommentar zu Kommentar….Aber selbst Bürgermeister a.D. Fresemann bekommt so endlich ein Forum, wo ihm jemand zuhört. Und sei es gelangweilt.

  126. Matthiasam 1. Juni 2010 um 22:21 Uhr

    Hallo Herr Tauss,

    es ist wirklich ein Jammer, wie diese Geschichte verlaufen ist. Und das in unserem Land, das sich doch die Rechtsstaatlichkeit immer so groß auf die eigene Fahne schreibt.

    Von Anfang bis Ende eine Schmierenkomödie erster Güte. Wirklich mehr als traurig.

    Ihr Austritt bei den Piraten ist meiner Meinung nach ein großer Verlust für unsere Partei, aber Sie haben mit Ihrer Argumentation natürlich Recht.

    Nach wie vor schätze ich Sie und Ihre Arbeit sehr und bin Ihnen für das bei SPD und Piraten Geleistete sehr dankbar.

    Es ist ein Jammer, das es nicht mehr Politiker wie Sie gibt und derart fähige Menschen sich Stück für Stück aus der Politik verabschieden.

    In diesem Sinne: Bleiben Sie hart am Wind!

    Für die Zukunft alles Gute dieser Welt.

    LG
    Matthias (orwell2010)

  127. Jochen Kisslyam 1. Juni 2010 um 23:27 Uhr

    Ja Tauss ich nehme das mit den 300 Kinderverggewaltigungsbildern zurück!
    Selbst eines dieser Drecksbilder ist eines zuviel – aber für sie machts ja die Masse!
    Selten eine so dummdreiste Forderung gelesen – wenn sie´s glücklich macht:
    Werden sie mit einem Bild glücklich, wenns ihrer Ehre hilft!
    Werter Albus, selbstverständlich war mir der Hintergrund des Satzes bekannt, zur Machtergreifung des braunen Abschaums – der Millionen von Menschen ermordete

    Und jemand der kindervergewaltigungsbilder zu privaten Zwecken hortet ist für mich auch Abschaum, das Vergewaltigen von Kindern ist für mich Mord an kinderseelen.
    Ein Tauss und seine Sympis begreifen das nicht!

    Noch Fragen? Ach gehen sie doch ins Forum der Taussfreunde und sammeln sie Informationen wo sich die Freunde des Sammlers von Kindervergewaltigungsbildern sich treffen.
    Das Leute wie Sie und Tauss nicht auf der Webseite des Kinderschutzbundes zu finden sind verwundert mich nicht – ganz im Gegenteil
    Ich hoffe Sie haben keine Kinder die von solchen Verbrechern missbraucht werden!

    JK

    Anmerkung tauss: Sie finden einen Beitrag von mir (YoutTube) auf der Webseite von CareChild, mit denen ich auch nicht an vielen Punkten übereinstimme. Auf der Seite des so genannten Kinderschutzbundes zu erscheinen, erschiene mir dann doch zu viel der Ehre. Im übrigen schrammen Sie im Moment nicht nur knapp an Beleidigungen Dritter entlang.

  128. […] Jörg Tauss ist ausgetreten und ja, er hat viel politische Erfahrung mit in die Partei gebracht. Sein Blogartikel hört sich jedoch überhaupt nicht so an, als ob er der Partei jetzt den Rücken kehren würde. Und […]

  129. Albusam 2. Juni 2010 um 01:04 Uhr

    „Werter Albus, selbstverständlich war mir der Hintergrund des Satzes bekannt, zur Machtergreifung des braunen Abschaums – der Millionen von Menschen ermordete“

    Sie zitieren also wohlwissend um die oben genannten historischen Hintergründe einen Satz, der in einem völlig anderen Zusammenhang entstanden ist? Sehr interessant… Nun gut…

    „Ach gehen sie doch ins Forum der Taussfreunde und sammeln sie Informationen wo sich die Freunde des Sammlers von Kindervergewaltigungsbildern sich treffen.
    Das Leute wie Sie und Tauss nicht auf der Webseite des Kinderschutzbundes zu finden sind verwundert mich nicht – ganz im Gegenteil
    Ich hoffe Sie haben keine Kinder die von solchen Verbrechern missbraucht werden!“

    Wie darf man Ihre Einlassung verstehen? Auch, wenn ich mich bei Ihnen nicht rechtfertigen muss, nein, ich habe „keine Kinder die von solchen Verbrechern missbraucht werden“. Welches Forum meinen Sie überhaupt? Das Forum der Piratenpartei? Nun, und wenn es so wäre, das ich da angemeldet bin? Wäre das für Sie ein Problem? Gerade im Moment, wo die Piratenpartei sich in politischen Fragen wie die, die unter 108e.de erörtert werden, engagiert…

    „Mit Hinblick auf die aktuellen Sponsoringskandale in der deutschen Politik ist das eine Haltung des Bundestages, die für uns nicht verständlich ist. Klare Regelungen die Abgeordnetenbestechung verbieten sollten in einer Demokratie zum Standard gehören. Die Weigerung selbige zu erlassen hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Ende Februar reichte daher der ehemalige Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss eine Petition beim Bundestag ein, die eine Ratifizierung der UN-Konvention und eine angemessene Regelung des StGB §108e forderte. Zu unser aller Verblüffung lehnte der Petitionsausschuss es ab diese Petition öffentlich zu behandeln – weshalb auch die gewohnte Behandlung als ePetition auf dem Bundestagsserver unmöglich ist. Das Thema Abgeordnetenbestechung ist aber zu wichtig um es hinter verschlossenen Türen zu verhandeln. Die Initiative 108e setzt sich daher für eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Wir fordern eine öffentliche Behandlung der Petition – aber vor Allem fordern wir eine Neuregelung der strafrechtlichen Rahmen zur Abgeordnetenbestechung.“

    Quelle – http://108e.de

    Wirklich erstaunlich, in was für ein Licht man gerückt werden kann, wenn man sich nicht Ihren „nicht oft genug“ geoisteten Wiederholungen gegen jemanden anschließt, der ungeachtet des hier diskuttierten, noch nicht rechtskräftigen erstinstanzlichen Urteils 15 Jahre lang sachkundig seinen Wahlkreis vertreten hat.

    Das Sie sich in Ihren Ausführungen zwar auch noch für eine konsequente Strafverfolgung aussprechen, spricht zwar noch für Sie, aber, das Sie dabei übersehen (wollen?), dass das Gericht keine Haftstrafe, sondern eine Bewährungsstrafe verhängte, dies mit einer Begründung, die eben nicht signalisiert, dass hier die Allgemeinheit geschützt werden muss, hat ein Geschmäckle. Wollen Sie dem ernsthaft wiedersprechen? Falls ja, was für Konsequenzen wollen Sie aus dem Urteil ziehen? Das das Gericht nach Ihrer hochgeschätzten Meinung zu weich war und Sie das Gesetz in die eigene Hand nehmen wollen?

    Es ist sehr bezeichnend, das man von Ihnen darüberhinaus selbst auch noch beschuldigt wird, Beihilfe zu leisten, wenn man in Kommentaren nicht genau so ein toller Hecht ist, so wie Sie.

    „Noch Fragen?“
    Ja, nehmen Sie grundsätzlich von einstmals in Deutschland gerichtlich untersagten Inhalten Abstand? Nun, dann sollten Sie mal besser nicht auf http://www.youtube.com/watch?v=skY4nddl5q0 , sondern direkt auf die Startseite einer großen Deutschen Boulevardzeitung gehen.

    Ich kann an der Stelle beruhigen, die Inhalte dürfen nach höchstrichterlicher Entscheidung wieder den Lesern der selben großen Deutschen Boulevardzeitung zugemutet werden…

    Mehr – http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/darf-man-ueber-bild-leser-lachen/

    Tja, die Wahrheit kann grausam sein! 😉

  130. Paulam 2. Juni 2010 um 11:26 Uhr

    @ Heiko Fresemann und die Offenbarung eines entbehrungsreichen Lebens
    @ Jochen Kissly*
    .
    GEISTIGE UNBEFANGENHEIT IN GRENZENLOSER SELBSTÜBERSCHÄTZUNG
    Einige Markierungen des Heiko Fresemann hatten mich in diesem Blog aufgrund ihrer anrüchigen Art tief bewegt. Selten schlug mir in Kommentaren so viel “gelebte” Tristesse, Nutzlosigkeit und Leere entgegen wie hier. Ein wahrhaft interessantes Studienobjekt!
    .
    Mit einer gehörigen Spur Mitleid attestierte ich ihm ein hohes Maß an Griesgrämigkeit, Verbitterung, Einsamkeit und letztendlich dieses von Alzheimer gezeichnete, fortgeschrittene Lebensalter, (# Paul am 25. Mai 2010 um 17:37 Uhr) welches er mir in einem Anflug von Vertrauen dankbar bestätigte.
    .
    MANGELNDE ZUNEIGUNG / LIEBE
    Wissenschaftlich ist es für den psychisch Besorgnis erregenden Zustand des H.F. bezeichnend, dass bei völlig versagter Zuneigung die Gier nach Anerkennung extreme Reaktionen provoziert.
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    Welche Auswüchse im vorliegenden Musterfall abartige Geltungssucht hervorrufen kann, zeigt unser provinzieller Musterheld. Als bereits auffälliger Proband brüstete sich
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    # Heiko Fresemann am 25. Mai 2010 um 19:59 Uhr
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    in diesem Blog mit dem schlichten Satz:
    ” Der Kinderspielplatz neben meinem Haus kam auf meine Anregung als damaliger Bürgermeister zustande”… Allerdings entpuppte sich der
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    “DAMALIGE BÜRGERMEISTER FRESEMANN” bei näherer Betrachtung als profilneu rosige Phantasie eines außerordentlich unbeliebten Dorfbewohners, der sich in pathologischer Geltungssucht nach mehr Schein als Sein sehnlichst den Job eines Bürgermeisters erträumte.
    .
    Seine Chance bei den Bürgermeisterwahlen im Bezirk Weser-Ems 2006 / Gemeinde Westoverledingen zerplatzte für den Kandidaten Fresemann wie eine feuchte Knallerbse, nachdem die Ergebnisse der Kandidaten bekannt gegeben wurden:
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    Der gewählte Bürgermeister Eberhard Lüpkes erhielt 4.137 Stimmen = 64.9%,
    während der 7. Kandidat Heiko Fresemann vergleichsweise 97 Stimmen = 1,3% erhielt. (Anm.: “armes Hascherl”)
    .
    http://www.spd-weser-ems.de/imperia/md/content/bezirkweser-ems/wahlergebnisse/buegermeisterwahlen06_gemeinden.pdf
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    Alle hier Anwesenden sollten nun für den bedauernswerten Heiko Fresemann einen Hauch Sammelbereitschaft zeigen. Wenn auch völlig ausweglos, so kostet die Behandlung des hier wehleidig klagenden Patienten schließlich und letztendlich doch Geld.
    Parole: Armer Wicht in geistiger Gicht!
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    *@ Jochen Kissly: JEDES Wort zu dieser generell “plock”-endenden Person wäre Perlen vor einer Rotte von Säuen…

  131. Johannesam 27. Juni 2010 um 06:07 Uhr

    Danke, Herr Tauss, dass sie diese Affäre auf würdevolle Art und Weise handhaben. Ich bin positiv davon überrascht, zu sehen, dass ein Politiker ein politisches Ideal höher ansetzt, als seine persönlichen Karriere-Chancen, von daher finde ich es ehrenhaft, zum Wohle der Partei auszutreten; damit nehmen sie den anderen Parteien, die sich bislang lediglich auf persönliche Hetze beschränkt haben, ihre Argumente gegen die Piratenpartei. Ich bin nachwievor angewidert von der Art und Weise, wie der Skandal um ihre Person noch vor jedem sachlichen Urteil aufgebläht wurde von den Leuten, die sonst Ordnung und Recht predigen, hier aber getrost einen Haufen auf die Unschuldsvermutung gesetzt haben. Ich wünsche ihnen, dass sie vielleicht unparteilich noch weiter politisch Karriere machen können, jedenfalls bleiben sie ein Pirat der ersten Stunde!

  132. Albusam 23. August 2010 um 22:49 Uhr

    So, Herr Kissly bzw. Herr Fresemann,

    wo bleibt Ihr Aufschrei über Anschuldigungen gegen Herrn Assange? Eine Person der Zeitgeschichte, die beschuldigt wird, 1 Frau vergewaltigt bzw. deren Freundin sexuell genötigt zu haben.

    http://www.hintergrund.de/201008231094/politik/welt/schiefes-frauenbild-oder-warnschuss-der-schlapphuete-was-steckt-hinter-den-sex-anschuldigungen-um-wikileaks-gruender-julian-assange.html