{"id":3186,"date":"2012-02-10T12:55:03","date_gmt":"2012-02-10T11:55:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tauss-gezwitscher.de\/?p=3186"},"modified":"2012-02-10T12:55:03","modified_gmt":"2012-02-10T11:55:03","slug":"das-trubelsche-problem-kopf-tisch-kopf-tisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tauss-gezwitscher.de\/?p=3186","title":{"rendered":"Das tr\u00fcbelsche Problem: Kopf Tisch Kopf Tisch"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte eigentlich einen sch\u00f6nen Morgen. Gattin und Mamsell waren gut gelaunt. Ich \u00f6ffnete fr\u00f6hlich ein frisches Glas Mirabellenmarmelade. Dann twitterte mir der bayerische Landesvorsitzende <em>Dieter Janecek <\/em>nachfolgenden Beitrag in der <em>Frankfurter Rundschau <\/em>unvermittelt zu und damit einen Tag (!) vor den <em>Anti-ACTA-Aktionen<\/em> jegliche gute Laune weg. Dieser Gastkommentar (schlimmer schafft es bestenfalls der in den Krieg ziehende <em>Heveling<\/em>) erfordert eine gr\u00fcndliche Entgegnung, die nicht frei von Polemik sein kann: Zitate sind jeweils einger\u00fcckt.<\/p>\n<p><strong><a href=\"   http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-welche-netz-freiheit-wollen-wir-,1472602,11605292.html\">Helga Tr\u00fcpel: Gegen ACTA \u2013 aber was dann? Ein Freiheitsbegriff, der ohne Verantwortung gedacht ist, besch\u00e4digt die kulturelle Vielfalt.<\/a><!--more--><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"   http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-welche-netz-freiheit-wollen-wir-,1472602,11605292.html\"><\/a><\/strong>Werte Frau Tr\u00fcpel, man liest und staunt:<\/p>\n<blockquote><p><em>Netzaktivisten m\u00f6gen es gern drastisch und haben f\u00fcr ihre Stopp-ACTA-Kampagne das Bild einer alles verschlingenden Krake bem\u00fcht. Dabei handelt es sich bei ACTA (Anti-Counterfeitung Trade Agreement) lediglich um ein Handelsabkommen, das internationale Standards gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen etablieren m\u00f6chte.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Soweit Ihre Meinung, Frau Tr\u00fcpel, immerhin gr\u00fcne (!) Abgeordnete im Europa-Parlament und Vizepr\u00e4sidentin des dortigen Kulturausschusses. Offensichtlich ist an Ihnen die Debatte inhaltlich jedoch v\u00f6llig vor\u00fcbergegangen. Wie k\u00e4me eine Abgeordnete des europ\u00e4ischen Parlaments, der ohne illegalen Download alle Informationen zur Verf\u00fcgung stehen, sonst zu solchen Erkenntnissen?<\/p>\n<blockquote><p><em>Wer jetzt aber den Untergang des freien Internets beschw\u00f6rt, sollte auch sagen, dass ACTA hierzulande gar keinen Umsetzungsbedarf erzeugt, weil Deutschland hier schon das Gesetz erf\u00fcllt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Warum bitte brauchen wir ein Abkommen, das doch eigentlich gar nichts \u00e4ndert? Richtig, Frau Tr\u00fcpel. Deutschland erf\u00fcllt das Gesetz. Und genau das ist das Problem. Inhalte sind in unserem Land nicht verf\u00fcgbar, wenn und weil dies Gatekeeper wie die <em>GEMA <\/em>verhindern. Und sie verhindern es sogar gegen viele <em>Urheber <\/em>selbst. Und genau das zementiert <em>ACTA.<\/em><\/p>\n<p>Es geht entgegen Ihrer Annahme nicht um die notwendige Diskussion zur Ausgestaltung von Kultur und auch nicht allein um die jahrelange \u00a0\u201eGeheimhaltung\u201c der Verhandlungen, die Sie auch (berechtigt) kritisieren. Wenigstens dieses Problem ging an Ihnen nicht spurlos vor\u00fcber.<\/p>\n<p>Doch mit Verlaub: Das kennen wir nicht anders. So wurden und werden aber auch alle Urheberrechtsfragen im EP behandelt. In Nacht und Nebelaktionen. In der Kommission wie im Parlament haben die Urheberrechtslobbyisten das Sagen. Ihr Protest dagegen muss mir in den letzten Jahren entgangen sein.<\/p>\n<blockquote><p><em>Wir haben es mit einem Konflikt zu tun, der ganz Europa umtreibt. Mit der Internet-Entwicklung der vergangenen zehn Jahre ist es f\u00fcr viele Verbraucher selbstverst\u00e4ndlich geworden, an Informationen, gemeinfreie Inhalte, aber auch an urhebergesch\u00fctzte Inhalte frei zu gelangen, frei nicht nur im Sinne einer Freiheit von politischer Zensur, sondern auch frei von Bezahlung.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Auf welchem Planeten leben Sie? Das M\u00e4rchen von der Kostenloskultur h\u00f6re ich vom Springervorstand\u00a0 bis hin zum B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels, welche auch mit Brechstangen ein Zur\u00fcck in die analoge Welt erzwingen wollen. Die Zahlungsbereitschaft f\u00fcr digitale Inhalte ist so hoch wie noch nie.<\/p>\n<p>Gerade eine Kulturpolitikerin sollte sich auch mal mit Fakten zu ihrer Arbeit auseinandersetzen. Jene, die vermeintlich \u201eillegal\u201c downloaden, und damit in der Regel lediglich ihr Recht auf Privatkopie wahrnehmen, sind in Wahrheit oft die besten Kunden der Musikindustrie. Auch das k\u00f6nnte man nachlesen. Oder Sie wollen eben doch die Schulh\u00f6fe kriminalisieren.<\/p>\n<blockquote><p><em>Das muss die Kreativen, K\u00fcnstler und Medienschaffenden, die von ihrer geistigen und kreativen Arbeit leben wollen, massiv st\u00f6ren und das tut es auch. Wenn sich K\u00fcnstler f\u00fcr Creative Commons entscheiden und ihre Werke gratis zum Download oder zum streamen anbieten, ist das v\u00f6llig in Ordnung. Es ist aber \u00fcberhaupt nicht in Ordnung, wenn es gegen den Willen der Urheber geschieht.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>CC <\/em>gegen den Willen des Urhebers? Ganz offensichtlich ist auch <em>CC<\/em>, das gerade auf einem selbstbestimmten modernen Urheberverst\u00e4ndnis basiert, Ihrer Vorstellungswelt v\u00f6llig fremd. Mal ehrlich: Wer kam auf die Schnapsidee, Sie zur Kulturpolitikerin zu machen? Umgekehrt wird ein Schuh draus: Heute wird das alte analoge Urheberrecht von Nichturhebern wie den Verwertungsgesellschaften auch gegen den Willen der Urheber durchgesetzt.<\/p>\n<p>Studierende haben selbst in Unibibliotheken oft keinen digitalen Zugang zu Wissen, <a href=\"https:\/\/www.tauss-gezwitscher.de\/?p=2703\">weil dies Verlage prozessual verhindern<\/a>.<\/p>\n<p>Sch\u00fcler haben keinen online- Zugang zu Lehrstoff, wenn sie zu Hause sitzen. Lehrer sollen belangt werden. Schultrojaner \u00fcberwachen sie k\u00fcnftig nach den Vorstellungen der von Ihnen vertretenen Lobby. Ab 2013 soll nach deren Willen die letzte minimale Schranke zugunsten von Bildung und Wissenschaft im Deutschen Urheberrecht fallen <em><a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__52a.html\">(\u00a7 52a UrhG).<\/a><\/em><\/p>\n<p>Es \u00e4ndert sich <strong>nichts<\/strong>? Es muss sich etwas \u00c4NDERN ! Verlassen Sie einfach mal Ihren Br\u00fcsseler Elfenbeinturm und n\u00e4hern Sie sich der Realit\u00e4t. Es ist ersch\u00fctternd, dass nicht nur <em>ACTA <\/em>sondern auch sonstige jahrelange Debatten wie die <em><a href=\"http:\/\/www.urheberrechtsbuendnis.de\/index.html.de\">G\u00f6ttinger Erkl\u00e4rung zum Urheberrecht f\u00fcr Bildung und Wissenschaft <\/a><\/em>an Ihnen und offensichtlich weiteren Teilen der Gr\u00fcnen vorbeigegangen sind.<\/p>\n<blockquote><p><em>Kernbestandteile des Urheberrechts werden derzeit nicht nur von Netzaktivisten, sondern auch durch die von Google gesponserte Forschung bis hin zu EU Kommissarin Nelly Kroes in Frage gestellt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>*lol* Das ist die mit dem Guttenberg<\/p>\n<blockquote><p><em>Urs\u00e4chlich f\u00fcr die sinkende Akzeptanz des Urheberrechts ist ferner ein \u00fcbertriebenes Abmahnwesen, das gegen Endverbraucher in nicht zu rechtfertigender Weise vorgeht.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin muss man aber dankbar registrieren, dass Sie das von ACTA k\u00fcnftig noch besser gesch\u00fctzte <em>Abmahnwesen<\/em> hinterfragen. Das Abmahnunwesen ist in der Tat auch <em><strong>ein<\/strong><\/em> Grund f\u00fcr sinkende Akzeptanz. Diese verringerte Akzeptanz h\u00e4ngt aber vor allem damit zusammen, dass das <em>Urheberrecht <\/em>von einem Begriff des <em>geistigen Eigentums <\/em>gepr\u00e4gt ist, der ins 19. Jahrhundert passt.<\/p>\n<p>Warum wohl wenden sich Urheber und selbst eine des Internetkommunismus sicher unverd\u00e4chtige Institutionen wie\u00a0<em>Max-Planck-Institute <\/em>vom Begriff des geistigen Eigentums ab? Weil dieser heute nicht den Urheber, sondern neben der Musikindustrie auch Verlage sch\u00fctzt, die sich ihre in tats\u00e4chlicher Kostenloskultur &#8222;erworbenen&#8220; Ver\u00f6ffentlichungen von wiederum \u00f6ffentlich finanzierten wissenschaftlicher Forschungsergebnisse gleich noch einmal von der \u00d6ffentlichkeit bezahlen lassen und damit Milliardengewinne erzielen.<\/p>\n<blockquote><p><em>Die Internetfreiheit der Anti-SOPA und Anti-ACTA-Kampagne sind einerseits zu recht gerichtet gegen eine Netzsperreninfrastruktur, die \u00fcber das Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen auch politisch missbrauchbar und ausbeutbar w\u00e4re,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Richtig, Frau Tr\u00fcpel. Wenn nur wieder das ABER nicht w\u00e4re:<\/p>\n<blockquote><p><em>aber andererseits verbirgt sich in Teilen der Netzcommunity auch ein sehr einseitiger Freiheitsbegriff. Es ist die Freiheit des Nutzers und der Nutzerin, die nicht bezahlen wollen,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dummes Zeug, Frau Tr\u00fcpel. Aber hatten wir ja schon.<\/p>\n<blockquote><p><em>von Internetfirmen und Internetserviceprovidern, die f\u00fcr die Inhalte, die sie brauchen, nicht (angemessen) bezahlen wollen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Umgekehrt wird\u2018s richtig: Warum w\u00e4re bei Ihren Verwertern wohl ein kr\u00e4ftiges Heulen und Z\u00e4hneklappern, wenn <em>Google<\/em> und andere (gerne wie beim <em>SOPA<\/em>-Protest) den Zugang zu Ihrer Contentmafia nur f\u00fcr einen Tag sperrten?<\/p>\n<blockquote><p><em>Hinter der Kampagne f\u00fcr die Abschw\u00e4chung des Urheberrechts stecken starke kommerzielle Interessen der neuen Internetfirmen wie Google und Facebook und beileibe nicht nur politische Freiheitsrechte.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Zu H\u00fclfe! Verschw\u00f6rung der ACTA-Gegner! Es ist geradezu bizarr, dass bei Ihnen kommerzielle Interessen in dieser Einseitigkeit bestenfalls auf der anderen Seite ein Problem darstellen. Doch im Umkehrschluss wird es interessanter: Wenn sich durch <em>ACTA <\/em>vermeintlich nichts \u00e4ndert: Was h\u00e4tte das dann mit Ihrem offensichtlichen Problem mit <em>Google<\/em> und <em>Facebook <\/em>zu tun? Und mit Verlaub: Mit dem Zugang zu Informationen hat <em>Google<\/em> f\u00fcr Demokratie und Freiheit in vielen Teilen der Welt bislang einen bedeutenderen Beitrag geleistet als europ\u00e4isches Parlament und Europarat zusammen.<\/p>\n<blockquote><p><em>Wenn Megaupload von der Staatsanwaltschaft geschlossen wird, wird das von der gr\u00fcnen franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidentschaftskandidatin Eva Joly als Zensur kritisiert. Aber ist es politische Zensur, wenn ein illegales Gesch\u00e4ft erst einmal gestoppt wird? Ist das nicht eher der rechtsstaatliche Ansatz, gegen Rechtsbr\u00fcche vorzugehen? Gegen politische Zensur muss man eintreten, in China, in Iran, bei uns, aber wenn das Grundrecht des Urheberschutzes<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Unglaublich! <em>Urheberschutz<\/em> als <em>Grundrecht<\/em>? <em>Menschenrechtsverletzungen<\/em> in einem Zusammenhang mit dem <em>Urheberrecht<\/em>? Diesen Unfug habe ich bislang einmalig geh\u00f6rt. Von Herrn <em>Heveling<\/em>. Und ist mir etwas entgangen? Wurde <em>Megaupload <\/em>nicht auch schon vor <em>ACTA <\/em>gestoppt (wenngleich mit rechtsstaatlich fragw\u00fcrdigen Methoden)?<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8230;angegriffen wird, muss es doch zu einer G\u00fcterabw\u00e4gung zwischen der Informationsfreiheit des Netzes und dem Urheberschutz kommen. Es kann nicht sein, dass Datenschutz im Netz per se den Urheberschutz aushebelt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wo hebelt Datenschutz den Urheberschutz aus? Rechtlich legal wie gleichfalls fragw\u00fcrdig sichern sich Verwerter und Abmahner IP-Adressen und verfolgen Nutzer. Ohne jeglichen Datenschutz.<\/p>\n<blockquote><p><em>Wer gegen ACTA ist, muss neue Antworten finden, wie Internet Piraterie verhindert werden soll.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Nochmals: Internet Piraterie ist heute schon erfolgreich zu verhindern. Insofern ist Ihr Megaploud Beispiel ein hervorrragendes Argument gegen ACTA. Kriminelle k\u00f6nnen HEUTE schon gestoppt werden. Fragw\u00fcrdige wie\u00a0<a href=\"http:\/\/kino.to\">http:\/\/kino.to<\/a>\/\u00a0ebenfalls.<\/p>\n<blockquote><p><em>Es ist richtig, dass es keine Internetsperren geben darf, dass Netzneutralit\u00e4t verteidigt wird, dass Verwertungsgesellschaften transparenter gemacht werden m\u00fcssen,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>&#8230;wenigstens was, aber schon wieder kommt ein tr\u00fcpelsches ABER<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8230;.aber ein Freiheitsbegriff des Netzes, der ohne Verantwortung und Nachhaltigkeit gedacht ist, ist ein falscher Freiheitsbegriff. Es wird mittelfristig nicht mehr so viel kulturelle Vielfalt geben, es wird weniger professionelle Kreative geben, wenn es keinen Urheberschutz mehr geben sollte.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Es ist Ihrerseits nicht einmal die halbe Wahrheit oder bestenfalls auf grober Unkenntnis beruhender Unfug den Sie hier weiter zum Thema Internetpiraterie vortragen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Konsum digitaler Inhalte wird vielf\u00e4ltigst bezahlt. \u00dcbrigens selbst via <em>Apple<\/em>, um ein weiteres \u00fcbles us-amerikanisches Unternehmen zu erw\u00e4hnen. Peinlich ist nur, dass dies anderen nicht eingefallen ist. Es gab keine Gesch\u00e4ftsmodelle. Und deshalb gab es Notwehr im Netz und Eigenhilfe bis hin zu Tauschb\u00f6rsen.<\/p>\n<blockquote><p><em>Durch Bezahlung der Kreativen zu mehr kultureller Vielfalt beizutragen, ist eine nachhaltige, wertebasierte Orientierung f\u00fcr die Welt der digitalen Kulturm\u00e4rkte, frei nach dem Motto \u201eCredit the creators\u201c.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dann h\u00f6ren Sie doch endlich auf, vom <em>Urheberrecht <\/em>zu reden, sondern k\u00fcmmern Sie sich europ\u00e4isch um ein <em>Urhebervertragsrecht <\/em>zugunsten der <em>Urheber.<\/em> Die Kostenloskultur findet dort statt, wo Ihre Contentfreunde die <em>Urheber<\/em> auch au\u00dferhalb des Internets nicht anst\u00e4ndig entlohnen.<\/p>\n<p>Und auch dar\u00fcber k\u00f6nnten wir reden. Wie wir zu einem modernen <em>Urheberrecht <\/em>kommen, das die <em>Urheber <\/em>sch\u00fctzt und friedliche Nutzer nicht weiter kriminalisiert. Deshalb will ich Ver\u00e4nderungen. Und genau deshalb will ich <em>ACTA <\/em>nicht. Weil <em>ACTA<\/em> am analogen Recht festh\u00e4lt, freie Informationen verhindert, eine moderne Wissensgesellschaft k\u00fcnftig noch mehr blockiert und Nutzer weiter kriminalisiert. Aber da Lesen bildet, empfehle ich Ihnen, das Abkommen und neue Richtlinien\u00fcberlegungen der EU auch ansonsten nachzulesen.<\/p>\n<p>Denn was Sie interessieren d\u00fcrfte : Nicht nur die <em>Musikindustrie<\/em>, deren Interessen Sie in Wahrheit statt der Kreativen so vehement vertreten, ist f\u00fcr <em>ACTA<\/em>. Auch der Gen-Saat-Konzern <em><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monsanto\">Monsanto<\/a> <\/em>ist es. Wenn Sie schon vom Internet wenig zu verstehen scheinen und wahrscheinlich auch nur gucken, w\u00e4re das eventuell ein Punkt, der bei einer <em>gr\u00fcnen<\/em> Europabgeordneten wenigstens Nachdenkprozesse einleiten sollte.<\/p>\n<p>Verschonen Sie uns bis dahin aber nicht nur beim Fr\u00fchst\u00fcck bitte mit weiteren Gastkommentaren in der Frankfurter Rundschau oder anderswo.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe J\u00f6rg Tauss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte eigentlich einen sch\u00f6nen Morgen. Gattin und Mamsell waren gut gelaunt. Ich \u00f6ffnete fr\u00f6hlich ein frisches Glas Mirabellenmarmelade. Dann twitterte mir der bayerische Landesvorsitzende Dieter Janecek nachfolgenden Beitrag in der Frankfurter Rundschau unvermittelt zu und damit einen Tag (!) vor den Anti-ACTA-Aktionen jegliche gute Laune weg. 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